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Ilse Fromm-Michaels

Ilse Fromm-Michaels (* 30. Dezember 1888 in Hamburg; † 22. Januar 1986 in Detmold) war eine deutsche Komponistin und Pianistin.

Leben

Fromm spielte bereits als Kind Klavier und begann mit 13 Jahren ihre Ausbildung an der königlichen Hochschule für Musik in Berlin. Am Stern'schen Konservatorium studierte sie Klavier bei James Kwast und Komposition bei Hans Pfitzner.

1915 heiratete sie den Juristen Walter Michaels.

1934 wurde ihre Marien-Passion op. 18 im Reichssender Hamburg aufgeführt, kurz darauf durfte sie als Frau eines Mannes jüdischer Herkunft weder auftreten noch durften ihre Werke aufgeführt werden. Während des Dritten Reiches konzentrierte sie sich daher aufs Komponieren. In dieser Zeit entstanden ihre Sinfonie in c-Moll (op. 19, 1938) und Musica larga für Klarinette und Streicher (1944).

Walter Michaels, der die Nazizeit schwer traumatisiert nur knapp überlebt hatte, starb kurz nach Kriegsende. Fromm-Michaels wurde noch 1945 an die Hamburger Musikhochschule berufen. 1946 wurde ihre Sinfonie von Hans Schmidt-Isserstedt mit dem Orchester des NWDR uraufgeführt und fand große Anerkennung bei der Kritik.

Fromm-Michaels komponierte bis 1949 und war anschließend ausschließlich als Professorin und Musikpädagogin in Hamburg tätig. Sie starb im Alter von 97 Jahren in einem Altersheim in Detmold.

Literatur

Personendaten
Fromm-Michaels, Ilse
Fromm, Ilse
Komponistin
30. Dezember 1888
Hamburg
22. Januar 1986
Detmold