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Convair B-58

Die Convair B-58 Hustler war ein überschallschneller Hochgeschwindigkeits-Bomber der 1960er Jahre und wurde nur bei den strategischen Luftstreitkräften der USA eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Entwicklungsprogramm das zur Convair B-58 führte begann im Jahr 1949. Als Konkurrenzentwurf trat dabei die Boeing XB-59 auf. Diese wurde jedoch Ende 1952 gestrichen und die Convair B-58 in Auftrag gegeben. Die Convair B-58 Hustler hatte ihren Erstflug am 11. November 1956. Die Maschine war bis zum Erscheinen der MiG-21 schneller als alle sowjetischen Abfangjäger.

Die B-58 stellte zwischen 1960 und 1963 zahlreiche neue Rekorde auf, so gewann eine Besatzung, bestehend aus Major Elmer Murphy, Major Eugene Moses und Lieutenant David Dickerson, am 10. Mai 1961 den Preis, den der französische Luftfahrtpionier Louis Blériot 1930 für den ersten Piloten ausgelobt hatte, der 30 Minuten lang mit 2.000 km/h flog. Major William Payne, Captain William Polhelmus und Captain Raymond Wagener brauchten am 26. Mai 1961 für die Strecke New YorkParis 3 Stunden, 19 Minuten und 58 Sekunden – allerdings wurde die B-58 dreimal während des Fluges betankt. Dafür wurden sie mit der Mackay- und der Harmon-Trophy ausgezeichnet. Am 8. Dezember 1964 gerät eine B-58 bestückt mit fünf Kernwaffen, während einer Alarmübung auf der Bunker Hill Air Force Base (heute Grissom Air Force Base), Peru, Indiana, in Brand. Die Bomben werden durch den Brand nur beschädigt, ein Navigationsoffizier kommt bei seinem Rettungsversuch ums Leben.

Insgesamt wurden 116 Maschinen gebaut, davon 30 Testmaschinen und 86 Serienmaschinen. Die B-58 war bis 31. Dezember 1969 in Dienst, wurde dann jedoch aufgrund der hohen Unterhalts- und Wartungskosten außer Dienst gestellt.

Einige Maschinen wurden danach noch einige Jahre von der NASA für die Forschung verwendet.

Technik

Wie die zeitgleich bei Convair entwickelten Jäger F-102 Delta Dagger und F-106 Delta Dart war die B-58 mit einem Deltaflügel versehen. Der Rumpf musste erstmals bei einem Bomber nach der Flächenregel konstruiert werden, um die geforderten Leistungen im Überschallflug erreichen zu können. Eine Besonderheit war der große, strömungsgünstig geformte, abwerfbare Behälter mit Leitwerksflossen am Ende, den die B-58 unter ihrem schlanken Rumpf trug. Er enthielt neben Zusatzkraftstoff eine Nuklearbombe.

Die B-58 war das erste Kampfflugzeug mit einem zentralen Bordrechner, der die zahlreichen Baugruppen zusammenfasste.

Der Deltaflügel enthielt die Hauptfahrwerksbeine, und an seiner Hinterkante kombinierte Höhen- und Querruder. Er besitzt keine Landeklappen. Wegen der hohen Landegeschwindigkeit benutzte die B-58 deshalb einen Bremsschirm.[1] Die zwei inneren Triebwerke werden von Pylonen unterhalb der Tragflächen sehr weit vor die Tragflächenkante gehalten. Die beiden äußeren Triebwerke hingen dagegen fast an den Tragflächenspitzen, direkt unter den Tragflächen und ragten wesentlich weniger weit vor die Tragflächenkante. Die dreiköpfige Flugzeugcrew saß in separaten Cockpits mit Rettungskapseln[2] hintereinander im schmalen Rumpf. Außer in der Trainingsversion hatte nur der vorne sitzende Pilot Fenster. Das Fahrwerk hatte ein doppelt bereiftes Bugfahrwerk und unter jedem Flügel einen Achsträger mit zwei Achsen á vier Reifen. Insgesamt hatte die Convair B-58 18 Räder.

Die vier General Electric J79 Turbojet Triebwerke mit Nachbrenner saßen in nahezu röhrenförmigen Triebwerkszellen und hatten für den Überschallflug zum Abbremsen der Luft auf Unterschallgeschwindigkeit im Zentrum der Lufteinläufe jeweils einen kegelförmigen Einlassdiffusor.

Varianten

Neben der B-58 als Bomber gab es noch ein paar Maschinen in zwei Varianten:

Technische Daten

Einzelnachweise

  1. Patrick Hoveler: Convair B-58 Klassiker der Luftfahrt 6/04
  2. http://www.ejectionsite.com/eb58caps.htm