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Pillenfarne

Pillenfarne

Gewöhnlicher Pillenfarn, aus Thomé: Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz

Systematik
Unterreich: Gefäßpflanzen (Tracheobionta)
Abteilung: Gefäßsporenpflanzen (Pteridophyta)
Klasse: Echte Farne (Polypodiopsida)
Ordnung: Schwimmfarnartige (Salviniales)
Familie: Kleefarngewächse (Marsileaceae)
Gattung: Pillenfarne
Wissenschaftlicher Name
Pilularia
L.

Die Pillenfarne (Pilularia) sind eine Gattung von Farnen aus der Familie der Kleefarngewächse, bei denen die Blätter binsenartig fadenförmig sind. Sie werden manchmal auch in eine eigene Familie Pilulariaceae gestellt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung und Standortansprüche

Die Pflanzen leben aquatisch in flachem Wasser, manchmal auch auf offenen schlammigen Böden, mindestens aber an zeitweise überschwemmten Stellen. Wie alle Kleefarngewächse bilden sie ein langes, auf dem Boden kriechendes Rhizom, welches sich dichotom verzweigt. An den Knoten dieser Hauptachse entspringen Wurzeln.

Die vom Rhizom nach oben abstehenden Blattwedel besitzen keine Blattspreite, sondern sind mehr oder weniger faden- oder binsenförmig. Hierdurch haben die Pflanzen einen grasähnlichen Habitus, können aber von Gräsern durch die zusammengerollten jungen Blattwedel unterschieden werden.

Die dunkelbraunen Sporokarpien sitzen seitlich neben der Spitze kurzer, unterirdischer und unverzweigter Seitenzweige, die am Grunde der Blätter entspringen. Typisch für die Gattung ist auch, dass die Sporokarpien nur zwei bis vier Sori enthalten, die wiederum Mikrosporangien und Makrosporangien enthalten. Bei Fruchtreife öffnet sich das Sporokarp mit zwei bis vier Klappen, je nach Anzahl der Sori, und entlässt seinen Inhalt eingebettet in einem gallertartigen Tropfen, in dem auch die Gametophyten wachsen und die Befruchtung stattfindet.

Von der Form der Sporokarpe, die an Pillen erinnert, leitet sich auch der deutsche und der wissenschaftliche Name der Gattung ab.

Arten und Verbreitung

Die Gattung besteht aus sechs Arten mit stark disjunktem Areal:

Quellen und weiterführende Informationen

Literatur

Weblinks