Heim

Diskussion:Streuobstwiese

Inhaltsverzeichnis

Definition

Streuobstbau: "Hochstamm-Obstbau ohne Einsatz synthetischer Behandlungsmittel" Charakteristisch sind Mischung von Obstarten und Obstsorten, bei älteren Beständen gemischte Altersstruktur (Polykultur - im Gegensatz zur Monokultur von Obstplantagen)

Dass Streuobstwiesen so heißen, weil die Obstbäume verstreut stehen, würde ich nicht in einer Enzyklopädie schreiben. Das ist m.W. nicht geklärt; z.B. gibt es Streunutzung und Streuwiesen. Streuwiesen wurden zum Herstellen von Einstreu (Stroh) verwendet und nur spät im Jahr gemäht, dass sich verholzende Pflanzen als Streu für das Vieh eigneten (in der Regel ertragsschwache Böden). Die Streu-Obstwiese wäre dann eine Streuwiese mit Obstbäumen. Klingt irgendwie logischer, oder? Weidewirtschaft ist nämlich etwas problematisch bei Obst.Brummfuss 00:45, 31. Mär 2004 (CEST)
Ach ja: Diese Definition ist plötzlich wieder reingenommen worden. Der Einsatz von Insektziden ist kein Kriterium dafür, auch wenn es sich der NABU oder Herr Rösler wünscht. Also bitte weglassen... --Brutus Brummfuß 16:33, 27. Okt 2004 (CEST)

Die Herleitung der Streuobstwiese von der Streuwiese ist definitiv fachlicher Unfug! Streuwiesen sind vernässte Wiesen und Moore, die sich nicht für Futterzwecke nutzen lassen, da die Futterqualität zu gering ist. Sie werden nur einmal im Jahr im Spätsommer/Herbst, abhängig von der Befahrbarkeit, gemäht. Der typische Unterwuchs in Streuobstwiesen entsteht nur bei zweimaliger Mahd/Nutzung. Die Bevölkerung der vergangenen Jahrhunderte hätte sich gar nicht leisten können, auf diese Futterquelle für ihr Vieh zu verzichten.

Verbreitung

In D 300.000 - 500.000 ha mit Schwerpunkt Süd- und Mitteldeutschland, z.T. dominant land-schaftsprägend - zum Vergleich: Ca. 60.000 ha Plantagenobstbau. Großflächige Bestände auch in manchen Regionen von Frankreich, Luxemburg, Belgien, Spani-en, Österreich, Schweiz, Slowenien, Tschechien.

Da war wohl ein Nullendreher im Spiel.Brummfuss 00:45, 31. Mär 2004 (CEST)

Ökologie

Herausragende Artenvielfalt für alle Ökosysteme Mitteleuropas mit über 5.000 Tier- und Pflan-zenarten ohne Pilze/Flechten/Moose (ornithologische z.B. die Leitarten Steinkauz, Wendehals, Rotkopfwürger, Grünspecht, Halsbandschnäpper). Herausragende Sortenvielfalt mit ca. 3.000 Obstsorten allein in Deutschland. Daher höchste Bedeutung für Erhaltung der Biodiversität in Mitteleuropa. Ökologisch vergleichbar mit hochstämmigen Oliven-, Kork- und Steineichenbe-ständen Südeuropas.

Wäre interessant zu erfahren: Ähnlichkeit Eiche-Obstbaum... bieten unterschiedlichen Arten Habitat. Stellen andere Ansprüche. Wo ist die Ähnlichkeit? (Grünspecht und Steinkauz sind auch Leitarten für andere Biotope).Brummfuss 00:45, 31. Mär 2004 (CEST)
Vielleicht durch den sich ergebenden Charakter (nicht der Artenzusammensetzung): lockerer Baumbestand zur Nutzung der Früchte (nicht des Holzes) über einer Weide - ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gras darunter früher nicht durch eingetriebenes Vieh "veredelt" wurde. Gruß, Interzeptionsverlust 21:17, 2. Apr 2004 (CEST)
Pardon, aber Oliven-, Kork- und Steineichenbeständen Südeuropas, das ist doch was ganz anderes (behaupte ich jetzt mal). Die Ähnlichkeit ist doch wohl eher optisch. Weideweirtschaft wird in Korkeichenbeständen nur im Winter betrieben, wahrscheinlich auch in me'schen Streuobstwiesen im sommer,; ob in Olivenhainen weiß ich nicht, glaube ich nicht, wg. Standort. Heißt aber nicht, dass der Name sich nicht von streu ableitet. Jedenfalls ist eine ursprüngliche weidenutzung von streuobstwiesen (nicht: -weiden) nicht zwingend und streunutzung auch nicht unlogisch. man weiß es nicht, daher sollte man das auch nicht schreiben. GrußBrummfuss 21:35, 3. Apr 2004 (CEST)
Als Kompromiß Eurer interessanten Diskussion habe ich jetzt den Eingangsartikel umformuliert (Übrigens, lieber Brummfuss, wenn Du Deine Beiträge auf den Diskussionsseiten mit der vierfachen Tilde unterschreibst (Taste Alt Gr gedrückt halten und viermal auf die Plustaste drücken), erscheint Deine Unterschrift automatisch und ich könnte so direkt auf Deine Benutzerseite gelangen und Dir dort schreiben - und mich dort auch für die interessanten Ergänzungen hier auf der Diskussionsseite bedanken.) BS Thurner Hof 23:05, 3. Apr 2004 (CEST)

Nutzung

Traditionell zwei- bis dreimalige Mahd oder extensive Beweidung, häufig in Kombination mit Mahd. Nachpflanzungen von Hochstamm-Obstbäumen (mind. 180 - 200 cm Stammhöhe). Anteil von 10% - 15% unter 10jährigen Bäumen zur Bestandserhaltung erforderlich. Baumschnitt ins-besondere in den ersten 10 Jahren von großer Bedeutung für Ertrag der Bäume. In Deutschland existieren in Südbrandenburg, Sachsen-Anhalt, Franken und Südbaden auch Streuobstäcker (bundesweit unter 5%).

Streuobstäcker klingt interessant. Erfahren wir mehr dazu? 3-malige Mahd im Jahr ist übrigens recht intensiv.Brummfuss 00:45, 31. Mär 2004 (CEST)

Ökonomie

Erträge im Streuobstbau Mitteleuropas so groß, daß jährliche Apfelpreise in der gesamten EU von schwankender Streuobstapfelernte ("Alternanz") abhängen.

Gefährdungen

- Direkt durch Ausweisung von Baugebieten. - Agrarpolitik: Förderung des Plantagenobstbaus, auch des sogenannten "Integrierten Obstbaus", der mit Begriffen wie "umweltschonend" beworben wird, obwohl in den Monokulturen der Plantagenobstbetreiber durchschnittlich über 20 Einsätze synthetischer Pestizide üblich sind. Ei-nige 1257/99- Programme deutscher Bundesländer fördern den Integrierten Obstbau. NABU-Position: Umweltpolitische Mogelpackung. - EU-Vorschriften für Qualitätsnormen. Kriterien "Größe", "Form" und "Farbe" dienen nur dem Handel und fördern nivellierten Plantagenobstbau, erschweren die Vermarktung von Streuobst als Tafelobst. - Verbraucher haben -gefördert durch Werbung- Interesse an "makellosem" Obst, Südfrüchten und alle Obstarten zu allen Jahreszeiten - Volkswirtschaftlich zu billige Energie-/Transportkosten


Aufpreisvermarktung - NABU-Qualitätszeichen

Seit 1987 in D "Aufpreisvermarktung" von Streuobstgetränken. 2002 an ca. 100 Orten/Regionen, meist initiiert durch Naturschutzgruppen (oft NABU) realisiert: 15 - 20 Euro/dz Streuobst als Auszahlungspreis an die Bewirtschafter. Bedingungen: Getrennte Erfassung, Benennung der Flurstücke, kein Einsatz synthetischer Pestizide und stickstoffhaltiger Mineraldünger, nur von Hochstamm-Obstbäumen. Keltereien zahlen für sonstiges Obst seit Jahrzehnten durchschnittlich rund 7 - 10 Euro/dz. NABU vergibt seit 1988 Qualitätszeichen für Streuobstprodukte und ist fe-derführend bei der Unterstützung der Streuobst-Aufpreisvermarktung tätig. Bundesweit 2002 ca. 10 - 15 Mio Euro Umsatz mit Getränken aus Streuobst-Aufpreisver-marktung.


NABU-Serviceleistungen zum Thema Streuobst - Streuobst-Rundbrief - Streuobst-Materialversand - Streuobst-Terminkalender - Länderkoordinatoren / Fachleute für Anfragen - Regelmäßige Tagungen - Info- und Positionspapiere - Streuobst-Qualitätszeichen

80.133.125.45 19:49, 4. Mär 2004 (CET)

Noch ein Bild

Ich wollte gerade noch dies Bild einbauen und habe im letzten Moment gesehen, dass da eigentlich die "Wiese" fehlt. Also löschen lassen? --Lienhard Schulz 23:03, 6. Aug 2004 (CEST)

Review

Dies ist eine Kopie einer alten Diskussion:

Tscha, die Fachleute sind noch ausgeblieben (...das mit der Beobachtungsliste funzt auch nicht wirklich gut). Falls die Seite hier ins Archiv verschwindet, einfach noch mal reinstellen. Ich denke, der Artikel hat Potenzial. Was mir besonders gut gefältt, ist dass die Sorten endlich mal aufgezählt werden; das fehlt sonst in fast jeder Beschreibung dazu! Was mir nicht so gut gefällt, ist die Struktur des Artikels. Da steht hier und da ein bißchen zu den Themen Ökologie, Gefährdung unter anderen Überschriften. Merkmale gehören nach oben, die ersten drei Kapitel (Geschichte, wirtschaftlich-soziale Bedeutung... etc.) kann man gut zusammenfassen, um Ökologischen Wert anzuschliessen (jetzt noch weiter unten stehen Pflanzen- und Tierwelt). Abschließend Gefährdungsursachen und Schutzmöglichkeiten -dann wird's runder. Brummfuss 20:26, 11. Sep 2004 (CEST)

Diskussion aus dem Review

Dies ist eine Kopie einer alten Diskussion:

Eingetragen auf der Review-Hauptseite von BS Thurner Hof (nachgetragen von southpark 14:05, 6. Aug 2004 (CEST))

Wo bleiben die Fachleute mit ihren Kommentaren????
Vielleicht liegt es an meiner Müdigkeit: der Beitrag ist gut, so richtig gut aber auch nicht ... schwer zu sagen ... nichts, was mich so richtig vom Hocker reißt oder zum wow oder Aha (des Laien) führt (Bei "Hecke", und teils auch bei "Totholz" hatte ich als Laie tatsächlich so ein wow-Erlebnis im Sinne von: interessant und Wahnsinn, was es dazu alles zu sagen gibt ...). Vielleicht fehlt es an einem konsequenten roten Faden, manches wirkt zusammengestoppelt. In der Einleitung und dann wieder im dritten Abschnitt wird der Gegensatz zum "Plantagenanbau" angesprochen - der Gegensatz wird aber nicht erklärt und damit sagen die Sätze wenig aus. Es heißt zwar in der Einleitung: "...im Gegensatz zum Plantagenanbau haben die Streuobstbäume ein unterschiedliches Lebensalter ..", aber das kann ja kaum der wesentliche Unterschied zwischen beiden Anbauformen sein (oder doch?). --Lienhard Schulz 23:29, 21. Aug 2004 (CEST)


Schlechtsieht der Artikel nicht aus. ZU Ende hin sind es aber zu viele Listen, da sollte man zumindestens einen Teil in Text umwandeln. -- Dishayloo [ +] 19:57, 11. Sep 2004 (CEST)

Tscha, die Fachleute sind noch ausgeblieben (...das mit der Beobachtungsliste funzt auch nicht wirklich gut). Falls die Seite hier ins Archiv verschwindet, einfach noch mal reinstellen. Ich denke, der Artikel hat Potenzial. Was mir besonders gut gefällt, ist dass die Sorten endlich mal aufgezählt werden; das fehlt sonst in fast jeder Beschreibung dazu! Was mir nicht so gut gefällt, ist die Struktur des Artikels. Da steht hier und da ein bißchen zu den Themen Ökologie, Gefährdung unter anderen Überschriften. Merkmale gehören nach oben, die ersten drei Kapitel (Geschichte, wirtschaftlich-soziale Bedeutung... etc.) kann man gut zusammenfassen, um Ökologischen Wert anzuschliessen (jetzt noch weiter unten stehen Pflanzen- und Tierwelt). Abschließend Gefährdungsursachen und Schutzmöglichkeiten -dann wird's runder. Brummfuss 20:24, 11. Sep 2004 (CEST)

Wie schon auf der Diskussionsseite des Artikels bemerkt, fehlt es mir so ein bischen an Ideen (und Literatur), wie man das ganze noch aufdoktern könnte. Die Umstrukturierungsvorschläge von Brummfuss finde ich nachdenkenswert, vielleicht entsteht dann der von Lienhard Schulz angemahnte rote Faden.....BS Thurner Hof 21:30, 11. Sep 2004 (CEST)


Stroh?

Die Verwendung der Wiesen zur Herstellung von Einstreu (Stroh). Da es sich bei Streuobstwiesen in aller Regel um ertragsschwache Böden handelt, wäre damit durch den gleichzeitigen Anbau von Obst und der Nutzung der Fläche zur Streugewinnung die Bewirtschaftung optimiert worden. ist das belegt ... Stroh-Produktion unter den Bäumen ? ... Ansonsten schöner Artikel und die Listenartigen Aufzählungen sollten keineswegs zwanghaft in Fließtext verwandelt werden ... Hafenbar 21:47, 7. Okt 2004 (CEST)

Achso: Bild:Schild_Streuobstwiese.JPG halte ich bei allem Respekt für etwas daneben, sieht nach "militärisches Sperrgebiet" aus ... Hafenbar 21:51, 7. Okt 2004 (CEST)

Frage eines Laien

Was sind niederstämmige Kultursorten (1. Absatz)? --[[Benutzer:Captain Blood|CaptainBild:SigCaptnBlood2.gifBlood ]] 00:41, 17. Okt 2004 (CEST)

Habe versucht es zu erklären: Hochstamm. --Brutus Brummfuß 12:56, 17. Okt 2004 (CEST)

Aus den Wikipedia:Kandidaten für exzellente Artikel:

Streuobstwiese, 7. Oktober

aus dem Review

Bild:65930.jpeg hat keine ausreichenden Lizenzinformationen. --zeno 12:47, 13. Okt 2004 (CEST)

Unterscheidung, Ökologie

Der Unterschied ist laut Text die Verwendung von niederstämmigen oder hochstämmigen Sorten. Das mag zwar zutreffen, aber warum packt man nicht die seltenen alten Apfelsorten auf einen niederstämmigen Baum und macht damit das Ernten leichter? Auch scheint mir der Artenreichtum weniger auf die hochstämmigen Obstbäume zurückzuführen sein, sondern eher auf die Nährstoffarmut des Bodens (Magerrasen) und die Blüten der Obstbäume. Ich halte es für wahrscheinlich, dass die für eine Massenproduktion notwendige Dauerdünger und Chemiekeule das eigentliche Problem ist. Wenn ich richtig gelesen habe, dann gibt es Versuch neue ertragreiche Sorten für die extensive Obstwirtschaft zu ziehen. Streuobstwiesen waren ja einmal Stand der Technik und sie sollten nicht als Relikte einer guten Vergangenheit unter Naturschutz gestellt werden, sondern unserer heutigen Zeit angepasst werden. Bei möglicht weitgehendem Erhalt ihrer ökologischen Bedeutung. --Zahnstein 20:15, 6. Nov 2004 (CET)

  1. Die Unterscheidung müsste vielleicht noch deutlicher formuliert werden. Die alten Sorten werden halt nicht im Plantagenanbau auf schwachwüchsige Unterlagen gepfropft, weil die Früchte der alten Sorten nicht mehr in das genormte Schema industrieller Nahrungserzeugung und -vermarktung passen, Verbraucher-, Verarbeiteransprüche.--Brutus Brummfuß 15:06, 7. Nov 2004 (CET)
  2. Habe ich eigentlich versucht, den kulturellen Verlust (und die Schizophrenie der Politik und Gesellschaft: Erst Streuobstvernichtung, heute strenge Gesetze und Aufwand zum Erhalt etc., dass muss man den Gegner von Naturschutz immer vor Augen halten!) deutlicher zu machen, um nicht zu sehr in die Öko-Ecke zu kommen. Deswegen stehen sie aber nur in zweiter Linie unter Schutz. Die einzig wirksame Strategie zum Erhalt ist eben in Vermarktungsnischen zu suchen, solange die Leute vorwiegend in Supermärkten einkaufen und sich die Agrarpolitik nicht radikal wandelt und "öko"-Landbau nicht massiv ausgeweitet wird. Da das nicht zu erwarten ist, bleiben halt nur ökonomische Nischen zum Erhalt, aber der Abschnitt ist ja auch nur rudimentär im Artikel. Natürlich ist die chemische Keule das Problem. Aber Streuobstwiesen sind zu erst durch den Flächenrückgang bedroht, in zweiter Linie durch Verlust der Biotopqualität der verbleibenden Flächen. Das muss wohl noch deutlicher gesagt werden. Fühl dich frei, das weiter zu sortieren und auszubauen. --Brutus Brummfuß 15:06, 7. Nov 2004 (CET)
  3. Der Artenreichtum ist auch auf Hochstämme zurückzuführen (höhlenreiche Altbäume,nicht unbedingt auf die Sortenvielfalt) und die fast zwangsläufige extensive Anwendung (masch. Ausbringung ->fehlanzeige bei Streuobst) von Pflanzenschutzmitteln. Obstwiesen gibt es nicht auf extremen Magerrasenstandorten -> dort würden überhaupt keine Bäume wachsen können. Sie haben sich hauptsächlich auf schlechten Standorten halten können, weil diese nicht unter den Pflug genommen wurden. Die Wildformen stellen hohe Ansprüche an Klima und Boden. Aber in der Tat ist die Wiese unter dem Streuobst auch ein wichtiger Faktor für die Artenvielfalt, weil intensive Grünlandnutzung dort ebenso schwierig ist - und wegen der Struktur: halboffenes Kulturbiotop, das natürlicherseits in heutiger Zeit nicht mehr neu entstehen kann (s. Megaherbivoren, fehlende Prozessflächen). --Brutus Brummfuß 15:06, 7. Nov 2004 (CET)

mal ganz grundsätzlich

ich finde den artikel mit all seinen fakten total interessant, ... aber habe so meine probleme, ihn im kontext dessen, was enzyklopädie meint, betrachten zu können. da besteht die kunst doch darin, ein thema abstrahiert zu beschreiben und mittels prägnanten definitionen auf den punkt zu bringen. hier werden m.E. zu viele 'fäszer' geöffnet, wo man sich dann in einer aneinanderreihung an details verliert, die weniger die streuobstwiese betreffen, als ihren mikrokosmos. da ist man dann plötzlich in der spinnen-fachabteilung, bei den ornithologen etc. ...(das find ich hier viel zu speziell. will sagen: beispiele sind beispiele, weil sie beispiele sind.) ... nun will ich hier nicht klugscheiszen, aber ich halte es für gefährlich, wenn man jetzt zwischen den zeilen weiter ausufernd rumdoktert. herr Brummfuß sollte das wesentliche dieses textes verinnerlichen ... und dann unbefangen das ding NEU schreiben. Heicon 01:01, 12. Nov 2004 (CET)

Die Streuobstwiese wird hier aus der Sicht des Naturschutzes geschildert und da ist sie nur als Gesamtveranstaltung interesant. Alleine die Obstbäume machen es nicht. --Zahnstein 01:49, 12. Nov 2004 (CET)
Die vielen Details sind nur eine sehr starke Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen von Veröffentlichungen zum Thema. Es gibt leider wenig ausführliche Grundlagenartikel, auf die man verweisen könnte (z.B. den Zusammenhang Politik und Gesellschaft, ohne den man wohl kaum die Problematik der sich "blitzschnell" ändernden Landschaft erfasst!), von daher werden sie wohl drin bleiben müssen. Zahnstein hat recht; scheint mir so, als hätte Heicon den Artikel nicht verstanden. Nehme ich als Hinweis. Im Übrigen sind wir hier ein wiki, und jeder darf dann rum schreiben. --Brutus Brummfuß 13:38, 12. Nov 2004 (CET)
ich versuch's mal anders, um hier nicht miszverstanden zu werden. die streuobstwiese ist nur ein aspekt des naturschutz', wie naturschutz nur ein aspekt der streuobstwiese ist (wenngleich natürlich ein wesentlicher). gleiches gilt für den bezug zu 'landschaft'. mir (persönlich) miszfällt, wenn man hier unter dem 'vorwand' der streuobstwiese begriffe wie 'naturschutz' und 'landschaft' und (zitat:) "Zusammenhang Politik und Gesellschaft, ohne den man wohl kaum die Problematik der sich 'blitzschnell' ändernden Landschaft erfasst' ... gleich mit zu klären versucht. das ufert aus und macht sich schon an den überschriften bemerkbar, wo dann unter 'Auswirkungen des Rückgangs' zunächst lediglich der Rotkopfwürger erwähnt wird und dazu verleitet, mal eben noch 'ne lange litanei an allerhand lebewesen aufzuzählen, die ja zweifellos noch fehlen. 'wiki' hin, 'wiki' her, ich finde das schade, weil der ansatz des artikels und dessen fakten ja nicht schlecht sind. ich bin davon überzeugt, dasz man einzelne unterpunkte durchaus zusammen und zusammengerafft darstellen könnte. (in eine enzyklopädie gehört doch nicht die Dr.-arbeit, sondern maximal dessen Zusammenfassung.) --Heicon 15:34, 12. Nov 2004 (CET)
1. Der Artikel is ja auch noch nich fär-tich!
2. "Vorwand", wofür, für was? Die Aussage ist jetzt echt ein bißchen daneben. Was willst du sagen?
3. Aspekte der Streuobstwiese: Wenn du nicht willens bist, den Artikel zu verstehen, dann kann ich dir nicht helfen. Konstruktive Mitarbeit ist erwünscht.--Brutus Brummfuß 17:17, 12. Nov 2004 (CET)
liiiieeeeber Brummfuss, ... der artikel ist bei leibe nicht so schlecht, dasz ich mich nun deswegen zanken wöllte. ich find ihn ja in gewiszer weise sogar gut! offensichtlich kannst Du mir tatsächlich nicht helfen, weil ich einfach ein grundsätzliches problem mit der ART (nicht mit dem verstehen) solcher artikel habe. (das sehe ich bei Totholz ähnlich.) die vielen unterpunkte sind die offenen türen und tore, die einen artikel zur dauerbaustelle machen könnten, weil jedem (wenn er nur genau nachdenkt) noch hier und da was zu einfallen könnte. ... aber an stelle der reduktion wächst es ins unermessliche und öffnet immer neue 'fäszer'. ... die von Dir geforderte 'konstruktive mitarbeit' hiesze für mich 'kürzung' ... und das will ICH mir (zumal als blutiger anfänger) nicht anmaszen. ... bitte verdamme mich nicht ! --Heicon 23:25, 12. Nov 2004 (CET) ps: ich werde weiterhin ein interessierter leser Deiner artikel bleiben.
Dein Lob ist angekommen, deine Hinweise auch. Der Artikel ist in Passagen zu lang. An das Kürzen können wir uns machen, wenn er halbwegs vollständig ist. Momentan befindet er sich noch im Brainstorming. Manchmal sind Themen halt Umfangreicher, als der eine oder die andere es sich vorstellen kann. Wie gesagt: Isnochnichfertich. Ich hab ihn nicht ins Review gestellt, sondern erst einigermaßen aufgemöbelt. Hab mehrere Baustellen. ABER WAS MEINST MIT DER "ART"? --Brutus Brummfuß 01:59, 13. Nov 2004 (CET)
hab grad mal bei wikipedia unter art geschaut ... und dort gefällt es mir am besten als die abkürzung für allgemeine relativitätstheorie. das trifft's doch mit meiner kritik, oder ? will sagen: die bewertung von art und weise eines artikels ... ist relativ, ... kommt auf den standpunkt des betrachters an und den hab ich schon ganz oben versucht zu erläutern, ... aber ich freu mich, dasz Du darüber hinaus auch mein lob verstanden hast. ... bis später --Heicon 14:54, 13. Nov 2004 (CET)
Meine Beobachtungsliste funzt nicht. Ich habe momentan nur wenig Zeit. Und auch nicht die rechte Lust, weil ich mir im Review auch stärkere Beteiligung gewünscht hätte und der Artikel hier seit Ewigkeiten halbfertig rumdümpelt (und ich die WP gerne als Hobby und nicht als Arbeit hätte). Du kannst am Artikel gerne rumändern - Ab und zu schau ich hier noch vorbei. Auch als "Anfänger" (bist du dann ja wohl doch nicht, bin grad auf Ruderalflur gestoßen. Wenn du Kapazitäten frei hast, schau mal bei Waldgesellschaften Mitteleuropas vorbei, noch so ein Sorgenkind). --Brutus Brummfuß 13:23, 23. Nov 2004 (CET)

Fachliches

Gelacht habe ich beim Abschnitt:
Ökonomie
Die wirtschaftliche Grundlage von Streuobstwiesen liegt bei traditionellen Gaststätten mit Apfelweinausschank. ...
Ein weiteres Standbein ist die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein.
Sorry, dies ist für die allermeisten Streuobstwiesen NICHT die ökonomische Grundlage.
Und noch ein Satz zur Diskussion oben: STROH wird aus den trockenen Getreidehalmen. Auf der Streuobstwiese wächst aber GRAS. Und wenn das trocken ist, nenn man es HEU. Wird wohl Zeit, dass auch diese einfachen Begriffe erklärt werden...
Nix für ungut, Dipl.Ing.agr. --Thomas Rabold 17:52, 4. Feb 2005 (CET)
Stroh? wo steht das? Mit den Obstsorten kenn ich mich nicht aus, das ist nicht von mir. Und wo steht das mit der Ökonomischen Grundlage? --Kollege Brutus Brummfuß 19:21, 4. Feb 2005 (CET) landwirtschaftlicher Gehilfe (Milchvieh, Grünland und Futterbau) und Dipl.-Ing (FH) für Landespflege ;-)

Jahr 2000 etwa 210.000 Liter Streuobst-Apfelsaft erzeugt. , die im wesentlichen als Naturtrüb oder klarer Apfelsaft in den Handel kam. --Zahnstein 18:45, 4. Feb 2005 (CET)

  1. weil sie geschützt sind, also nicht gerodet werden DÜRFEN. (Steinkauz etc.)
  2. weil es Fördermittel der Bundesländer dafür gibt.
  3. weil mancher Landwirt noch an seinem 'Obstgarten' hängt.
  4. aus den Äpfeln "seinen" Apfelsaft pressen lässt.
  5. und ihm der Windschutz fürs Dorf wichtig ist, etc.

Die ersten Bilder sind ok, ich stelle in den nächsten Tagen noch Winterbilder zur Verfügung. Die internen Links zu Apfelsorten, Birnensorten etc. habe ich wieder eingefügt. Wahrscheinlich versehentlich entfernt. Insgesamt erscheint mir der Artikel noch nicht richtig rund. Irgendwie alles so zusammengestoppelt. Sorry - ist mein subjektiver Eindruck. Liegt vielleicht auch an der unterschiedlichen Bedeutung, die der Begriff in verschiedenen Gegenden hat. Während es in Brandenburg und v.a. Mecklenburg kaum noch Streuobstwiesen gab, und diese erst wieder neu erfunden werden ('Schild am Maschendrahtzaun')- gibt es in Thüringen und Sachsen erhaltenswerte Beständer rings um jedes Dorf (die trotzdem zusehends abnehmen). Und in Baden-Würtemberg ist in vielen Gebieten die Streuobstwiese landschaftsprägend. Fast sämtliche Viehweiden sind dort Streuobstwiesen. Kaum erwähnt wurde auch das - thematisch benachbarte - Straßenobst. Während im Westen bereits fast alle Straßenbäume gerodet waren, wurden im Osten noch kilometerweise Kirschen, Pflaumen, Birnen und Äpfel gepflückt. Durch die inzwischen recht umfangreiche Darstellung von Flora und Fauna etc. geht die eigentliche Begriffserklärung, Historie und Bedeutung etwas unter, oder ? --Thomas Rabold 11:24, 8. Feb 2005 (CET)


P.S. Vielleicht kann man doch etwas von www.Streuobstwiese.de lernen. Dort hat der NABU eine nicht soo naturschutzlastige Definition geliefert. z.B. die Ober- und Unternutzung fand ich gut. Flächenangaben wären auch prima, vielleicht sogar nach Bundesländern. Und in vielen Punkten stimme ich mit Benutzer:Heicon überein: z.B. bei den Vögeln genügt doch wohl Specht, da müssen nicht alle Unterarten erwähnt sein. Und bei den Insekten fehlt mir (als Imker) die Honigbiene als wichtigster Bestäuber der Obstbäume. Im Gegensatz finde das Thema 'Spinnen' stark übertrieben. Das ist viel zu wissenschaftlich. Da kann auch kaum einer etwas mit anfangen. Die Erwähnung von kleiner Kreuzspinne und Laubkugelspinne, sowie ein Bild von der Gartenkreuzspinne wäre doch genug. Zuviel Latein bringt auch nichts:

'Die Streckerspinne Tetragnatha obstusa und Anyphaena accentuata, Misumena vatia, Xysticus ulmi, Philodromus aureolus, Enoplognatha ovata und die Kürbisspinne (Araniella cucurbitina (Clerk 1775)) finden mehr oder weniger hauptsächlich in Streuobstwiesen einen idealen Lebensraum.'
Die Biene fehlt, klarer Fall. Spinnen werden zunehmend bedeutend als Bioindikatoren, da ist die Wikipedia jetzt im Trend und topaktuell! :) Die Ökologische Stellung der Spinnen wird ja in den meisten populärwissenschaftlichen Beschreibungen einfach ignoriert. Ohne die Spinnen gäb es wohl kein Streuobst - polemisch. Es geht aber nur auf Latein, weil die keine deutschen Namen haben. Ich guck mir das später (WE) mal an. Aber ansonsten, kann man wohl die Listen zusammenfassen, dann sieht es besser aus. --Brutus Brummfuß 13:25, 8. Feb 2005 (CET)

--Thomas Rabold 17:02, 10. Feb 2005 (CET)

10. Februar 2005

Habe inzwischen viele Abschnitte überarbeitet. Insbesondere mit dem Ziel der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit. Säugetiere und Spinnen zu Listen umgeformt und ergänzt etc. Doppelte Sätze entfernt. Noch nicht zufrieden bin ich mit:

und zum Schutz:

--Thomas Rabold 17:02, 10. Feb 2005 (CET)

Krautschicht - hallo Fachleute

Hallo Fachleute, da ich gerade in einem neuen Beitrag die "Krautschicht" erwähne, stelle ich bei der Linksuche fest, dass der Begriff in zahlreichen Wiki-Artikeln vorkommt - Ihr habt hier sogar einen Abschnitt "Krautschicht". Ich bin leider kein Fachmann - vielleicht kann ja mal jemand einen Beitrag dazu anlegen; lohnen würde es sich vermutlich. Gruß --Lienhard Schulz 21:24, 16. Feb 2005 (CET)

Streuobstwiese, 28. Januar

Review hatte er schon vor ewigen Zeiten und jetzt ist er Kandidat.

Guter Tipp, da muss ich mal nachgucken. Letztlich wird sich das aber nicht klären lassen, Kulturfolger oder Kulturpflanze, da bleiben wohl immer Zweifel - Sollte ich die Autoren auf Glubwürdigkeit überprüfen - puh!. Prunus spinosa ist nämlich auch ein Pioniergehölz auf Ackebrachen, also ganz aus der Luft gegriffen ist dein Einwand nicht. --Brutus Brummfuß 23:37, 4. Feb 2005 (CET) Keine Ahnung, wieso ich das geschrieben habe, ich hab bei zwei Koniferen der Streuobstwiese nachgeguckt, und siehe da: Schlampig recherchiert und falsch zitiert! Fehler beseitigt.--Brutus Brummfuß 23:56, 4. Feb 2005 (CET)
Häää? Versteh ich jetzt nicht. Kommt er nicht auf Streuobstwiesen vor? Im Artikel isser doch drin!
Wäre nett, wenn du das einfach berichtigen könntest.
Gelacht habe ich beim Abschnitt:
Ökonomie
Die wirtschaftliche Grundlage von Streuobstwiesen liegt bei traditionellen Gaststätten mit Apfelweinausschank. ...
Ein weiteres Standbein ist die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein.
Sorry, dies ist für die allermeisten Streuobstwiesen NICHT die ökonomische Grundlage.
;-D Entschärft
Nix für ungut, Dipl.Ing.agr. --Thomas Rabold 17:11, 4. Feb 2005 (CET)
Es bedankt sich Dipl.-Ing. Landespflege --Brutus Brummfuß 19:27, 4. Feb 2005 (CET)
Wow, klingt wichtig, Gruß vom Dipl. biol. Achim Raschka 01:24, 5. Feb 2005 (CET) (mmh, kurzer Titel, könnte ich meinen Facharbeiter Physiklaborant noch ergänzen :)

pro Allerdings könnten einige sinnlose Links wie gleich der allererste, wo das Wort "traditionell" auf der Artikel Tradition verlinkt wird, raus (u. es gibt einige mehr in der Art - "wissenschaftlich" auf Wissenschaft etc.) --a_conz 00:30, 18. Feb 2005 (CET)

"Gemeinschaftsflächen" in #Kulturhistorischer Abriss

"Auch Gemeinschaftsflächen wie Hofflächen mit Obstbäumen wurden angelegt und gemeinsam abgeerntet."

der sinn dieses satzen erschliesst sich mir nicht. mit sicherheit gibt es aber einen einschlägigen artikel zu dieser form der gemeinschaftlichen bewirtschaftung. --W!B: 06:29, 1. Mär 2006 (CET)

Honigbiene ?

Der Abschnitt Insekten beginnt mit einer Lobpreisung der Honigbiene. Auch wenn ich damit einigen Imkern auf die Füße trete, aber Honigbienen hab ich zum Zeitpunkt der Obstblüte nur seeeehr selten an meinen Bäumen gesehen. Stattdessen sind die Hummeln zwischen Sonnenauf- und untergang und bei fast jedem Wetter aktiv. Genau das passt auch zu den üblichen Verhaltensmustern dieser Arten. --RalfDA 17:16, 14. Jun 2006 (CEST)

Das könnte einfach daran liegen, dass es in der Nähe deiner Bäume keinen Bienenstand gibt (mittlerer Flugradius ca. 1,5 km). Dennoch spielt die Honigbiene eine entscheidende Rolle bei der Obstbaumbestäubung, da nur sie zu dieser frühen Zeit im Jahr in so großer Individuenzahl vorhanden ist. Weitere Bienenarten wie die Hummeln, aber auch die Rote Mauerbiene (Osmia rufa), ergänzen die Bestäubungsleistung bei ungünstigen Witterungsbedingungen oder eben fehlen der Honigbienen. Viele Grüße, Blablapapa 20:25, 13. Jul. 2007 (CEST)

Wieso sollte "Hochstamm-Obstbau ohne Einsatz synthetischer Behandlungsmittel" die KURZform für Streuobstbau sein? Das ist doch eher die LANGform?

unpassendes Bild ? " Weidende Schafe auf einer Streuobstwiese auf der Schwäbischen Alb"

Könnte ein Baum-Biologe dieses Bild analysieren? Nach meinem Eindruck handelt es sich bei diesem Baum um eine Weide (Salix), also nicht um einen Obstbaum. So schön und romantisch ich das Bild auch finde, es passt nach meiner Meinung nicht in diesen Artikel "Streuobstwiese".

Technisch passt das schon, da die Weide möglicherweise absichtlich als Futterplanze für Hummeln und Solitärbienen gepflanzt wurde. Ob das ein zum Artikel passendes Bild ist, könnte ein entsprechender Textabschnitt lösen. Gruß --RalfDA 10:51, 2. Nov. 2007 (CET)