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Groß Düben

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 51° 34′ N, 14° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Dresden
Landkreis: Niederschlesischer Oberlausitzkreis
Verwaltungsge-
meinschaft:
Schleife
Höhe: 132 m ü. NN
Fläche: 14,56 km²
Einwohner: 1285 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02959
Vorwahl: 035773
Kfz-Kennzeichen: NOL
Gemeindeschlüssel: 14 2 84 060
Gemeindegliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Friedensstr. 83
02959 Schleife
Webpräsenz:
www.gross-dueben.de
Bürgermeister: Helmut Krautz
Lage der Gemeinde Groß Düben im Niederschlesischen Oberlausitzkreis

Groß Düben, sorbisch Dźěwin, ist eine Gemeinde im Niederschlesischen Oberlausitzkreis im Freistaat Sachsen. Sie besteht seit 1999 aus den beiden Orten Groß Düben und Halbendorf und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Schleife.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde Groß Düben liegt im nördlichen Teil des Landkreises in einer waldreichen Gegend am Nordwestrand der Muskauer Heide. Sie liegt sieben Kilometer nordwestlich von Weißwasser und 14 Kilometer östlich von Spremberg. Die Bundesstraße 156, die die beiden Städte verbindet, verläuft nördlich der Gemeinde. Durch die Gemeinde führt die inzwischen stillgelegte Bahnstrecke Weißwasser–Forst.

Der Ort Groß Düben ragt, einer Landzunge ähnlich, in den brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße (SPN) hinein. 3,5 Kilometer östlich von Groß Düben liegt Klein Düben, drei Kilometer westlich liegt Lieskau. Entlang dieser Gemeinde-, Kreis- und Landesgrenze verläuft auch die Grenze zwischen der Ober- und der Niederlausitz.

Umliegende Gemeinden

Im Norden grenzt Felixsee (SPN) an die Gemeinde Groß Düben. Daran schließen sich im Uhrzeigersinn an: Tschernitz (NO, SPN), Jämlitz-Klein Düben (O, SPN), Gablenz (O, NOL), Weißwasser (S, NOL), Trebendorf (SW, NOL), Schleife (W, NOL) und Spremberg (NW, SPN).

Geschichte

Bereits zur Bronzezeit wurde die Gegend besiedelt, wie archäologische Funde belegen. Die Wiederbesiedlung fällt in die Zeit der zweiten deutschen Ostsiedlung. Die bislang älteste urkundliche Erwähnung Groß Dübens erfolgte 1464 im Urbarium der Standesherrschaft Muskau, Halbendorf wurde 1458.

Der Name „Düben“ leitet sich direkt vom obersorbischen Namen Dźěwin ab, der Namenszusatz dient dabei zur Unterscheidung vom benachbarten Klein Düben (niedersorbisch Źěwink mit Verkleinerungssuffix -k). Namensforscher sind sich über den Ursprung des Namens nicht sicher. Der Name kann von einem Personennamen abgeleitet sein („Ort eines Děva“) oder auch von ‚děva‘ (Jungfrau) oder ‚dźowka‘ (Tochter) kommen.

Der Dreißigjährige Krieg brachte beiden Orten Unglück. Das Schloss in Groß Düben wurde zerstört und Halbendorf brannte nieder. 1786 brannte Halbendorf ein zweites Mal nieder.

Im Jahr 1836 erhielt Groß Düben eine Schule.

Groß Düben war 1995 Gründungsmitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schleife und schloss sich zum 1. Januar 1999 mit der Gemeinde Halbendorf zusammen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

In Halbendorf erinnert ein Obelisk an der Dorfstraße an den Brand von 1786 und den anschließenden Wiederaufbau. Das ursprüngliche Denkmal des Grafen Pückler ging im 19. Jahrhundert verloren, so dass 1937 der jetzige Obelisk neu geschaffen wurde. Er steht auf einem Backsteinsockel und ist etwa fünf Meter hoch.

Persönlichkeiten

Die Musikerfamilie Margitta und ihre Töchter stammt aus Groß Düben.