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Joseph Knabl

Joseph Knabl (* 17. Juli 1819 in Fließ (Tirol); † 3. November 1881 in München) war ein österreichischer Bildhauer.

Der Sohn eines Bauern kam, nach einer Schnitzerlehre in Imst 1837 zu Joseph Otto Entres und dann zu Sickinger in München, wo er an Heiligenfiguren arbeitete, nebenbei aber auch die Antike Kunst studierte.

1843 selbständig geworden, widmete er sich der Wiederbelebung der alten Holzschnitzkunst. Er schuf darauf die Kolossalgruppe: die Taufe Christi für die Deutschherrenkirche zu Mergentheim in Württemberg (1852); mehrere Heiligenstatuen für einen Altar im Dom zu Augsburg (1854); Christus und die Apostel, lebensgroße Gruppe für den Hochaltar zu Velden (Niederbayern, 1855); eine Anbetung der Könige für die fürstlich v. d. Leyenschen Kapelle zu Waal (1856) und eine Marienstatue für die Kirche zu Seilriedsberg zwischen Augsburg und Ulm (1856).

In demselben Jahr meißelte er eine Maria aus carrarischem Marmor, 1858 einen heil. Benedikt und eine unbefleckte Empfängnis für die Kirche Marienberg im Vinschgau, eine heil. Anna für den Dom in Eichstätt sowie eine Krönung Mariä für den Bischof Heinrich v. Hofstetter in Passau.

Sein Hauptwerk ist die große Gruppe im Schrein des Hochaltars der Münchener Frauenkirche: die Krönung Mariä. Später meißelte er noch die Taufe Christi für den Hochaltar der St. Johanneskirche in der Münchener Vorstadt Haidhausen.

Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.
Personendaten
Knabl, Joseph
österreichischer Bildhauer
17. Juli 1819
Fließ
3. November 1881
München