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Josef Marty

Josef Marty (* um 1889 in Zürich; † 1960 in Jena) war ein Schweizer Jurist.

Marty studierte an der Universität Zürich Rechtswissenschaft und Altphilologie. Nach Abschluss seiner Studien arbeitete er als Lateinprofessor in Aachen. Hier entstand 1932 mit einer Einführung in die Lateinische Sprache seine erste Veröffentlichung.

1937 übernahm er den Lehrstuhl der Klassischen Philologie an der Universität zu Wien. Mit dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht im März 1938 folgte für Marty eine schwierige Zeit, sein Einfluss in den Kreisen der Intellektuellen und seine Beliebtheit in der gehobenen Klasse der Politik wurden ihm schliesslich zum Verhängnis und er wurde zur Zielscheibe der Nazis. Ihm blieb nichts anderes übrig als die Flucht zu ergreifen vor den Fängen der Nazis und so zog es ihn zurück in sein Heimatland: die Schweiz. Abt Ignaz Staub holte ihn alsdann als seinen Rechtssekretär an das Kloster Einsiedeln. In den Folgejahren unterrichte Marty an der Klosterschule Latein, Altgriechisch und Philosophie.

Während seiner Zeit in Wien arbeitete Marty eifrig an verschiedene Abhandlungen in den Bereichen Logik und Recht. Seine Werke veröffentlichte er später in der Schweiz beim renommierten Benziger Verlag. Unter anderem erschien von ihm 1942 die erste Ausgabe der berühmten „Modernen Logik“.

Im Herbst 1945 beschloss er mit einer Anzahl weiterer bekannter Professoren aus dem deutschsprachigen Raum, die vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges vor den Nazis geflohen sind, die kahle Universitätslandschaft des Nachkriegsdeutschlands wiederzubeleben. So übernahm er den Posten des Rechtsprofessors an der Universität Jena bis zu seinem Tode am 30. Juni 1960 ehrenamtlich.

Werke

Personendaten
Marty, Josef
Schweizer Jurist
um 1889
Zürich
nach 1960
Jena