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Thomas J. Richter

Thomas J. Richter (* 15. Juni 1955 in Ost-Berlin) lebt und arbeitet als Maler und Grafiker in Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Familie

Bereits der Großvater Gottfried Richter (1904–1968) war Maler und ebenso der Vater Gottfried Uwe Richter (1930-1977). Er wuchs in Auseinandersetzung mit der sogenannten Berliner Malerschule auf und entwickelte früh seinen eigenen Weg.
„Aufgewachsen in einer Künstlerfamilie, war Richter nicht nur mit den Gemälden des Großvaters Gottfried Richter vertraut. Auch Werke des mit dem Vater befreundeten Malers Ernst Schroeder und Bronzen von Gustav Seitz gehörten zum Täglichen. All das öffnete den Blick - auf Rousseau und Werner Heldt, de Chirico und Böcklin, auf Carrà, Ottone Rosai und Niko Pirosmanaschwili. Aus der damit angesprochenen Fülle kunsthistorischer Haltungen läßt sich kein eigenes Bild machen.
Richters Suche nach ‚seinem Bild’ zeigt eine kontinuierliche Entwicklung ohne Zäsuren und schroffe Richtungswechsel.“ (Jörg Makarinus in: Thomas J. Richter, Bilder, Berlin 1998, S. 8)

Lebenslauf

Geboren 1955 in Ost-Berlin, studierte Richter von 1976 bis 1978 Geschichte und Kunsterziehung an der Karl-Marx-Universität in Leipzig. Im Anschluss begann er ein Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule der Künste Berlin-Weißensee, das er 1983 abschloss. Seitdem lebt und arbeitet er als Maler und Grafiker in Berlin-Friedrichshagen. Wichtige Stationen seines Lebenslaufes sind: 1986/87 der Porträtauftrag des Magistrats von Berlin, 1987 die Beteiligung an der künstlerischen Gestaltung des U-Bahnhofs Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, 1988 der Ankauf eines Gemäldes durch die Staatliche Kunstsammlung Cottbus. 1988/89 entstand in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Martin Wilke die Monumentalskulptur „Schiff zur Rettung der Unschuld der Kunst", die eine Gesamthöhe von 5,70 m aufweist und als Dauerleihgabe dem Bezirksamt Pankow überlassen wurde und vor dem Amtsgebäude Fröbelstraße in Berlin ihren Platz fand.

1989 erfolgte der Ankauf eines Gemäldes durch die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin. Von 1989 bis 1991 war Richter Meisterschüler der Akademie der Künste bei Nuria Quevedo. 1997 vermittelte die Ernst-Schroeder-Gesellschaft die Schenkung eines Gemäldes an die Kunstsammlungen Neubrandenburg. Zu Richters Arbeit gehören Ausstellungen im In- und Ausland wie auch politisches Engagement in Form von Zeitungsartikeln, Podiumsbeiträgen und angewandter Arbeit, u.a. für die jährlich stattfindende Rosa-Luxemburg-Konferenz. Seit 2007 arbeitet der Maler und Grafiker zusätzlich als Künstlerischer Leiter der jW-Ladengalerie der Tageszeitung junge Welt. Mit seinem umfassenden erotischen Werk, zu dem Druckgrafik, Zeichnungen und Gemälde gehören, nimmt Richter eine auffällige Außenseiterposition im zeitgenössischen Kunstgeschehen ein.

Ausstellungen

Gemeinschaftsausstellungen (in Auswahl)

Einzelausstellungen (in Auswahl)

Schriften

Literatur

Personendaten
Richter, Thomas J.
deutscher Maler und Grafiker
15. Juni 1955
Ost-Berlin