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Knüppelkrieg

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Knüppelkrieg zwischen Berlin und Spandau. Für die auch Knüppelkrieg genannten Aufstände in Luxemburg, siehe Klöppelkrieg

Der so genannte Knüppelkrieg zwischen Berlin und Spandau fand im August 1567 statt. Der brandenburgische Kurfürst Joachim II. Hektor ließ damals zur Volksbelustigung eine Art Manöver zwischen Berlinern und Spandauern durchführen. Die Berliner und Cöllner gingen mit vollständiger Ausrüstung, aber nur mit kurzen Knüppeln bewaffnet gegen einbestellte Spandauer vor, wodurch das Ereignis die Bezeichnung Knüppelkrieg erhielt.

Die Zuschauer – unter ihnen war auch der Kurfürst – erlebten eine dreitägige Wasserschlacht auf der Havel und anschließende Auseinandersetzungen an Land, die teilweise heftiger wurden.

Auch wenn zuvor festgelegt worden war, dass die Berliner die „Schlacht“ gewinnen sollten, entwickelten die Spandauer nach einem spielerischen Beginn der Veranstaltung so viel Ehrgeiz, dass sie sich mit der für sie vorgesehenen Niederlage nicht abfinden wollten. Sie lockten die Berliner in einen Hinterhalt und schlugen mit ihren Knüppeln auf sie ein, was dem Kurfürst nicht gefiel, weshalb er selbst in das Geschehen eingriff. Erfolglos – er musste stattdessen mit ansehen, wie auch sein Pferd von Knüppelschlägen verletzt wurde.

Über den Ausgang des Knüppelkrieges war der Kurfürst Joachim II. Hektor so erbost, dass er den Spandauer Bürgermeister Bartholomäus Bier für einige Monate einsperren ließ.

Literatur