Heim

A. Lange & Söhne

A. Lange & Söhne ist eine deutsche Luxusuhren-Manufaktur aus Glashütte in Sachsen.

Gegründet wurde die Firma durch den sächsischen Uhrmachermeister Ferdinand Adolph Lange 1845. In einem frühen Beispiel von staatlicher Strukturpolitik erhielt er für die Firmengründung und Ausbildung von Lehrlingen im strukturschwachen Glashütte bei Dresden finanzielle Hilfe des königlich-sächsischen Innenministeriums in Form eines Kredits. Über längere Zeit kämpfte das Unternehmen mit finanziellen und personellen Problemen, aber bereits 1875 verfügte der Betrieb über ca. 100 Mitarbeiter. A. Lange legte damit das Fundament für die Entwicklung Glashüttes im sächsischen Erzgebirge zum Zentrum der deutschen Feinuhrmacherei in Konkurrenz zu den etablierten Schweizer Herstellern.

In der Zeit der DDR wurden alle in Glashütte befindlichen Uhrenfabriken und Zulieferbetriebe verstaatlicht und zum VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) zusammengefasst. Auch der damalige Lange-Spross Walter Lange wurde enteignet und startete 1951 in Pforzheim eine Karriere im Uhrengroßhandel. Aus dem Volkseigenen Betrieb GUB ging die Glashütter Uhrenbetrieb GmbH hervor, die der direkte Nachfolger des VEB ist. Walter Lange gründete 1990 die Lange GmbH als neue Firma. Es existiert also keine direkte fortgeschriebene Firmentradition in diesem Unternehmen. Lediglich die Marke Lange & Söhne wurde von der Lange GmbH zurück erworben.

Der Wiederaufstieg der Marke ist insbesondere dem damaligen IWC-Präsidenten Günter Blümlein zu verdanken, der den schon im Ruhestand befindlichen Walter Lange als Repräsentanten der Firma reaktivierte. Mit massiver finanzieller und personeller Hilfe der LMH Holding (damals zur Mannesmann AG gehörend) wurde 1994 als erstes Modell die „Lange 1“ mit dem mittlerweile markentypischen (patentierten) Großdatum vorgestellt. Andere jetzt schon legendäre Uhrenmodelle sind das Tourbillon „Pour le Mérite“, die Saxonia, die Cabaret, der Saxomat (mit Automatikwerk „Sax-0-Mat“) und die Arkade. A. Lange & Söhne hat derzeit (2006) rund 500 Mitarbeiter.

Seit 2001 gehört die Firma neben Schweizer Uhrenmanufakturen zum Luxusgüterkonzern Richemont Group, Sitz Genf.