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Office Central pour les Transports International par Chemin de Fer à Berne

Office Central pour les Transports International par Chemin de Fer à Berne (abgekürzt OCTI) war das Zentralamt für den internationalen Eisenbahnverkehr. Es wurde 1893 mit dem Inkrafttreten des ersten internationalen Übereinkommens über den Güterverkehr für den internationalen Schienenverkehr (IÜG bzw. „Berner Übereinkommen“) mit Sitz in Bern geschaffen. Es stand unter der Aufsicht der Schweiz, die nach den damaligen Gepflogenheiten die Verantwortung für die Betreuung des IÜG – später "CIM" genannt – übernommen hatte. Es behielt seinen Namen bis heute bei, obschon mit dem geltenden COTIF von 1980 die OTIF nach allen Regeln des heutigen Völkerrechts als eigenständige zwischenstaatliche Organisation entstanden war, deren Sekretariat das OCTI ist, das somit eine eher ungewöhnliche Bezeichnung trägt. Mit dem Inkrafttreten des COTIF 1999 wird der traditionsreiche Name aber definitiv verschwinden. Das Zentralamt wird durch den Generalsekretär als Organ der OTIF abgelöst werden.

Die Aufgaben des Zentralamtes ergeben sich aus Artikel 9 des geltenden COTIF 1980:

Das Zentralamt steht unter der Leitung des Generaldirektors, es umfasst gegenwärtig insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt auf 3 Fachbereiche und die Unterstützungsdienste einschließlich des Übersetzungsdienstes für heute drei Arbeitssprachen. Das Personal repräsentiert 8 Nationalitäten (Deutschland, Frankreich, Österreich, Tschechische Republik, Slowakische Republik, Dänemark, Schweiz, Vereinigtes Königreich).

Aufsichtsorgan über dem Zentralamt ist der Verwaltungsausschuss der OTIF.