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Himmelsthür

Himmelsthür
Stadt Hildesheim
Koordinaten: 52° 10′ N, 9° 55′ O7Koordinaten: 52° 9′ 49″ N, 9° 54′ 50″ O
Eingemeindung: 1974
Postleitzahl: 31137
Vorwahl: 05121

Himmelsthür ist ein Stadtteil im Nordwesten von Hildesheim.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Himmelsthür liegt unmittelbar südlich der Giesener Berge. Es grenzt im Süden an den Stadtteil Moritzberg, im Osten an Steuerwald, im Westen an Sorsum und den Giesener Ortsteil Emmerke und im Norden an Giesen.

Wappen

Das Himmelsthürer Wappen zeigt ein goldenes Gehörn (Sechsender) auf rotem Grund.

Fakten

Himmelsthür hat etwa 7.000 Einwohner. Es liegt im Nordwesten des Stadtgebiets von Hildesheim und wird in etwa im Osten durch die B 6 eingegrenzt, im Süden durch die B 1, welche den Ort streift. Es ist ein ehemaliges katholisches Stiftsdorf (so genanntes Kleines Stift).

Geschichte

Erstmalige urkundliche Erwähnung 1022 als Hemethesdoron. Hier standen etliche Hofstellen im Eigentum des Hildesheimer Bischofs Bernward. Nachdem dieser im Jahre 1022 mehrere Hofstellen dem Hildesheimer Michaeliskloster verschenkt hatte, errichtete das Kloster hier schon bald einen eigenen Wirtschaftshof (Klosterhof) sowie eine Kapelle. Bis etwa zum Jahre 1100 erwarben daneben auch andere Hildesheimer Klöster, Stifte und |Kirchen einige Besitzungen in Himdisdore und bauten diese Hofstellen aus. Die einzelnen Hofstellen waren nur durch eine Fahrstraße untereinander und mit dem Klosterhof verbunden.

Das Dorf gehörte zum Kleinen Stift Hildesheim und war daher stets katholisch geblieben. Durch den Zuzug vieler Heimatvertriebener nach 1945 und den allgemeinen Bevölkerungsaustausch mit anderen Hildesheimer Stadtteilen dürften die Katholiken inzwischen die Bevölkerungsmehrheit verloren haben.

1945 wurde der Ort durch einen Bombenangriff entlang der Bahnlinie stark zerstört, u.a. die katholische Pfarrkirche St. Martinus.

Ab 1971 war Himmelsthür Sitz der Samtgemeinde Güldener Winkel. Zu dieser Samtgemeinde gehörten die früheren Gemeinden Emmerke, Groß Escherde, Himmelsthür und Klein Escherde.

1974 wurde Himmelsthür im Zuge der Kreisreform in Niedersachsen nach Hildesheim eingemeindet.

Einrichtungen

Besonderheiten und Berühmtheiten

Himmelsthür ist seit weit mehr als 30 Jahren bekannt für sein "Himmlisches Postamt" (erstes deutsches Weihnachtspostamt). Die Himmelsthürer Postfiliale wurde zwar kürzlich ungeachtet vieler Proteste durch die Deutsche Post AG geschlossen, weihnachtliche Briefe "An den Weihnachtsmann in Himmelsthür, 31137 Hildesheim" werden aber auch weiterhin beantwortet.

Einer der beiden Finder des Hildesheimer Silberfunds kam aus Himmelsthür und erwarb hier Eigentum. Die Silberfinderstraße in Himmelsthür erinnert daran.