Zentralgelenkachse
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Zentralgelenkachse

Die Zentralgelenkachse, auch Deichselachse genannt, ist eine Bauform der Starrachse. Sie wurde bis 1988 in vielen Opel-Modellen mit Heckantrieb als Hinterradaufhängung verwendet – zuerst 1962 im Kadett A.

Vorteil der Konstruktion ist die günstige Herstellung bei einem für die Wagenklasse guten Komfort. Bei größeren und schnelleren Fahrzeugen stößt das Konzept jedoch an seine Grenzen, da die hohen ungefederten Massen bei höheren Geschwindigkeiten negativ in Erscheinung treten.

Konstruktion

Die starre Hinterachse ist über ein „Schubrohr“, in welchem die Kardanwelle läuft, und ein Zentralgelenk mit der Karosserie beweglich verbunden. Dieses Gelenk übernimmt die Drehmomentaufnahme und ist gleichzeitig drittes Stützlager der Motor-Getriebeeinheit. Zur Längsführung und Aufnahme der Schub- und Bremsmomente dient beim Kadett A und Kadett B (bis 1967) das längs eingebaute Blattfederpaket; mit Schraubenfedern (Kadett B ab 1967 und alle anderen Modelle) müssen Längslenker sowie ein Panhardstab eingesetzt werden. (In Opel-Beschreibungen wird dieser oft als "Schubstange" bezeichnet; ebenso als Querlenker)

Verwendung

In viele Opel-Modelle (Kadett A,B,C; Opel GT; Manta A/B; Ascona A/B) wurde die kostengünstige Hinterachskonstruktion bis zum Ende der 1980er Jahre eingebaut. Letzter Typ mit Deichselachse war der bis 1988 produzierte Opel Manta B. Die Achse wurde mit Einführung der kompakten, frontgetriebenen Opel-Modelle durch Verbundlenker-Ausführungen ersetzt.

Quellen