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Polydipsie

Als Polydipsie bezeichnet man in der Medizin krankhaft gesteigerten Durst. Sie ist wegen der erhöhten Flüssigkeitsaufnahme häufig verbunden mit Polyurie. Das Gegenteil von Polydipsie, also ein nicht vorhandenes Durstgefühl, wird als Adipsie bezeichnet.

Durst und vermehrtes Trinken können banal, aber auch Zeichen schwerwiegender, teilweise lebensbedrohlicher Krankheiten sein. Die tägliche Trinkmenge beim Erwachsenen liegt im Normalfall bei maximal vier Litern. Bei höheren Mengen sollte eine zugrunde liegende Erkrankung ärztlich ausgeschlossen werden.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen

Die Ursache dieser Erkrankung liegt meist in der verminderten Fähigkeit der Niere, den Harn zu konzentrieren. Hierdurch kommt es zu Wasserverlust über den Urin. Durch die erhöhte Ausscheidung erhöht sich auch das Durstgefühl und es kommt notwendigerweise zu vermehrtem Trinken, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.

Mögliche dem zugrundeliegende Erkrankungen können sein: Diabetes mellitus, Diabetes insipidus, Erkrankungen der Schilddrüse (Hyperparathyreoidismus), Cushing-Syndrom, Elektrolytstörungen (Hyperkalzämie), Nierenerkrankungen, Einnahme Wasser-ausschwemmender Medikamente (Diuretika), Nebenwirkung verschiedener Medikamente, Psychogene Erkrankungen (Verhaltens- und Persönlichkeitsstörung, zum Beispiel Latente Anorexie), alkoholbedingte Hirnschäden (z.B. zentrale pontine Myelinolyse). Auch vermehrter Alkoholkonsum, Fieber und Durchfallerkrankungen können zu einer vorübergehenden Polydipsie mit geringem Krankheitswert führen.

Komplikationen

Als Komplikation bei einer erhöhten Ausscheidung besteht immer die Gefahr der Austrocknung, wenn nicht ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird.

Therapie

Die Therapie besteht in der Behandlung der Grunderkrankung. Hauptziel ist es, schwerwiegende Ursachen von vermehrtem Durstgefühl und pathologischem Trinken zu erkennen und zu behandeln. Sehr häufig ist ein Diabetes mellitus die Ursache für das Durstgefühl.

Naturheilkundliche Informationen zur Polydipsie auf Phytodoc

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