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Friedrich Niederl

Friedrich Niederl (* 15. Juli 1920 in Treglwang, Steiermark) ist ein österreichischer Politiker (ÖVP) und Jurist.

Niederl war als Landarbeiter in seinem Heimatbezirk Liezen tätig und übersiedelte 1936 nach Graz, um dort die Abendschule der Grazer Handelsakademie zu besuchen. 1940 wurde er in den Kriegsdienst eingezogen, geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde 1945 aus dieser entlassen. 1948 bis 1951 absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Grazer Karl-Franzens-Universität.

Nach regionaler politischer wie beruflicher Tätigkeit in Liezen wurde Niederl 1960 Bezirkshauptmannschaft von Feldbach. 1965 wurde er dann unter der Regierung Josef Krainer senior zum Landesrat (Agrar- und Wohnbauressort) bestellt. Am 10. Dezember 1971 - nach dem plötzlichen Tod Krainers - wurde er vom Steiermärkischen Landtag zum vierten steirischen Landeshauptmann der zweiten Republik gewählt. Als Spitzenkanditat der Steirischen Volkspartei trat er in Folge bei zwei Landtagswahlen (1974 und 1978) an; beide Male konnte die Volkspartei die absolute Mehrheit erringen. 1980 trat Niederl als Landeshauptmann zurück und wurde Obmann der Raiffeisen Zentralkasse Steiermark. Als Landeshauptmann folgte ihm Josef Krainer junior - der Sohn seines Vorgängers.

Im Zuge des Prozesses um den Versicherungsbetrug in der Bundesländer-Versicherung wurde Friedrich Niederl 1988 wegen Untreue zu zwei Jahren bedingter Haft verurteilt.

Personendaten
Niederl, Friedrich
österreichischer Politiker, Landeshauptmann
15. Juli 1920
Treglwang, Steiermark