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Wasser (Redewendung)

In dieser Liste sind die Redewendungen zum Thema Wasser aus der Liste deutscher Redewendungen ausgegliedert.

Inhaltsverzeichnis

Liste

Wie man sich bei jemand täuschen kann! Vormals in Schlesien soll es „Stilles Wasser, tiefer Loch“ geheißen haben.
Er ist in einer sehr misslichen Situation.
Verwandtschaft ist stärker als das trennende Meer.
Sehr große Angst haben
Völlig aufgelöst sein
Er hat großen Appetit; er freut sich sehr.
Er weint (übertragen: er leidet).
Vorwärts kommen
Das ist fehlgeschlagen.
Sie ist sehr gefühlsbetont und neigt schnell zum Weinen (auch „Heulsuse“ genannt).
Das kommt ihm sehr gelegen. Häufig unfreiwillige Hilfe an Dritte. Aus der Müllersprache, wo Mühlräder auf Wasser angewiesen waren.
Die Pläne einer Person durchkreuzen bzw. seine Chancen stark mindern; siehe vorstehend.
Ihm seine hochgestochenen Pläne durch gute Argumente zerreden.
Ich muss Deine Begeisterung dämpfen (die Freude verderben), die Wirklichkeit ist eher ernüchternd.
Er ist durchtrieben, schlau, unerschrocken. Wohl aus der Seemannsprache, wonach einer, der schon auf allen Weltmeeren gekreuzt hat, über sehr viel Mut, Kaltblütigkeit und Erfahrung verfügt.
Irgendwann ist alles zu Ende; irgendwann kommt alles heraus.
Er wurde ohne ausreichende Vorbereitung vor eine schwierige Aufgabe gestellt.
Das wird noch sehr lange dauern.
So ist der Lauf der Dinge.
Es kommt alles irgendwann zusammen.
Erwarte nicht, dass die Anderen es besser können.
Er hat nur das Allernötigste zum Leben.
Er ist ihm weit unterlegen, kann nicht mit ihm verglichen werden. Im Mittelalter, als noch mit den Fingern gegessen wurde, reichten Diener nach dem Essen tief verneigt den Gästen Wasser zum Händewaschen. War dies schon erniedrigend, wie tief stand erst einer im Ansehen, der nicht einmal mehr diese Aufgabe übernehmen durfte.
Er ist nicht gediegen; er ist unreell.
Man kann einem anderen Menschen einen guten Ratschlag geben, aber ihn nicht zwingen, ihn anzunehmen.
Er tut so, als ob er stets das Beste im Sinn hat, dabei hat er es meist faustdick hinter den Ohren.
Er sagt wie man sich zu einer bestimmten Sache zu verhalten hat, hält sich aber selber nicht dran.
Man soll vorsichtig mit seinen Argumenten sein, wenn man auf unsicherem Untergrund steht (nicht solide informiert ist).
Etwas Unmögliches möglich machen.
Er fühlt sich sehr gut.
Diese beiden verstehen sich überhaupt nicht.
Das ist überflüssig, unsinnig, vgl. "Eulen nach Athen tragen"[1]

Poesie

Erfreulich
Es ist gewiss was Schönes dran, am Element, dem nassen,
weil man das Wasser trinken kann! Man kann’s aber auch lassen! Heinz Erhardt

Literatur

Einzelnachweise

  1. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Band 27
  2. Dieser Ausspruch wird Kaiser Wilhelm II. zugeschrieben.
  3. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Band 27
  4. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Band 27
  5. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Band 27
  6. Bibel, Prediger 1:7
  7. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Band 27
  8. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Band 27
  9. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Band 27