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Poitou-Esel

Der Poitou-Esel (frz. Baudet du Poitou) ist eine gefährdete Großeselrasse, die nach dem Gebiet Poitou (Region Poitou-Charentes, Hauptort Poitiers) im Westen Frankreichs benannt ist.

Die Rasse ist seit dem 11. Jahrhundert bekannt, vermutlich aber schon früher entstanden. Sie war in Südwestfrankreich verbreitet. Heute gibt es jedoch nur noch wenige Reinzuchten.

Die Hengste haben ein Stockmaß von 140 bis 150 cm, die Stuten sind 130 bis 145 cm hoch. Der Poitou-Esel wirkt knochig und hat ein langes, zottiges Fell, das meist schwarzbraun ist. Maul, Augenränder und Bauch sind weißgrau.

Die Rasse wurde vor allem für die Feldarbeit gezüchtet und bei der Maultierzucht - hier auch aus militärischen Zwecken - eingesetzt. Heutzutage werden Poitou-Esel mitunter in Zoologischen Gärten gezeigt; in Deutschland kann man sie z. B. in der Wilhelma, im Tierpark Hagenbeck, im Allwetterzoo Münster, im Tierpark Berlin, im Zoo Nürnberg, im Tiergehege Mundenhof bei Freiburg, im Tiergarten Kleve, im Wildpark Lüneburger Heide und in der Arche Warder sehen.

Literatur

 Commons: Poitou-Esel – Bilder, Videos und Audiodateien