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Heinrich Buff

Johann Heinrich Buff (* 23. Mai 1805 in Rödelheim bei Frankfurt am Main; † 24. Dezember 1878 in Gießen) war ein deutscher Physiker und Chemiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Buff war der Sohn des niederländischen Hauptmanns Wilhelm Karl Ludwig Buff und dessen Ehefrau Elisabeth Charlotte Lamprecht. Charlotte Buff, verheiratete Kestner – Vorbild für die Figur Lotte in Goethes Die Leiden des jungen Werthers – war die Schwester seines Vaters. 1833 heiratete Buff Johanette Sophie Hofmann (1810-1848), mit der er sechs Kinder hatte. Als diese 1848 verstarb, ehelichte er noch in demselben Jahr Johanna Moldenhauer (1827/8-1906). Aus dieser zweiten Ehe gingen fünf weitere Kinder hervor.

Buff studierte Chemie an der Georgia Augusta in Göttingen und trat dann in das soeben gegründete Gießener Laboratorium ein. 1827 promovierte Buff bei Justus Liebig mit der Arbeit Über Inigsäure und Inigharz. Da er zunächst die Absicht hatte, eine praktische Laufbahn einzuschlagen, trat er zunächst in die sich im Besitz seiner Verwandten (s.o.) befindliche Kestnersche Fabrik zu Thann im Elsass ein. Bald jedoch zog es ihn wieder zur reinen Wissenschaft und er ging nach Paris. Dort setzte er bei Joseph Louis Gay-Lussac seine experimentellen Arbeiten fort, die von nun an eine andere Richtung annahmen. Seine Vorliebe galt fortan physikalisch-chemischen Grenzproblemen. Diese Studien führten – Buff war nach mehrjährigem Forschungsaufenthalt nach Gießen zurückgekehrt – 1830 zur Habilitation.

1834 nahm Buff einen Ruf als Dozent für Physik, Maschinenlehre und mechanische Technologie an die Höhere Gewerbeschule (Polytechnikum) in Kassel an und wirkte dort mit Robert Bunsen zusammen. Vier Jahre später erfolgte die (Rück-)Berufung als ordentlicher Professor für Physik an die Universität Gießen als Nachfolger des 1837 verstorbenen Georg Gottlieb Schmidt. Dort begann Buff zusammen mit Justus Liebig ab 1847 die Jahresberichte über die Fortschritte der Chemie herauszugeben. Gemeinsam mit seinen Kollegen Friedrich Zamminer und Hermann Kopp veröffentlichte Buff 1857 das Lehrbuch der physikalischen und theoretischen Chemie, das erstmals die Grenzgebiete zwischen Physik und Chemie als eigenständige Fächer auswies.

Im Alter von 73 Jahren starb Prof. Dr. Johann Heinrich Buff am 24. Dezember 1878 in Gießen. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Friedhof.

Werke

Literatur

PND: Datensatz zu Heinrich Buff bei der DNB
Keine Treffer im DNB-OPAC, 5. Juni 2008
Personendaten
Buff, Heinrich
Deutscher Physiker und Chemiker
23. Mai 1805
Rödelheim bei Frankfurt am Main
23. Dezember 1878
Gießen