Heim

Sockelarbeitslosigkeit

Sockelarbeitslosigkeit ist der Anteil der Arbeitslosigkeit, die selbst dann bestehen bleibt, wenn die Konjunktur sich vollständig erholen würde. Hierbei geht man somit von einer Vollauslastung der Kapazitäten aus. Es handelt sich dabei um den Anteil der Arbeitslosigkeit, der mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen nicht verringert werden kann. Sockelarbeitslosigkeit nimmt generell mit jeder Rezession zu.

Sockelarbeitslosigkeit entsteht z. B. durch Arbeitslose, die keinen Arbeitsplatz mehr finden, weil sie relativ kurz vor der Rente stehen oder wegen gesundheitlicher Probleme nicht vermittelbar sind; weiterhin dadurch, dass nicht jeder Arbeitslose zur Aufnahme jeder Tätigkeit bereit ist oder nicht jeder Arbeitssuchende für jede Arbeit anforderungsgerecht qualifiziert ist. Insoweit ist Sockelarbeitslosigkeit fast identisch mit der von den Monetaristen beschriebenen natürlichen Arbeitslosigkeit, die allerdings auch die friktionelle Arbeitslosigkeit umfasst.

Von dem Begriff "Sockelarbeitslosigkeit" spricht man, seit das Wirtschaftswachstum in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund der Ölkrise von 1973/74 stagnierte.