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Corps Bavaria Würzburg

Das Corps Bavaria Würzburg ist ein Corps (Studentenverbindung) im Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV), dem ältesten Dachverband deutscher Studentenverbindungen. Das Corps ist pflichtschlagend und farbentragend. Es vereint Studenten und ehemalige Studenten der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie der Fachhochschule Würzburg. Die Corpsmitglieder werden "Würzburger Bayern" genannt.

Inhaltsverzeichnis

Couleur

Bavaria hat die Farben „dunkelblau-weiß-hellblau“ mit silberner Perkussion. Dazu wird eine dunkelblaue Tellermütze mit weiß-hellblauem Farbstreifen aus Seidenband getragen.

Die Bayernfüchse tragen ein Fuchsenband in "dunkelblau-weiß" und einen entsprechenden Farbstreifen an ihrer Mütze.

Der Wahlspruch lautet „Pro patria atque amicitia!“ (deutsch: "Für Vaterland und Freundschaft!"), der Wappenspruch „Semper superiores!“ (deutsch: "Immer die Überlegenen!").

Geschichte

Das Corps Bavaria wurde am 1. März 1815 von Studenten an der Universität Würzburg gegründet. Es ist seit dem 7. November 1860 Mitglied im Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV).

Während des Dritten Reiches bestand das Corps Bavaria nach seiner Auflösung am 15. Februar 1936 zeitweise im Untergrund weiter. So wurden 1943 bis 1944 illegal scharfe Partien gefochten und im Sommer 1944 mit anderen Corps der Versuch der Wiedererrichtung des am 28. August 1935 aufgelösten Kösener Senioren-Convents-Verband unternommen.

Aufgrund der Struktur seiner Verhältnisse zu anderen Corps wird das Corps Bavaria zum "Schwarzen Kreis" innerhalb des KSCV gezählt.

Bekannte Corpsmitglieder

Aus dem Corps Bavaria gingen verschiedene königlich-bayerische Staatsminister und andere bedeutende Politiker hervor. Zu nennen wären die königlich-bayerischen Finanzminister Josef von Aschenbrenner, Georg von Berr und Benno von Pfeufer, der königlich-bayerische Justizminister Eduard von Bomhard sowie der bayerische Staatsminister des Inneren Friedrich von Brettreich.

International bekannt wurde Eugen von Zimmerer als Gesandter und bevollmächtigter Minister (1907), kaiserlicher Kommissar für Togo (1888) und Gouverneur von Kamerun (1891). (Siehe dazu: Liste der Gouverneure der deutschen Kolonie Kamerun)

Die Lindwurmstraße in München wurde nach dem berühmten Mediziner Joseph von Lindwurm benannt, der auch dem Corps Bavaria Würzburg angehörte.

Siehe auch: Corps, Kösener Senioren-Convents-Verband, Studentenverbindung, Liste Kösener Corps