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Burchard I. (Schwaben)

Burchard I. von Schwaben (* zwischen 855 und 860; † 5. November oder 23. November 911, hingerichtet) war Herzog von Schwaben (909-911), Markgraf in Rätien sowie Graf im Thurgau und der Baar.

Biografie

Burchard wird als Sohn des Grafen Adalbert II., des Erlauchten im Thurgau, Urenkel des Markgrafen Hunfried I. (825–905) und Judiths von Friaul (830–902), geboren. Aus der Ehe mit Liutgard von Sachsen gehen die Kinder Burchard II., (* um 885; † gefallen 29. April 926 vor Novara) und Udalrich von Schwaben (* 884 oder 885; † unbekannt) hervor. Burchard tritt um 909 die Nachfolge von Ruadulf aus dem Geschlecht der Welfen als Dux, Markgraf bzw. Comes) das Grenzgebiet der Region Rätien an. Burchard verwaltet zudem eine Grafschaft in der Baar.

Burchard ist um 900 der mächtigste Herrscher in Schwaben. In einem Tauschvertrag von 904 findet man Burchard auch als Vogt der schwäbischen Güter des Klosters Lorsch. Um seine Macht auszuweiten, beginnt er gegen Pfalzgraf Erchanger, einen treuen Untergebenen von Konrad I., und den Bischof Salomo III. von Konstanz, Abt des Klosters St. Gallen (→ Appenzell Ausserrhoden), zu intrigieren. Burchard wird gefangen genommen und vom schwäbischen Landtag des Hochverrats angeklagt, man befindet ihn für schuldig. Sein Sohn, Burchard II., und seine Frau Regilinde können zu ihrer Verwandtschaft nach Italien fliehen, verlieren aber den Besitz in Schwaben und Rätien. Burchard und sein Bruder Adalbert, der Graf von Thurgau, werden im Jahre 911 hingerichtet.


Personendaten
Burchard I.
Herzog Burchard I. von Schwaben
Herzog von Schwaben
zwischen 855 und 860
5. November oder 23. November 911