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Grafschaft Kriechingen

Die Grafschaft Kriechingen ist benannt nach dem an der Nied gelegenen Ort Kriechingen (Créhange/Moselle) südwestlich von Saint-Avold in Lothringen.

Die Herren von Kriechingen waren im 12. Jahrhundert Lehnsmannen der Herren von Vinstingen (Fénétrange) und der Herzöge von Lothringen. Durch Heiraten erlangten sie einen ansehnlichen Besitz im Saarland, Lothringen und in Luxemburg. So gehörte ihnen neben Kriechingen die Herrschaft Saarwellingen und Teile der Herrschaft Dagstuhl. Sie wurden von den Herren von Dorsweiler beerbt, die auch ihren Namen annahmen.

Im Jahre 1617 wurde die Grafschaft zur Reichsgrafschaft erhoben und kam zum Oberrheinischen Kreis. 1531 wurde die Grafschaft in zwei Linien geteilt, die jedoch beide am Ende des 17. Jahrhunderts ausstarben. Über eine Erbtochter kam die Grafschaft 1697 an die Grafen von Ostfriesland und 1726 an die Grafen von Wied Runkel.

Die gesamte Grafschaft hatte bei ihrer Annexion durch Frankreich im Jahre 1793 nur rund 100 km² mit ca. 4.000 Einwohnern. 1871 kam das Gebiet noch einmal bis 1918 als Teil Elsass-Lothringens an Deutschland.

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