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Karl Jarres

Karl Jarres (* 21. September 1874 in Remscheid; † 20. Oktober 1951 in Duisburg), war ein deutscher Politiker (DVP) in der Weimarer Republik.

Nach seinem mit Promotion abgeschlossenem Jurastudium in Bonn, wo er Mitglied der Burschenschaft Alemannia Bonn wurde, schlug er eine Verwaltungslaufbahn ein und war dann von 1910 bis 1914 Bürgermeister von Remscheid, ab 1911 Oberbürgermeister. Anschließend war er von 1914 bis 1933 Oberbürgermeister von Duisburg. Zusätzlich bekleidete er von 1923 bis 1924 das Amt des Reichsminister des Innern und des Vizekanzlers in den Kabinetten Stresemann II, Marx I und Marx II.

Bei der Reichspräsidentenwahl 1925 erhielt Jarres im ersten Wahlgang die meisten Stimmen (10'416'658 (38,8%), zog jedoch im zweiten Wahlgang seine Kandidatur zugunsten von Hindenburg zurück.

Als Oberbürgermeister der Stadt Duisburg bemühte er sich vergebens um die Eingemeindung der linksrheinischen Orte Homberg und Rheinhausen, die erst 1975 nach Duisburg eingemeindet wurden. Von ihm stammt auch eine Studie, die die Bildung einer Ruhrmündungsstadt vorschlug.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlor er alle politischen Ämter und betätigte sich in der Wirtschaft.

Personendaten
Jarres, Karl
deutscher Politiker (Deutsche Volkspartei) in der Weimarer Republik
21. September 1874
Remscheid
20. Oktober 1951
Duisburg