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Renale Clearance

Renale Clearance bezeichnet die Clearance durch die Nieren, d.h. die Entfernung einer bestimmten exogenen oder endogenen Substanz aus dem Blut als spezifische Leistung der Nieren und gibt das Plasmavolumen an, welches pro Zeiteinheit von der entsprechenden Substanz befreit wird.

So z. B. für die Kreatinin-Clearance:

Aus der renalen Clearance bestimmter Indikatorsubstanzen, die tubulär weder sezerniert noch rückresorbiert werden, wie z. B. Kreatinin oder Inulin, kann auf die glomeruläre Filtrationsrate der Nieren geschlossen werden.

Darüber hinaus ist es die Bezeichnung für den Klärwert, nämlich


Kreatinin-Clearance

Normbereich 95–160 ml/min/1,73 m²

Nachweis einer leichten Einschränkung der GFR im Bereich von 90–50 ml/min/1,73 m²

Nachweis einer deutlichen Einschränkung der GFR auf < 50 ml/min/1,73 m² (= Verminderung der GFR um mindestens 50 %) Verlaufsbeurteilung einer chronischen Niereninsuffizienz

Serum-Kreatinin Normbereich < 1,2 mg/dl

Cockcroft-Gault-Formel

Die einfache Version der Cockcroft-Gault-Formel hilft, die Kreatinin-Clearance [ml/min] zu schätzen.


Bei Frauen wird wegen des geringeren Muskelanteils der errechnete Wert mit 0,85 multipliziert.

Siehe auch

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