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Geminiden

Geminiden
Aktivitätszeitraum 7. - 17. Dezember
Aktivitätsmaximum 14. Dezember
Radiantenposition
des Maximums
RA: 7h 28m
DE: +33°
ZHR 120
Populationsindex 2,6
geozentrische Geschwindigkeit 35 km/s

Unter den jährlichen Meteorschauern nehmen die Geminiden, deren Radiant im Sternbild Zwillinge nahe bei den hellen Sternen Castor und Pollux liegt, in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahmestellung ein. Durch einen perspektivischen Effekt scheinen alle Sternschnuppen von einem Punkt am Himmel auszuströmen; diesen Punkt nennt man den Radianten, da er bei den Geminiden im Sternbild Zwillinge liegt, das auf lateinisch „Gemini“ heißt - daher der Name „Geminiden“.

Der Anstieg zum Maximum der Aktivität erfolgt recht langsam über mehrere Tage hinweg, der Abstieg dann aber ziemlich rasch. Da der Radiant Mitte Dezember der Sonne am Himmel gegenübersteht, ist er während der gesamten Nacht über dem Horizont zu finden. Die Höchststellung wird kurz nach Mitternacht erreicht. Deshalb lassen sich die Geminiden im Gegensatz zu anderen Meteoren sehr gut in den Abendstunden beobachten. Die Geminiden sind besonders eindrucksvoll, weil sie viele helle, typischerweise gelb-weiss leuchtende Meteore hervorbringen. Die hellsten Meteore erscheinen typischerweise erst nach dem Maximum, während davor die schwächeren Objekte dominieren. Innerhalb des Meteorstroms ist demnach eine Sortierung der Partikelgrößen erfolgt.

Als Verursacher der Geminiden, die nichts anderes sind als eine die Sonne umkreisende Staubwolke, gilt ein als Asteroid klassifizierter Himmelskörper namens Phaeton. Seine Bahn um die Sonne ähnelt abgesehen von der kurzen Umlaufszeit von lediglich 1,4 Jahren stark der eines Kometen. Es wurde verschiedentlich vermutet, dass Phaeton ein "erloschener" Komet ist, der seine flüchtigen Bestandteile (Gas und Staub) bereits vollständig verloren hat.

Geminiden 2008

Das Maximum der Geminiden wird 2008 in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember gegen Mitternacht erwartet, also genau dann, wenn das Sternbild Zwillinge kulminiert. Allerdings wird der fast volle Mond mit seinem hellen Licht die schwächeren Meteore überstrahlen. Dennoch lohnt sich die Einplanung einer Beobachtungsnacht, denn die Geminiden bringen viele helle Sternschnuppen hervor, die sich gegen das Mondlicht problemlos behaupten können.

Siehe auch

Komet, Ausgasen, Aquariden, Meteore, Meteoriten