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Hans-Peter von Kirchbach

Hans-Peter von Kirchbach (* 3. August 1941 in Weimar) ist ein deutscher Offizier. Von 1999 bis 2000 war er Generalinspekteur der Bundeswehr. Seit Januar 2002 ist er Präsident der deutschen Johanniter-Unfall-Hilfe.

Leben

Hans-Peter von Kirchbach wurde am 3. August 1941 in Weimar in eine Offiziersfamilie geboren, aus der seit dem 17. Jahrhundert zahlreiche Offiziere, Beamte und protestantische Pfarrer hervorgingen.

1960 trat von Kirchbach als Berufssoldat in die Bundeswehr ein, wo er die Offizierslaufbahn einschlug. Er war hauptsächlich als Kommandeur tätig (mit den höchsten Verwendungen als Divisionskommandeur der 14. Panzergrenadierdivision in Neubrandenburg und im Anschluss daran als Kommandierender General des IV. Korps in Potsdam) mit Ausnahme von zwei Verwendungen im Bundesministerium der Verteidigung (1983–1985 und 1992–1994).

In der Öffentlichkeit bekannt wurde von Kirchbach als „Held von der Oder“, als er 1997 während der Oderflut den Einsatz von 30.000 Soldaten führte.

Zum Generalinspekteur der Bundeswehr wurde von Kirchbach 1998 auf Anregung des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl berufen, er trat sein Amt aber erst nach dem Regierungswechsel im April 1999 an. Nach nur einem Jahr im Amt beantragte er bei Verteidigungsminister Rudolf Scharping zum 20. Juni 2000 die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand. Dies löste in den Medien umfangreiche Spekulationen um interne Konflikte zwischen von Kirchbach und Scharping aus.

Von 1988 bis 1991 war von Kirchbach Bundesvorsitzender des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Seit Januar 2002 ist er Präsident der deutschen Johanniter-Unfall-Hilfe. Er ist auch Präsident des Fördervereins des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr.

Hans-Peter von Kirchbach ist der Cousin von Friederike von Kirchbach, die von 2000 bis 2005 Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags war.

Literatur


Personendaten
Kirchbach, Hans-Peter von
deutscher General
3. August 1941
Weimar