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Herrenpartie (Film)

Filmdaten
Deutscher Titel: Herrenpartie
Produktionsland: Deutschland, Jugoslawien
Erscheinungsjahr: 1964
Länge (PAL-DVD): 92 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Wolfgang Staudte
Drehbuch: Werner Jörg Lüddecke
Produktion: Neue Münchner Lichtspielkunst,
Avala Film
Musik: Zoran Hristić
Kamera: Nenad Jovičić
Schnitt: Carl Otto Bartning
Besetzung

Herrenpartie ist ein deutsch-jugoslawischer Spielfilm aus dem Jahre 1964 von Regisseur Wolfgang Staudte. Der Streifen ist eine Mischung aus politischer Satire und Schicksalstragödie

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Ein deutscher Männergesangsverein fährt mit einem Bus ins populäre Urlaubsland Jugoslawien. Als ihnen das Benzin ausgeht, kommen sie in ein Dorf, das im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt war. Die Männer des Dorfes wurden von den Deutschen in einer Vergeltungsaktion erschossen. Der Hass der Frauen schlägt den deutschen Kleinbürgern entgegen. Sie geben ihnen weder Benzin noch Wasser gegen die Hitze. In einer Schlucht kommt die Suche nach Benzin und Wasser zum Erliegen, da die Wehrmacht die rettende Brücke im Krieg gesprengt hatte. Doch der deutsche Männerchor ist hart im Nehmen. Bei alten Soldatenliedern richten sie sich in der verlassenen Dorfpension ein. Nur der junge Herbert, der zusammen mit dem Journalisten der Truppe als einziger keine Nazi - Vergangenheit hat, ist in der Lage, das Leid der Dorfbewohner nachzuvollziehen.

Kritiken

„Pendelnd zwischen politischer Satire und Schicksalstragödie, ist der hervorragend gespielte Film ein bemerkenswerter Beitrag zur unbewältigten Vergangenheit beider Völker. Nicht minder interessant ist der Blick auf die damalige Rezeptionsgeschichte des Films, der als "üble Nestbeschmutzung" diffamiert wurde und die Kino-Karriere Staudtes als engagierter Gesellschaftskritiker beendete.“

Lexikon des internationalen Films

Auszeichnungen

Der Film nahm am Wettbewerb der Berlinale 1964 teil, ging allerdings bei der Preisvergabe leer aus. Die beiden jugoslawischen Schauspielerinnen Mira Stupica und Nevenka Benković wurden jeweils für ihre darstellerischen Leistungen mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet.