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Willy Knorr

R. Willy Knorr (* 23. Juli 1878 in Zerbst; † 7. März 1937 in Dessau) war ein deutscher Jurist und Politiker (DNVP).

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Knorr studierte Rechtswissenschaften, trat 1900 als Gerichtsreferendar in den Justizdienst ein und war seit 1903 als Regierungsreferendar in Merseburg tätig. Er promovierte 1903 zum Dr. jur. und 1906 zum Dr. rer. pol., bestand das zweite juristische Staatsexamen und war danach Regierungsassessor. 1912 erhielt er die Ernennung zum Regierungsrat. Seit 1919 war er als Geheimer Regierungsrat Präsident der Finanzdirektion und Leiter der anhaltischen Finanzverwaltung. 1926 trat er in den Ruhestand. Von 1931 bis 1933 war er als Oberkirchenrat Generalsuperintendent der Evangelischen Landeskirche Anhalts.

Abgeordneter

Für die Kampffront Schwarz-Weiß-Rot gehörte Knorr 1933 dem Anhaltischen Landtag an.

Öffentliche Ämter

Knorr amtierte seit 1913 als Kreisdirektor und Landrat des Kreises Ballenstedt, ab 1917 dann als Landrat des Kreises Bernburg. Vom 9. Juli 1924 bis zum 25. November 1924 war er Ministerpräsident des Freistaates Anhalt. Nach der Bildung einer Koalition aus NSDAP und DNVP amtierte er vom 21. Mai 1932 bis zum 18. April 1933 als Staats- und Finanzminister in der von Ministerpräsident Alfred Freyberg geleiteten Landesregierung.

Personendaten
Knorr, R. Willy
Knorr, Willi
deutscher Jurist und Politiker (DNVP), Ministerpräsident des Freistaates Anhalt
23. Juli 1878
Zerbst
7. März 1937
Dessau