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Angelika Weiz

Angelika Weiz (* 1954 in Heiligenstadt) ist eine deutsche Sängerin in den Genres Blues, Jazz und Soul. Das musikalische Spektrum umfasst aber auch Gospel, Spirituals, Rock und Pop. Ihre musikalische Entwicklung begann in der DDR, wo sie mit namhaften Musikern und Solisten zusammen arbeitete.

Inhaltsverzeichnis

Musikalische Entwicklung

Angelika Weiz erlernte den Beruf einer Fotografin und nahm Gesangsunterricht an der Musikhochschule in Weimar. Bereits als Schülerin sang sie im Chor, später im Singeklub und in einer Schulband. Mit 16 Jahren wurde sie Mitglied in der Amateurband Modern Blues.

Nach einem kurzen Intermezzo in der Horst Krüger Band wechselte sie 1975 in die Bluesband ergo aus Erfurt, die von ihrem Ehemann, Waldemar Weiz (g), gegründet wurde und aus Modern Blues entstanden ist. Zur Band gehörten weiterhin: Bernd Fränzel (sax), Joachim Degel (ts, fl), Thomas Ludwig (e-p), Klaus Peter von Kientzel (dr), Olaf Schulz (bg), Rene Decker (sax), Eddi Janta (bg) und Bernd Saewe (dr). Ende der 1970er Jahre erhielt die Band die Möglichkeit zu Rundfunkproduktionen beim Sender Weimar des DDR-Rundfunks. Als 1983 Waldemar Weiz zum Reservistendienst in der NVA eingezogen wurde, fiel die Band auseinander und sie ging zu Günther Fischer. Ihr Mann arbeitete später als Grafiker und spielte von 1988 bis 1991 bei Engerling. Die Musik der Band war eine Mischung aus Blues und Soul mit einer Tendenz zum Jazz, wie sie es selbst ausdrückte.

Im Günther-Fischer-Sextett stand sie gemeinsam mit Zicke Schneider und Hans-Joachim Graswurm auf der Bühne, entwickelte sich zu einer herausragenden Jazz-Vocalistin und gastierte in der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich.

1986 gründete die Weiz ihre erste eigene Band, die sich Good Vibration Orchestra und später Loud People nannte. 1988 wurde sie als beste Sängerin der DDR ausgezeichnet. Sie setzte durch, dass die Band englischsprachige Titel produzieren konnte. Ein Jahr später machte sie mit einer kritischen Version des Kinderliedes „Unsere Heimat“ erneut auf sich aufmerksam. Als Folge, durfte eine bereits fertiggestellte Langspielplatte „Heimat“ nicht erscheinen und wurde zurückgezogen.

Nach der Wende in der DDR engagierte sich Angelika Weiz neben ihrer Arbeit mit Loud People als Vorsitzende des „Musikszene“ e. V. und war Geschäftsführerin der Kulturbrauerei in Berlin - Prenzlauer Berg. Musikalisch ist sie auch weiterhin besonders vielseitig. Zeitweilig arbeitet sie mit Reinhard Lakomy bei der Produktion von Kinderliedern zusammen und mit Günther Fischer und dem „Babelsberger Filmorchester“ produzierte sie Filmmusik. Mit Anke Schenker und Ines Paulke tritt sie als Swing Sisters auf und gründete das Gospelprojekt United Voice. Zu diesem Projekt gehören außer ihr die Sängerinnen Ricarda Ulm und Tina Hänsch, der Sänger Craigh Burton und die Musiker Chris Lewis und Rene Decker, ehemals ergo. Seit 1999 steht sie mit Matthias Hessel, Henning Protzmann und Wolfgang Zicke Schneider als jazzin' the blues auf der Bühne. Die Band spielt Stücke der Jazzgeschichte in der Tradition von Oscar Peterson, Ramsey Lewis und Jimmy Smith und ist seit dem Jahr 2000 die ständige Begleitband von Manfred Krug. Besonders erfolgreich ist auch die Zusammenarbeit mit Wolfgang Fiedler, ehemals Fusion, und Rene Decker im Angelika Weiz Trio.

Diskografie

CD

Sampler

Quellen

Personendaten
Weiz, Angelika
deutsche Sängerin
1954
Heiligenstadt