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ExperimentalRaumfahrt-InteressenGemeinschaft

Die ExperimentalRaumfahrt-InteressenGemeinschaft e.V. (ERIG) ist eine wissenschaftlich-studentische Vereinigung mit anerkannter Gemeinnützigkeit in Braunschweig.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

1999 wurde die ERIG von sieben Studenten der Technischen Universität Braunschweig gegründet. Diese beschäftigten sich mit dem Entwurf und Bau von Raketen für wissenschaftliche Experimente in höheren Luftschichten. Im Jahre 2003 kam die Entwicklung eines Satellitenprojekts zur Erdbeobachtung hinzu.

Die ERIG ist ein studentischer Verein, der eigenständig von Studenten organisiert und geleitet wird. Außerdem unterstützen Professoren und Mitarbeiter verschiedener Institute der TU Braunschweig den Verein, wenn es sich um die Beantwortung aufkommender Fragen in den verschiedenen Projekten handelt.

Experimentalraketen

Die Experimentalraketen werden von der ERIG selbst entwickelt und dienen einerseits dazu, theoretisches Wissen aus Vorlesungen anzuwenden und andererseits Experimente mitfliegen zu lassen (wie beispielsweise das CanSat-Projekt).

Mephisto

Das Ziel der ERIG ist, eine Rakete für Experimente in 10 km Flughöhe zu entwickeln. Dies umfasst die Forschung an alternativen Antrieben, Steuersystemen und Raketenstrukturen.

Das Trägersystem wird die „Mephisto“ sein, die leistungsfähigste Rakete der ERIG. Ihr sind bereits vier andere Raketensysteme als eigenständige Entwicklungsstufen vorausgegangen.

Hydra

Als Antriebssystem für das 10 km-Projekt soll ein Hybridantrieb verwendet werden. Diese Art des Triebwerks stellt eine Mischung aus einem Feststoff- sowie einem Flüssigkeitsantrieb dar, da sowohl feste als auch flüssige Treibstoffkomponenten verwendet werden. Er zeichnet sich besonders durch seine relativ einfache und sichere Handhabung aus.

CanSat

Die Idee ist eine Sonde von der Größe einer Getränkedose mit der Mephisto auf eine Höhe von etwa 1000 m zu bringen. Aus dieser Höhe soll sie selbstständig zum Startplatz der Rakete zurückkehren und nebenbei beispielsweise Temperatur- oder Druckmessungen durchführen.

Kleinsatellit BEOSAT

Das Projekt Kleinsatellit beschäftigt sich mit der Planung und Entwicklung des Kleinsatelliten BEOSAT (Braunschweiger-ErdObservations-Satellit). Geplante Nutzlasten des BEOSAT sind ein Spektrometer, mit dem die Verteilung von Stickstoffdioxid auf der Erde vermessen wird, ein Weltraummüll-Sensor zur Detektierung von Raumfahrtrückständen im Weltraum und ein Magnetometer.

Der Start ist für 2009 geplant. Der Satellit wird dann in einer erdnahen Umlaufbahn von 650 km Höhe synchron zur Sonne die Erde umkreisen.

Koordinaten: 52° 18' 50" N 10° 32' 57" E