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Wutöschingen

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 47° 40′ N, 8° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Waldshut
Höhe: 393 m ü. NN
Fläche: 26,47 km²
Einwohner: 6626 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 250 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79793
Vorwahl: 07746
Kfz-Kennzeichen: WT
Gemeindeschlüssel: 08 3 37 123
Adresse der Gemeindeverwaltung: Kirchstraße 5
79793 Wutöschingen
Webpräsenz:
www.wutoeschingen.de
Bürgermeister: Georg Eble

Wutöschingen ist eine Gemeinde im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Wutöschingen liegt am südöstlichen Rand des Schwarzwalds in 365 bis 583 Meter Höhe, nur wenige Kilometer von der Kreisstadt Waldshut-Tiengen entfernt. Im Osten grenzt Wutöschingen an den Klettgau und damit an die Schweiz (Kanton Schaffhausen). Leitlinie für die Ortschaften und den überregionalen Verkehr ist, wie der Name erkennen lässt, das Tal der Wutach, die in Richtung Südsüdwest zum Rhein fließt. Aus der Vogelschau ergibt sich ein markanter Wechsel zwischen der Tallage mit den Ortschaften, Obstwiesen und Gewerbeflächen, einem recht steilen Anstieg und den Hochflächen mit Feldern, Einzelhöfen und Wäldern.
Nachbargemeinden sind im Norden, also wutachaufwärts, Eggingen, im Osten Klettgau, im Süden Lauchringen und im Westen Waldshut-Tiengen und Ühlingen-Birkendorf.

Geschichte

Wie das Hochrheingebiet und der Klettgau gehört auch das untere Wutachtal auf Grund der Klimagunst zu den schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelten Räumen. Das Großsteingrab an der Straße zwischen Degernau und Erzingen gibt davon Zeugnis.

Das heutige Wutöschingen entstand zum 1. Januar 1975 durch das Gemeindereformgesetz und bildete sich aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Degernau, Horheim, Ofteringen, Schwerzen und Wutöschingen.

Wappen

Das Wappen zeigt in Gold über blauem Querfluss ein schwarzes, fünfspeichiges Mühlrad. Es symbolisiert die Wutach, die früher zahlreichen Mühlen und die fünf Teilgemeinden.

Wappen der Teilorte

Wirtschaft

Die Gemeinde Wutöschingen ist Heimat und Ursprung der Aluminiumindustrie in der Hochrheinlandschaft, die mit der Gründung eines Aluminiumwalzwerkes im Jahre 1902 ihren Anfang fand. Heute gehen aus dem "Herzen der Aluminiumregion" zahlreiche Produkte dieses Werkstoffes in alle Welt.

Verkehr

Wutöschingen liegt an der Wutachtalbahn von Waldshut nach Immendingen. Derzeit wird Wutöschingen aber lediglich von Gelegenheitsverkehren angefahren, die als Anschluss zur Museumsbahn der Wutachtalbahn ab Weizen dienen.

Kirchen

Im Ortsteil Schwerzen die Barocke Pfarrkirche, erbaut anstelle eines Vorgänger-Baues, mit Einbeziehung des ehemaligen Turmes, im Jahre 1781 vermutlich nach einem Plan des Barockbaumeister Peter Thumb, Werkmeister war Georg Schutzger von St.Blasien.Die Ausstattung am Ende des Barock war auch durch den zu Ende gegangenen Rokkoko nicht mehr zu übertreffen, es spielen hier also die neuen Elemente des Klassizismus ein. Noch ganz im Barockstil gehalten ist das Hauptaltargemälde des Kurtrierischen Hofmalers Januarius Zick(1730-1797), "Die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan".An der Seitenwand ein Epitaph derer von Beck.Die Erwerbung der wertvollen Stieffell-Orgel ist das Verdienst des Pfarrers(1952-1972)Franz Sales Kirn, der Pfarrkirche St.Johann Baptist zu Schwerzen.

Ebenfalls im Teilort Schwerzen das schön renovierte und beachtliche Renaissance Schloss Willmendingen, erbaut 1609 durch Johann Jakob von Beck, Landvogt im Klettgau, Kaiserlicher Notar,Landschreiber von Vaduz.Leider erfolgte in den letzten Jahren der Abbruch der ehemaligen Trotte und Stallungen.Bereits in früherer Zeit wurden die Umfassungsmauer und die Schloßkapelle entfernt. Das Sandstein-Wappen des Eingangsportals befindet sich heute in der Kunstakademie in Karlsruhe.

Im Hauptort Wutöschingen steht mitten im Ortskern die katholische Kirche St. Magdalena, die 1953 fertig gestellt wurde. Im Ortsteil Ofteringen gibt es das Benediktinerinnen-Kloster Marienburg. In Degernau befindet sich auf dem Berg die Maria - Himmelfahrtskirche.


Literatur

 Commons: Wutöschingen – Bilder, Videos und Audiodateien