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Diskussion:Ökostrom

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Zertifizierungen

Angebote mit einem tatsächlichen Mehrwert für die Umwelt lassen sich von "Schwarzen Schafen" anhand seriöser Zertifizierungen unterscheiden. Hohes Ansehen genießen sowohl das Grüner Strom Label [1] als auch das ok-power Label [2], denen gemeinsame Mindestanforderungen zugrunde liegen. Damit wird etwa gewährleistet, dass ein Teil der höheren Aufwendungen seitens der Verbraucher auch tatsächlich in die Errichtung neuer Anlagen fließt.

Ich habe diesen Absatz herausgenommen und ersetzt - diese Zertifizierungen sind umstritten, da sie von Greenpeace nicht anerkannt werden. Da es eh nur drei seriöse Anbieter auf dem Markt gibt (Lichtblick, Greenpeace Energy, EWS Schönau), ist eine Nennung von Labeln nicht wichtig. Denn diese Labeln auch unseriöse Angebote.

--Solarwarrior 23:02, 29. Jan 2006 (CET)

Hallo Solarwarrior,

daß die Zertifizierungen von Greenpeace nicht anerkannt werden, heißt nicht, daß sie umstritten sind. Sondern es heißt das, was du sagst: Greenpeace (ein kommerzieller Stromlieferant...!) erkennt sie nicht an. Schau dir mal die Seite gruenerstromlabel.de an (getragen u.a. vom BUND -- BUND unseriös, Ökoinstitut, WWF, unseriös usw., hä??): Die werten dort die TÜV-Labels ab.

Wie kommst du darauf, daß es nur drei seriöse Anbieter auf dem Markt gibt? Es gibt -zig Ökostromanbieter, die in deinem Sinne korrekt, weil nicht zu EnBW, Vattenfall, RWE oder Eon gehörig sind. Von den bundesweit agierenden hast du Naturstrom vergessen.

"Denn diese Labeln auch unseriöse Angebote" - nenn' doch die Dinge beim Namen. Viele Menschen, selbst mit wenig Einkommen und bei steigenden Energiepreisen, könnten bei ihrem Energieversorger ökologisch erzeugten Strom nachfragen. Nur wegen der Stigmatisierung "Atom", "Großkonzern" werden sie davon abgehalten. Super-Turbo-Ökostrom können sie aber nicht bezahlen (ich auch nicht!) und so kommt unterm Strich überhaupt kein Wechsel zustande (bei mir dennoch - denn trotz Vorabinformation u.a. hier bei Wikipedia habe ich jetzt wenigstens bei meinem "Riesen" gewechselt). Das ok-Power-Label garantiert, daß in Neuerrichtung investiert wird. Das Grüner Strom Label stützt das ok-power-Label in seinen Anforderungen und unterstreicht seine Aussagekraft.

Bitte den eigenen Standpunkt noch einmal überdenken. Nicht alles was sachlich richtig ist, ist auch in der Sache richtig... :-)

--Alpencorinth 23:59, 29. Jan 2006 (CET)

dazwischenquetsch: Korrektur/Richtigstellung: Greenpeace - nicht zu verwechseln mit Greenpeace Energy ist kein kommerzieller Stromlieferant, es ist überhaupt kein Stromlieferant und auch kein Unternehmen, es ist eine Non-profit Organisation (NGO), bitte nachlesen unter dem Artikel Greenpeace. als NGO kann sie natürlich Kriterien aufstellen, nach denen sich Stromunternehmen richten können oder nicht. Greenpeace Energy wiederum hat mit Greenpeace rechtlich und wirtschaftlich rein gar nichts zu tun. es darf den Namen verwenden, weil es sich verpflichtet hat, nach den Kriterien von Greenpeace zu wirtschaften. insofern hat Greenpeace (NGO) die Kriterien aufgestellt, nach denen sich dann das Unternehmen Greenpeace Energy richten will laut Eigenverpflichtung. ich bitte doch sehr darum, dies nicht zu verwechseln oder in einen Topf zu werfen. natürlich können sich genauso andere Unternehmen nach den Kriterien von Greenpeace oder auch BUND; NABU oder sonstigen NGOs richten, das bleibt den Unternehmen überlassen. ja, es gibt einen Unterschied zwischen NGO und kommerziellem Unternehmen - und Greenpeace (NGO) ≠ Greenpeace Energy eG (eingetragene Genossenschaft). --Geitost 01:42, 4. Apr. 2008 (CEST)

Kann mich dem nur anschließen: Weitere Zertifizierungen gehören in den Artikel! Mein Versorger (Saarlorlux) hat etwa ein Angebot, das mit einem "ok-power"-Label versehen ist, und mit dem ich meinen Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien bekomme. Das ok-Power-Label ist von Organisationen abgesegnet, die Greenpeace in Ansehen nichts nachstehen. Was soll daran unseriös sein? Und selbst, wenn es so wäre, gehörte die Diskussion um Vor-und Nachteile der verschiedenen Angebote ebenfalls auf die Seite.

-- Andreas Zeller, 09:04, 5. Feb 2007 (CET)


Auch große Energieversorger, selbst wenn Sie aus umweltpolitischer Sicht nicht zu empfehlen sind, bieten auch zertifizierten Ökostrom an. Die Liste kann u.a. bei www.ok-power.de angesehen werden. Daher musste ich die Passage, dass große Energieversorger nur einen Teil des normalen Stroms umdeklarieren, rausstreichen, weil die Aussage nicht korrekt ist. Zudem sollte in der Seite noch etwas über RECS erklärt werden, denn nur so kann eine Doppelvermarktung von Ökostrom ausgeschlossen werden. OK-Power akzepiert ausdrücklich RECS-Zertifikate als Erzeugernachweis (kein Gütesiegel) (Der vorstehende, nicht signierte Beitrag stammt von 194.29.98.144 (Diskussion • Beiträge) 13:56, 22. Nov. 2007)

Folgender Abschnitt im Artikel ist sachlich falsch: "Ein zentraler Punkt bei der Bewertung von Ökostrom-Angeboten ist die Frage, ob tatsächlich zusätzliche umweltfreundlich hergestellte elektrische Energie und damit weniger fossiler/atomarer Strom produziert wurde". Genau dies kann kein mir bekanntes Zertifikat nachweisen. Siehe Diskussion zur Neutralität des Artikels. Streng genommen führt sogar das Tarifmodell von Naturstrom, bei dem eine Art Spende an das gewinnorientierte Unternehmen pro bezogener KWh entrichtet wird (1,75 Cent). Mit dieser Art Overhead-Spende investiert Naturstrom auf eigene Rechnung und auf eigenen Profit in Neuanlagen. Auch das führt bei den gegebenen Größenordnungen offensichtlich nicht dazu, dass weniger fossiler oder atomarer Strom produziert würde - Naturstrom verdrängt mit Kleckerbeträgen andere Investoren, was die Refinanzierungskosten für den Anlagenneubau recht minimal verbessert.--Afmeier 19:25, 8. Dez. 2007 (CET) Nachtrag: die Doppelvermarktung von Ökostrom wird durch das Erneuerbare Energien-Gesetz §18 ausgeschlossen. Wo wäre ein Zusammenhang zu RECS?--Afmeier 19:26, 8. Dez. 2007 (CET)

Wenn es erlaubt ist, da mal kurz richtig zu stellen: Es gibt das Produkt naturstrom, da hat sich das Unternehmen gemäß den Bedingungen des Grüner Strom Label eV verpflichtet, von den Bruttoumsätzen 1,25 cent je kWh einzusetzen für den Ausbau der Erneuerbaren Energieerzeugung. Das geschieht über ein Bündel von Maßnahmen: Zuschüsse (bspw. an Bürgersolaranlagen), Förderdarlehen (bspw. für Landwirte) sowie Direktinvestitionen in neue Anlagen bzw. Beteiligungen an entsprechende Projektgesellschaften. Die dritte Variante haben wir vor einigen Jahren erst eingeführt und auf etwa ein Drittel der einzusetzenden Mittel gesteigert. Das kommt dann wirklich dem Unternehmen zu Gute - stimmt. Und ist notwendig, denn wie soll ein Ökostromanbieter ohne eigene Kraftwerke auf Dauer gegen die konventionelle Energiemafia ankommen? Schon mal darüber nachgedacht, wie die 4 Großen in Deutschland an ihre Macht gekommen sind - mit Kontrolle über fast 90 % der Kraftwerkskapazität? Sie haben als Monopolisten den Kunden das Geld einfach abgenommen, behindern mit ihrer Macht nun den Wettbewerb und definieren die Großhandelspreise nach Gutdünken. Dr. Thomas E. Banning, Vorstand der NATURSTROM AG (zu ereichen: info@naturstrom.de)
Hallo Herr Dr. Banning, mal im Ernst: Maximal zehn bis fünfzehn Jahren sieht der UN-Klimarat (http://www.ipcc.ch/ipccreports/ar4-syr.htm) noch für veränderte Weichenstellungen. Glauben Sie, dass die Monopolmacht der 4 Großen in diesem Zeitraum durch den Wettbewerb u.a. Ihres Unternehmens gebrochen werden kann? Oder geht das nur über Teilenteignungnen und/oder politische Auflagen - also über die Politik statt über einen (politisch erzeugten virtuellen) Markt?
Wenn die NATURSTROM AG das ein oder andere der neu entstehenden Windkrafträder in Besitz nehmen kann, warum nicht. Aber gehört nicht letztlich zu Ihrem Geschäftskonzept, dass Ihre Kunden die Zusammenhänge nicht verstehen? Wissen die, dass ihre 1,25 ct in das Betriebsvermögen eines gewinnorientierten Privatunternehmens gehen? Dass ohne den virtuellen Strombezug bei Ihrem Unternehmen fast alle der vertraglich mit Ihnen verbundenen Erzeuger trotzdem in gleicher Menge in das allgemeine Netz einspeisen würden? EWS Schönau schreibt auf seinen Seiten (neben erheblich viel Unsinn) recht klar, dass sie "Rebellenkraftwerke" fördern wollen. Was ist der Ökobeitrag ihres Unternehmens, der nicht über die Einspeisevergütung nach EEG effektiver und wirksamer erzeugt wird? --Afmeier 22:34, 7. Jan. 2008 (CET)
Ebenfalls Hallo an den Nutzer Afmeier. Ich habe mir Ihre vielen Beiträge hier angeschaut und muss schon sagen, Sie haben viel Ahnung vom Thema. Allerdings gibt es da einige Lücken und Fehlmeinungen. Und die betreffen leider die NATURSTROM AG. Diese hat die Zuschüsse an Bürgerkraftwerke etc eingeführt und nutzt dieses Instrument von Zuschüssen nach wie vor, hat es aber wie oben beschrieben um andere Instrumente ergänzt. Denn das EEG allein reicht eben nicht immer aus, und genau dort greift die NATURSTROM AG helfend ein. Gerne erläutere ich Ihnen Besipiele dafür, Fazit ist, dass bei keinem Stromanbieter in Deutschland bezogen auf die verkauften kWh mehr in die Förderung der Erneuerbaren Enerien gesteckt wurde als bei NATURSTROM.
Vor allem aber kommen Sie in Ihrer Argumentation zu für mich unverständlichen Schlussfolgerungen, und die führen alle im Ergebnis dazu, dass die Menschen in unserem Land sich um Ökostrom und Ökostromanbieter doch bitte nicht kümmern mögen, das sei ja wohl alles nur Humbug. (Sie arbeiten doch wohl nicht für RWE und Konsorten, wie Clement, Müller oder Meyer???  ;-) )
Ich sehe das jedenfalls anders: Wenn wir auf die großen EVU warten, dann wird nichts geschehen Richtung Energiewende, ganz im Gegenteil wird dort aus reiner Gewinnsucht alles, was regenerativ und dezentral ist, behindert. Und auf die Politiker vertrauen, treu dem Motto eines braven deutschen Staatsbürgers: Sorge dich nicht und misch dich bloß nicht ein, die Obrigkeit wird's schon richten. Na danke. Das ist jedenfalls nicht mein Weltbild. Wenn wir Änderungen wollen, und die benötigen wir dringendst, dann geht das nur, wenn möglichst viele Menschen dahinter stehen. Demokratie lebt halt von einer breiten Basis. Es geht dabei sowohl um Macht als auch Geld. Das ist das Prinzip der Ökonomie, und dem müssen wir uns stellen und nicht in Utopien ausweichen. Wenn viele Bürger zu Ökostrom wechseln, ist das ein Votum, dem sich Wirtschaft und Politik nicht ganz verschließen können (was sie vielleicht gerne würden, siehe die ewigen Angriffe gegen das EEG), wenn sogar viele zu unabhängigen und zugleich engagierten Ökostromanbietern (und da sehe ich eigentlich nur 3 von in Deutschland: Schönau und NATURSTROM und mit leichten Abstrichen Greenpeace, da die von den Stromeinnahmen nichts in den Ausbau der Energieerzeugung stecken) wechseln, dann wird zugleich den konventionellen Anbietern ein Stück wirtschaftliche Basis entzogen. Das muss natürlich begleitet werden durch andere Maßnahmen, die Macht der Konzerne zu brechen. Und selbstverständlich sollen Menschen, die es sich finanziell erlauben können, gerne zusätzlich direkt in EE-Anlagen investieren, aber der Normalbürger hat selten einige Tausender übrig für so etwas und kann durch Wahl eines "Ausbau-fördernden" Ökostromanbieters (nochmals: das sind EWS und NATURSTROM) mit vielleicht 5 Euro Mehrpreis im Monat richtig etwas bewegen. Wiederum entsprechend dem demokratischen Grundprinzip - ein Bürger allein bewegt eigentlich nichts, aber viele zusammen, und seien sie einzeln auch noch so schwach, sind eine Macht.
Ein Satz noch: Es gibt viele Wege, das Ziel zu erreichen, und wir sollten sie unbedingt alle beschreiten. Also ist eine seriöse Ökostromversorgung gerade kein Gegensatz sondern eine Ergänzung zum EEG - und umgekehrt. Sicher ist hier nicht der Platz für eine weitergehende Diskussion, da lassen sich Bücher mit füllen. Ich lade Sie aber ein, dass wir die Diskussion persönlich fortsetzen. Wie Sie mich erreichen können, wissen Sie ja, sehr gerne treffe ich mich zu einem intensiven Meinungsaustausch mit Ihnen. Dr. Thomas E. Banning, Vorstand NATURSTROM AG, zu erreichen über info@naturstrom.de
Wie kommen Sie denn darauf, dass Greenpeace nicht den Ausbau fördert??? Schauen Sie z.B. mal hier nach: http://www.greenpeace-energy.de/kraftwerke.php --Blauerflummi 21:32, 22. Jan. 2008 (CET)
Fragen Sie mal nach beim Vorstand von Greenpeace Energy, wieviel Euro aus den Erträgen des Stromverkaufs man bisher in Neuanlagen investiert hat. Lassen Sie sich den genauen Betrag nennen und die Projekte, in die das Geld geflossen ist. Oder stellen Sie die gleichen Fragen bei Lichtblick. Nach unserem Kenntnisstand ist von den Einnahmen dieser beiden Unternehmen bisher nichts Namhaftes in solche Projekte geflossen. Was Sie ansprechen mit Ihrem Link sind die Investitionen, die über die Greenpeace Energy - Tochter Planet Energy vorgenommen wurden. Das sind eigenständige Geschäftsaktivitäten, die auch eigenständig finanziert werden, nämlich insbesondere über Schuldverschreibungen, die das Unternehmen begibt. Das ist natürlich ein wichtiger Ansatz, um Erneuerbare Energien auszubauen, das macht aber auch jeder andere Projektentwickler und basiert auf den wirtschaftlichen Spielregeln, die das EEG vorgibt. Er wird deshalb auch bei der NATURSTROM AG verfolgt, und zwar bereits seit mehreren Jahren. Doch solche Aktivitäten, so wichtig sie auch sind für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, darf man nicht vermischen mit der Frage, was mit den Einnahmen aus dem Verkauf von Ökostrom geschieht. Und das ist nach Ansicht der NATURSTROM AG und übrigens auch der EWS Schönau das entscheidende Merkmal, dass eben aus den Verkaufserlösen für die Lieferung von Ökostrom auch Geld genommen wird für den Ausbau der regenerativen Erzeugungskapazität. Der Ökostromkunde, der sich für einen dieser beiden Anbieter entscheidet, entscheidet sich somit auch für den Ausbau der Erneuerbaren genau durch seine Strompreiszahlungen. Bei EWS Schönau ist der Förderanteil mindestens 0,5 Cent je kWh, bei der NATURSTROM AG mindestens 1,0 cent je kWh netto, durch Wahl besonderer Tarife kann der Kunde bei beiden Unternehmen auch einen größeren Betrag definieren, der in den Ausbau der Erneuerbaren fließt. Die Förderung ist relativ, also in Bezug auf die verkauften kWh, bei NATURSTROM am höchsten, absolut bei EWS Schönau, die über mehr Kunden verfügen. Was mit dem Geld bewirkt wurde, können Sie nachlesen unter www.naturstrom.de/stromerzeuger oder unter www.ews-schoenau.de/Rebellenkraftwerke/Erfolge . Ich möchte mit diesem Verweis in keinster Weise die Verdienste von Greenpeace und Lichtblick um die Themen Ökostrom und Liberalisierung des Strommarktes schmälern, nur sollte man schon klar und ehrich sagen, wie das jeweilige Konzept eines Anbieters aussieht, damit der interessierte Bürger sich für das von ihm favorisierte Konzept entscheiden kann. Ich halte es auch für sehr gut, dass es verschiedene Kozepte gibt, denn bekanntermaßen führen viele Wege nach Rom, und würde es begrüßen, wenn diese verschiedenen Konzepte der unabhängigen Ökostromanbieter nicht egalisiert werden sondern sich in Koexistenz und konstruktivem Wettbewerb weiter entwickeln. 27.01.2008 - Dr. Thomas E. Banning, Vorstand NATURSTROM AG, zu erreichen über info@naturstrom.de

Antwort

Hallo! Für mich sind diese Label einfach nicht streng genug. Und im übrigen werden sie auch vom Greenpeace e.V. nicht anerkannt, und die sind da schon unabhängig vom Stromlieferanten Greenpeace Energy. Viele der Label lassen zu, dass man dreckigen Strom mittels "Regs-Zertifikate" grünwäscht.

Naturstrom halte ich für unseriös, weil es zum Einen verdammt schwer ist von ihnen zu erfahren, welches Konzept sie überhaupt verfolgen: drei mal anrufen, drei verscheidene Antworten. Ausserdem ist ihr Kundenservice nicht OK, zumindest nach den Berichten von Freunden, die dort mal Kunde waren. Aber vielleicht ist das ja echt zu sehr meine Meinung, schreib ihn doch einfach dazu?

Das was Du Stigmatisierung nennst ist für mich halt ein wesentlicher Aspekt. Naturenergie - eine 100% ENBW-Tochter - hat das O.K.-Power Label. Sie verkaufen Strom aus alten Kraftwerken, die nichts am Strommix ändern. Und evtl. halten sie sich noch das neue Rheinkraftwerk zugute - aber das hätte ENBW so oder so gebaut. Der Wechsel z.B. von EnBW zu Naturenergie ändert unter dem Strich nur eine Sache: Das man EnBw noch mehr Geld für den gleichen Strom in den Rachen wirft, und das mit dem Stempel des WWF.

--Solarwarrior 22:00, 4. Feb 2006 (CET)

Die Besonderheit von Greenpeace Energy gegenüber den andern nationalen Ökostromanbietern ist doch, dass Greenpeace den Strom zeit- und mengengleich einspeist, wohingegen die anderen nur mengengleich einspeisen - und das dann 100% nennen, obwohl die Spitzenlast natürlich von EON/RWE/... erzeugt wird. Deswegen braucht Greenpeace ja auch 20% Erdgas --fs, 21.10.06
Stimmt nicht ganz. Greenpeace Energy kauft den Strom zeitgleich hauptsächlich von Großwasserkraftwerken ein. Die Gaskraftwerke arbeiten wärmegeführt, zum Teil auch in der Nacht, und werden wegen der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung gefördert. --Mario Sedlak 19:10, 7. Jan. 2007 (CET)

Anmerkung: Sowohl Greenpeace als auch EWS Schönau und NATURSTROM liefern seit Jahren zeitgleich. Lichtblick verwendete dagegen sogenannte RECS-Zertifikate, um "Normalstrom" zu Ökostrom zu machen. Und dass NATURSTROM in den ersten Jahren Probleme mit der Abwicklung hatte, ist kein Geheimnis, sondern Fakt, da das Unternehmen als Pionier der Branche massiv von der konventionellen Energiewirtschaft behindert wurde. Wie würden Sie denn etwa eine Endabrechnung an einen Kunden stellen, wenn Ihnen der Netzbetreiber die Zählerdaten nicht herausgibt? Da kann man den Kunden nur bitten, selbst den Zähler abzulesen und eine Rechnung unter Vorbehalt stellen. Aber das ist nun schon seit einigen Jahren Vergangenheit - vielleicht ein Grund, die (von einigen Wettbewerbern bewusst gepflegten) Vorurteile gegen die NATURSTROM AG einmal zu revidieren? Gruß. Dr. Thomas E. Banning, Vorstand NATURSTROM AG (zu erreichen: info@naturstrom.de)

Was ist der Sinn der "zeitgleichen" Einspeisung? Zugegeben, der Vermarkter macht es sich selbst schwieriger - und erscheint deswegen vielleicht als glaubwürdiger. Der Effekt ist aber doch eher ein ideologischer, denn der beim Kunden ankommende Strom ist ja eh nicht der, der als "zeitgleich" eingekauft wird. Der Einkauf "zeitgleicher" Kapazitäten spart kein CO2, kostet aber mehr Arbeitsstunden von den im Einkauf eingesetzten Betriebswirten.--Afmeier 22:40, 7. Jan. 2008 (CET)

Ökostrom Light

Nicht polemisch, sondern durchaus ernst gemeinte Frage: Wenn der Kunde eines Stromgiganten gegen die Erzeugung seines Stroms aus Atom und fossilen Energieträgern eingestellt ist, aber den Wechsel zu einem Ökostromanbieter finanziell nicht schultern kann. Soll man ihm dann raten, den günstigsten Tarif seines bisherigten Stromlieferanten zu wählen - damit der Stromkonzern weniger Umsatz macht? In Berlin z.B. gibt es da ein "Spezialangebot", das nicht frei von Atomstrom ist. Es liegt preislich dezent unter dem Standardpreis. Der Standardtarif wird mit Strom aus KWK-Kohlekraftwerken bedient. Der Ökotarif so ungefähr mit einem großen Wasserkraftwerk und 1% Biogas und 1% Photovoltaik.-- Vielleicht wäre nicht so sehr der Umsatz, sondern vielmehr die Gewinnmarge bei der Entscheidung in Betracht zu ziehen. Erhöhte ein Konzern die Preise sowohl für "konventionell" als auch für regenerativ erzeugten Strom im gleichen Maße, läge der Verdacht nahe, daß in Wirklichkeit nur Geld in der Bilanz hin- und hergeschoben wird. Bleiben aber die Preise im Ökotarif stabil oder steigen unterdurchschnittlich an, wird den Verhältnissen in der Realität (steigende Preise für Erdöl und Kohle) korrekt Rechnung getragen. --Alpencorinth 02:08, 5. Feb 2006 (CET)

Das ist hier kein Diskussionsforum, oder? Ich antworte ganz frech trotzdem mal, solange es niemanden stört. Ja! Die Motivation Ökostrom zu kaufen ist es, erneuerbare Energien zu fördern. Relevant ist daher der Strommix des Gesamtkonzerns, nicht der einzelner Tarife. Wenn z.B. in einem Tarif eines großen Stromkonzerns 100% Wasserkraft versprochen wird, sinkt der Anteil Wasserkraft bei anderen Tarifen entsprechend. Der Gesamtmix bleibt unverändert. Dafür mehr Geld zu verlangen ist Verbrauchertäuschung!!! Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Investitionsleistung. Finanziert ein Stromkonzern Kohlekraftwerke, KWK-Anlagen oder Windräder? Trägt er zur Energiewende bei? Ein Ökoaufschlag im Strompreis kann für "postive" Investitionen sorgen. Allerdings muss auch hier gefragt werden: Hätte der Konzern diese Investition nicht ohnehin getätigt? Bei den vier Stromriesen ist das in den meisten Fällen wahrscheinlich: sie setzen auf einen breiten Strommix, auch mit einem Anteil erneuerbarer Energien. Unabhängigkeit von konventionellen Stromversorgern ist daher meiner Meinung tatsächlich eines der wichtigsten Kriterien bei der Wahl des Ökostromanbieters. --Phlo 15:18, 5. Feb 2006 (CET)
Ich glaube das ist eine wichtige (sprich: sollte im Artikel dargestellt werden), aber ziemlich komplizierte Frage, die ich auch nicht ganz verstanden habe: In Deutschland gibt es ja das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das den Neubau von Ökostromanlagen mit erhöhten Vergütungen fördert. Das geht so, dass der lokale Netzbetreiber den Strom abnehmen und den entsprechenden Satz dafür zahlen muss. Die Kosten werden dann auf *alle* Stromkunden umgelegt. Wie ein traditioneller Stromanbieter sich teilweise aus dieser Belastung herauswindet, indem er "Ökostrom" und "Mixstrom" anbietet, wird ja schon dargestellt. Aber wie funktioniert das bei den reinen Ökostromanbietern, wie verhält sich der von ihnen angebotene Strom bzw. die ihnen zugerechneten oder von ihnen geförderten Kraftwerke zum EEG? Was muss da noch gefördert werden, wenn die erhöhte Vergütung sowieso auf alle umgelegt wird? (bzw, was passiert mit diesem Fördergeld genau?) Und wenn wegen dieser Umlage mein Nachbar mit "Mixstrom" prozentual genausoviel vom in Deutschland produzierten Ökostrom bezahlt, mit welchem Recht behaupte ich dann, dass ich "100% Ökostrom" beziehe?
Außerdem: Bei Betrachtung der Webseiten von Lichtblick, Greenpeace Energy & Co fällt auf, das überall deutlich über der Hälfte des Stroms aus Wasserkraft stammt, mit KWK (aus Biomasse oder sogar Erdgas) auf Platz 2 - Wind, Solar, Geothermie etc dagegen extrem unter "ferner liefen". Was für'n Ökostrom ist das denn? Warum ist das so? --fs, 21.10.06
Stimmt, das sind interessante Fragen! Ich habe daher den Abschnitt Gründe, Ökostrombezieher zu werden eingefügt. --Mario Sedlak 21:58, 7. Jan. 2007 (CET)

Weblinks - Überarbeiten

Jeder meint nur immer, jede Website müsse hier rein; IMHO gehört die Reihe deutlich ausgedünnt nach Vorgaben von WP:WEB und WP:WWNI.--Blaufisch 18:10, 9. Mär. 2007 (CET)

erledigt --Solarwarrior 18:53, 9. Mär. 2007 (CET)
Großes LOOOB--Blaufisch 18:56, 9. Mär. 2007 (CET)

Ökostromanbieter

Der Abschnitt sollte meiner Meinung nach keine Produkte- und Marken beinhalten, sonst erscheint dies als Werbung - Beispiel Österreich. Gibt es hierzu eine WP-Vorgabe? -- Wikinero 10:50, 2. Jun. 2007 (CEST)

Das ist ein schwieriges Pflaster. Einerseits wird versucht, einen Überblick über die wichtigsten Ökostromanbieter im deutschsprachigen Raum zu geben, was sicher sinnvoll ist und, wenn es neutral formuliert ist, für mich auch keine Werbung darstellt. Andererseits strotzt der Abschnitt besonders bei den österreichischen Anbietern nur so von "Werbesprech", entspricht somit nicht mehr den NPOV-Regeln und müsste wohl dringend mal entschlackt werden. --Martin Zeise 12:43, 2. Jun. 2007 (CEST)

Wellenkraftwerke

Hallo, wie wäre es mit einem Abschnitt/Link/etc. zum Thema Wellenkraftwerk als Ergänzung zu den Möglichkeiten zur Erzeugung? (Der vorstehende, nicht signierte Beitrag stammt von 85.180.62.25 (Diskussion • Beiträge) 09:59, 7. Jul. 2007)

Finde ich nicht gut - Wellenkraftwerke spielen keine Rolle bei der Erzeugung von Ökostrom. Das ist ja kein Artikel über mögliche Energiequellen der Zukunft. -- Solarwarrior 16:20, 14. Jul. 2007 (CEST)

Neutralität

Am 19.06.07 hat die IP "217.228.190.113" mit dieser Begründung den Neutralitätsbaustein platziert. Nun sind die Gründe zum Wechsel halt in der Regel polischer Natur (und daher nicht neutral), trotzdem muß man sie hier nennen können (und zwar ohne Neutralitätsbaustein). Aus diesem Grund hatte/habe ich den Baustein ohne weitere Änderungen entfernt. Roest 19:39, 27. Jul. 2007 (CEST)

Nun gut, ich werde das jetzt nicht wieder revertieren. Neutral scheint mir die Passage trotzdem nicht zu sein, sondern klingt eigentlich nur wie unreflektierte Werbung (nur nebenbei: ich bin auch Ökostrombezieher). Auch strotzt der Österreich-Abschnitt nach wie vor vor Werbesprech. --Martin Zeise 22:22, 27. Jul. 2007 (CEST)
Hallo Martin, ich habe den Beitrag der "oekostrom AG" mal gekürzt. Ansonsten wäre ich dir dankbar, wenn du die "unreflektierte Werbung" konkretisieren könntest, ich kann dir da nicht folgen. Danke. Gruß Roest 00:32, 28. Jul. 2007 (CEST)
So, nun will ich mir mal die Zeit nehmen und antworten. Der Abschnitt "Gründe, Ökostrombezieher zu werden" sieht für mich so aus, als sein er von einem Flugblatt abgeschrieben und hat einen dementsprechenden Duktus. Er will weniger informieren, sondern überzeugen, was nicht Sinn und Zweck der Wikipedia ist. Er setzt bestimmte Grundannahmen unhinterfragt voraus. Ich will mal ein paar solcher ragen aufschreiben (wohlgemerkt: ich bin bewusst auch Ökostrombezieher): Was ist gut daran, dass der herkömmlichen Stromindustrie Geld entzogen wird. Ich könnte auch argumentieren, dass nur große Unternehmen in der Lage sind, die entsprechenden Investitionsmittel für große Ökostromanlagen aufzubringen. - Warum "verbessert" sich der Strommix durch Ökostrom? Ein Strommix aus den seit Jahrzehnten üblichen Kraftwerken reicht doch auch für eine sichere und kostengünstige Energieversorgung? - Der nächste Satz Anbieter, die diese beiden Voraussetzungen nicht erfüllen, können keine seriösen Ökostromanbieter sein. steht da völlig zusammenhanglos, was ist denn mit "diese Voraussetzungen" gemeint. Dann steht da völlig unvermittelt ein Absatz zur Energieeinsparung, der ja erst einmal nichts mit der Ökostromerzeugung zu tun. Das Ganze könnte ich jetzt noch weiter Satz für Satz auseinanderpflücken, ich hoffe es ist klar geworden, worauf ich hinaus will: Der ganze Abschnitt passt so nicht in eine Enzyklopädie. - Im Österreich-Abschnitt steht bei AAP und wird von den Umweltorganisationen ... empfohlen. Da das bei den anderen Anbietern nicht dasteht, könnte man auf die Idee kommen, dass AAP der einzige empfohlenene Anbieter ist. Ist dem so? Oder sollte man nicht da auch noch einmal versuchen, das Ganze enzyklopädischer zu formulieren? --Martin Zeise 22:18, 1. Aug. 2007 (CEST)
Ja, sollte man! Ich kann deinen Ausführungen nur zustimmen --Balder777 22:06, 25. Nov. 2007 (CET)

Da der Artikel so stark werbenden Charakter hat, wäre der Hinweis auf grundsätzliche Kritik sinnvoll. Mein Versuch, das Thema wirklich anschaulich zu diskutieren, findet sich hier: http://www.bo-alternativ.de/dokumente/oekostrom.pdf In Kurzform: Der Bezug von Ökostrom führt zunächst dazu, dass andere virtuell mehr Atom- und Kohlestrom erhalten. Wem ich als Stromkunde mein Geld überweise, ist irrelevant, da Geld nicht an einem Ort bleibt. Auch die Selbstverpflichtung von Ökoanbietern, keine direkten Geschäftsbeziehungen mit Atombetreibern aufzunehmen, ist im modernen Kapitalismus irreführende Imagepolitik. Beispiel: Ich wechsele von RWE zu Lichtblick. Lichtblick kauft (sogar rein auf dem Papier) Wasserkraftstrom aus Österreich. Österreich kauft (rein auf dem Papier) entsprechend mehr Atomstrom aus Tschechien. Tschechien liefert weniger nach Polen, RWE liefert entsprechend mehr an Polen: Ein Kreislauf, der real wesentlich mehr Zwischenstationen hat und über Bilanzen verrechnet wird. Geld bleibt nicht an einem Ort, Strom auch nicht. Welche Wirkung mit dem Ganzen verbunden ist, zeigt deshalb nur der Blick auf Angebots- und Nachfrageverhältnisse. Nach exemplarischer Beispielrechnung kann jeder dritte Haushalt umsteigen, ohne dass ein Gramm CO2 geapart werden muss. Es findet ein billiger Ablasshandel statt, der den Ökoanteil im deutschen Netz sogar LANGSAMER statt schnelle wachsen lassen könnte. Tatsächlich wirksam ist nämlich die Vergütung nach dem Erneuerbare Energien Gesetz. Die dort enthaltene Einspeisevergütung hat die Kapazität regenerativer Stromerzeugung in Deutschland seit 2000 verdreifacht: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007): Erneuerbare Energien in Zahlen - nationale und internationale Entwicklung. Stand: Juli 2007. http://erneuerbare-energien.de/files/erneuerbare_energien/downloads/application/pdf/broschuere_ee_zahlen.pdf "Ökostrom" hatte keinen erkennbaren Effekt. Die Verpflichtung von greenpeace Energy, Lichblick & Co, nur aus nach 1998 oder 1999 gebauten Anlagen zu beziehen, ist angesichts des bisherigen Wachstums zahnlos. Irreführend wird suggeriert, der Stromanbierterwechsel erzeuge eine "gute" Nachfragewirkung. Diese Irreführung hat politisch die Auswirkung, dass die Einspeisevergütung (eine angeblich marktwidrige Subvention, die keine Effizenzverbesserung anreize) schneller gekappt wird. Das passiert übrigens gerade dieser Tage weiter - bei Solarstromvergütung. Fazit: Ökostrom gefährdet eher das Wachstum regenerativer Energieerzeugung, als das er es stärkt. Die zutreffendere Frage zum Ökostromwechsel lautet: "Wie viel ist es Ihnen wert, dass der Industriebetrieb nebenan MEHR Atomstrom bezieht?"--Afmeier 15:29, 30. Nov. 2007 (CET)

Nun würde, wenn wir das so in den Artikel aufnehmen würden, ein POV durch einen weiteren, entgegengesetzten POV ergänzt werden. Damit ist uns nicht gedient. Gibt es außer deiner Theoriefindung auch reputable Quellen für deine Aussagen?--Martin Zeise 21:54, 30. Nov. 2007 (CET)
Kritikpunkt gehört unbedingt ergänzt, die Einschätzung das es sich bei Ökostrom nur um eine Umverteilung handelt, ist ja keine Einzelmeinung. Also: Quellen und Belege suchen und ergänzen, als kurzen - aber wirklich kurzen - Absatz. zandreas 17:55, 3. Dez. 2007 (CET)

Welche Art von Quellen und Belegen schwebt euch vor? Bin kein erfahrener Wiki-Autor. Zahlen, von wann bis wann wie viel die erneuerbaren Erzeugungskapazitäten gewachsen sind, enthält der oben von mir zitierte Bericht des Umweltministeriums. Alles andere ergibt sich nur aus der Dikussion von Zusammenhängen, m.E. kann es keinen echten "Beleg" für oder wider einer Wirkung von Ökostrom geben. Z.B. der Stromanbieter "greenpeace-energy" (http://www.greenpeace-energy.de/strom_versorgung.php) und das Preisportal verivox (http://www.verivox.de/power/oekostrom.asp) verwenden das Anschauungsmodell des "Stromsees", um nachzuweisen, dass es einen Ökoeffekt geben könne. Dieses Modell hat logische Lücken und ist irreführend, siehe mein Beispiel oben. "Naturstrom" suggeriert sogar, Windkraftstrom in Deutschland sei nicht ökologisch hilfreich, "Dieser kann dann zwar ins Ausland verkauft werden, führt aber irgendwo dazu, dass bestehende konventionelle Kraftwerke sich nicht mehr rechnen und stillgelegt werden bzw. weniger neue Atom- oder Kohlekraftwerke gebaut werden." (http://www.naturstrom.de/hintergrundinfo/strommarkt/funktion.html). Das ist skandalös blöde (darauf, dass sich Altanlagen mit abgeschriebenen Investitionskosten schon vor der Häufung von Reparaturbedarf nicht mehr rechnen, kann man ewig warten), aber echte BELEGE haben die naturgemäß (auch) keine.--Afmeier 17:23, 4. Dez. 2007 (CET)

Nachtrag nach einem Blick auf den Hinweis zu "Theoriefindung": Vielleicht müsste jemand anders einen kritischen Abschnitt für den Wiki-Artikel schreiben. Da es ja immer mehrere Quellen geben soll: Die prinzipielle Möglichkeit, dass ein sich "Ökostrom" nennendes Angebot ein weitgehend wirkungsloses Nullsummenspiel sein KANN, enthält bspw. auch: Lange, Lars (2007): Die Ökostromlüge. Telepolis, 23.11.2007. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26671/1.html sowie mehr oder weniger direkt die Selbstdarstellungen jener Anbieter, die auf der Seite am meisten ge-feature-t werden, bspw. schreiben die Greenpeace-Kriterien für neuen Strom (S.1): "Der Bezug von sauberem Strom muss zu einem Umweltnutzen in Form neuer Anlagen führen." (http://www.greenpeace-energy.de/data/dateien_download/hintergrund/gp_kriterien.pdf). Denn das ist keineswegs automatisch der Fall- ggf. auch nicht bei gp-Strom. --Afmeier 17:44, 4. Dez. 2007 (CET)

Ergänzend: hier links zu Statements, die mehr oder weniger der von mir oben dargestellten Kritik entsprechen: Michael Bilharz (TU München, Schwerpunkt nachhaltiger Konsum): "Ökostrom: Erzeugen statt beziehen! Einspeisen statt kaufen!" http://www.projektwerkstatt.de/strom/kritik/bilharz.htm Wolf von Fabeck (Solar-Förderverein): "Grünen Strom lieber verbrauchen oder produzieren? Ökostromkunden werden getäuscht". http://www.projektwerkstatt.de/strom/kritik/fabeck1.htm Roland Schnell (Grüne Liga, Graskraft): "Anmerkungen" http://www.projektwerkstatt.de/strom/kritik/rschnell.htm Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.: "'Ökostromhandel' - ein strategischer Fehler". http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/taeusch2.htm Bund der Energieverbraucher (2004): "Fragwürdiger Ablasshandel mit Ökostrom". http://www.energieverbraucher.de/de/Energiebezug/Strom/Gruener_Strom/site__377/ --Afmeier 15:05, 8. Dez. 2007 (CET)

Artikel

hallo Simon (und Mitschreiber), ich finde gut dass du den Absatz Gründe, Ökostrom zu beziehen..' herausgenommen hast. Ich wollte das auch vorschlagen, bin aber erst dabei mich in die Materie einzulesen. Ich sehe im Moment drei Unterpunkte, wie Ökostrom für den Kunden (wir) aussieht, das heißt was einem für sein Geld /Vertrag versprochen wird, ich meine daran sollen wir uns orientieren. Vielleicht könnten wir den 2. Absatz so gliedern. a) garantierter Neubau, b) keine Zusagen, aber möglich c) Zertifizierung. gruß--Kino 08:37, 7. Dez. 2007 (CET)

Hoppla, jetzt erst gesehen. Mir ist noch nicht ganz klar, worauf Du mit dem a)-c) hinaus willst, die unterschiedlichen Vertragsbedingungen können aber durchaus auch im Hauptteil (also nicht nur bei den Anbietern) erläutert werden. Hast Du einen Überblick über die genauen Bedingungen bei der Zertifizierung? --Simon-Martin 12:14, 7. Dez. 2007 (CET)
für die RECS-Zertfizierung, nach der z.B. die im Artikel benannten Stadtwerke Kassel den Ökostrom verkaufen, kann ich es sagen: Wenn ich als Kunde einen Ökostromtarifvertrag mit den Stadtwerken abschließe und z.b. 4000kWh im Jahr beziehe, wird mir für den Aufpreis (oder auch nicht) garantiert, dass irgenwo in Europa die gleiche Menge Strom aus EE (meist aus bestehenden Wasserkraftwerken) erzeugt wurde. Das nennen die Stadtwerke Kassel auch Ökostrom, das ist doch aber was anderes als der Ökostrom von z.B. Naturstrom AG. Darauf will ich hinaus dass das klar wird. Die anderen Zertifizierungen muss ich mir erst ansehen--Kino 16:08, 7. Dez. 2007 (CET) PS.Die Stadtwerke Kassel z.B. haben sich die RCFS Zertifikate (billig) gekauft, und bieten nun den Ökostrom für mehr cents an als die rcfs -Zertifikate gekostet haben. So stelle ich mir das vor, wenns falsch ist bitte berichtigen.--Kino 17:01, 7. Dez. 2007 (CET)
Im Prinzip macht auch Naturstrom genau das selbe, nur ohne dafür das den Handel etwas vereinfachende Instrument des RECS zu nutzen. Und Naturstrom investiert einfach 1,75 Cent pro kWh, die man dort kauft, für den Bau von Ökoanlagen. Da Investitionen in Ökoanlagen in der Regel kein verschenktes Geld sind, bewegt sich der netto geleistete Beitrag vielleicht nur im Zehntel-Cent-Bereich, aber immerhin (so was kann man übrigens virtuell abspalten und Banken weiterverkaufen, siehe US-Immobilienkrise). Wenn Naturstrom im vgl. zu manchen Stadtwerken gar nicht so teuer ist, so hat das nichts mit Technologie oder Öko zu tun, sondern dass das Energiewirtschaftsgesetz so angelegt ist, dass einige der rein virtuellen Mitbewerber Vorteile abschöpfen können. Imm vgl. bspw. zu Yellow-Strom wird's vermutlich teurer bleiben.--Afmeier 18:58, 8. Dez. 2007 (CET)

Eingangsdefinition unkorrekt

Der zweite Punkt der Eingangsdefinition des Artikels ist unzutreffend: "Auch das Angebot eines Stromanbieters, der seine Kunden ausschließlich aus umweltschonenden Energiequellen versorgt, wird Ökostrom genannt." Tatsächlich sind die gemeinten Anbeiter keine Versorger im wörtlichen Sinn. Sie sind i.d.R. weder Netzbetreiber noch Übertragungsnetzbetreiber (wie z.B. RWE, EON und örtliche Stadtwerke). Vielmehr liefert in jedem Fall erst ein Gesetz (D: Energiewirtschaftsgesetz) mit darüber festgelegten Verrechnungsmodalitäten die Möglichkeit, als Ökostromanbieter aufzutreten (ohne selber zu versorgen). Diese Anbieter schließen i.d.R. nur Verträge nach gesetzlicher Maßgabe und Verrechnung - aus genau dem Grund sind ja die üblichen Behauptungen falsch, der Wechsel zu einem solchen Anbieter könnte direkt eine bezifferbare Menge CO2 einsparen. Korrekt wäre: "Auch das Angebot spezialisierter Stromvermarkter wird Ökostrom genannt. Nach gesetzlichen Vorgaben müssen dazu Vereinbarungen mit Betreibern erneuerbarer Energieerzeugung in ungefährer Größenordnung des Verbrauchs der in ihrem Namen geführten Stromkunden vorlegen. Verschiedene nicht-staatlichen Zertifikate versuchen mit weiteren Vorgaben sicher zu stellen, dass der Bezug eines solchen Ökostromangebots eine klimapolitische Wirkung hat." Ferner: Der Absatz "Über das Erneuerbare-Energien-Gesetz geförderter Strom" ist vermutlich missverständlich. So wie ich das Gesetz lese, steht es der Vermarktung von EEG-vergütetem Strom keinesfalls im Weg. Verboten ist nur Doppelvermarktung (§ 18 Doppelvermarktungsverbot, http://bundesrecht.juris.de/eeg_2004/index.html). D.h. der Betreiber der z.B. Windkraftanlage bekommt die Vergütung von dem Netzbetreiber, in dessen Netz er einspeist. Als Ökostrom vermarkten kann dann nur noch der Netzbetreiber, z.B. RWE oder lokale Stadtwerke - außer für jene bei ihnen überdurchschnittlich anfallenden zu vergütenden Mengen, für die sie sich bei anderen Netzbetreibern einen finanziellen Ausgleich holen (§ 14 Abs. 3). Ich folgere, dass RWE & Co das hier über das EEG begrenzte Vermarktungsrecht schlicht nicht billig an die unabhängigen kleinen Ökos wie naturstrom und gp energy abgeben (sondern bspw. für eigene Ökostromangebote in der Hinterhand behalten). Darum weichen die Kleinen virtuell ins Ausland aus. Tatsächlich dreht sich bei den Ökoanbietern alles nur um die Vermarktung, wie ja aus dem Gesetzeswortlaut abgelesen werden kann. Das hat Folgen für die ökologische Wirkung (s.o. zur Neutralität).--Afmeier 14:49, 7. Dez. 2007 (CET)

HEAG bzw. Entega

Gibt es irgendeine Quelle dafür, dass die HEAG über 300000 Kunden (nicht Anbieter) mit Ökostrom versorgt? Sind die zertifiziert? --Simon-Martin 11:13, 7. Dez. 2007 (CET)

Der Vertreiber heißt ENTEGA und hat die üblichen Zertifikate (was wohl eher zeigt, wie aussagelos die Zertifikate faktisch sind), das kann man sich anschauen unter http://oekostrom.entega.de/#gutfuerdienatur 300 000 Kunden sind vermutlich zu hoch gegriffen, denn die Gesamtkundenzahl liegt anscheinend bei 645 000, siehe http://www.hse.ag/index.php?uid=8 Fakt ist, dass die Stadtwerke (bzw. die nicht mehr unter diesem Namen firmierenden Betreiber in Kommunalbesitz) an allen möglichen Orten auf das virtuelle Ökostrom-Ticket aufspringen. Es wird also Zeit, endlich kritisch zu hinterfragen, was das mit Öko zu tun hat. Die großen Ökoverbände in Deutschland scheinen den Überblick mehrheitlich noch nicht wieder gefunden zu haben.--Afmeier 19:31, 8. Dez. 2007 (CET)

Eine IP-Adresse hat Entega als Ökostrom-Anbieter eingetragen. Ich habe das wieder entfernt. Entega wird bereits unterhalb der Anbieter-Liste als einer derjenigen genannt, der mittels Zertifikaten komplett umgestellt hat. Dies scheint allerdings falsch zu sein: In dieser Pressemitteilung gibt Entega selbst an, dass inzwischen über 10%, nämlich 60.000 Kunden Ökostrom beziehen, die restlichen 90% bekommen dann wohl herkömmlichen Strom. Ich denke, wir sollten die Anbieter-liste auf diejenigen beschränken, die ausschließlich Ökostrom anbieten, und sei es auch nur mittels RECS-Zertifikaten. Für eine Liste von Anbietern, die UNTER ANDEREM Ökostrom anbieten wären die gängigen Stromportale sicherlich eine bessere Adresse. --Blauerflummi 14:12, 8. Jan. 2008 (CET)

Mythos Ökostrom

Ökostrom unterscheidet sich von Normalstrom genauso, wie sich Weihwasser von Leitungswasser unterscheidet: Aus der Steckdose kommen nur die Hauselektronen und nicht irgendwelche Ökoelektronen.

Was gemeint ist: Die Stromanbieter sind keine Stromanbieter sondern Spannungsversorger und diese Versorgung kann durchaus mit eu-ökologischen Verfahren (Stauwerke) gewährleistet werden.

Wieso ist es so schwer, diese Diskusssion mit den richtigen Begriffen zu führen? Oder spielt dieser Aspekt keine Rolle?

K. Dietsch, Nürnberg, 29.12.2007

Ich gehe davon aus, dass die meisten der gemeinten Anbieter in erster Linie keine Spannungsversorger sind, sondern Vermarkter oder bestenfalls Zwischenhändler. Die lokalen Stadtwerke sind dann Spannungsversorger, wenn sie tatsächlich eigene Kapazitäten je nach Verbrauch in dem betreuten Netzabschnitt zu- und abschalten. Wer irgendwo in der Schweiz oder Norwegen Verträge macht, mit denen dann deutschen Kunden erklärt werden kann, sie wären jetzt CO2-frei oder ähnlich unzutreffendes, ist vielleicht tatsächlich besser als "Stromanbieter" denn als "Spannungsversorger" bezeichnet. Dass der Unterschied zwischen Öko- und Normalstrom dem von Wasser und Weihwasser entspricht, hat m.E. durchaus Konsequenzen, siehe die Neutralitätsdiskussion.--Afmeier 22:48, 7. Jan. 2008 (CET)

Liste der Anbieter - Deutschland

In der Liste der Anbieter in Deutschland befinden sich neuerdings auch die Naturwatt GmbH, die eine Tochter von EWE ist (fünftgrößter Konzern mit Atomkraftwerken) und der NaturEnergie AG (die wird ja bereits kritisiert). Die Strommixer sind mir unbekannt, zwar laut Webseite unabhängig, aber die genaue Eigentumsverhältnisse sind dort nicht ersichtlich.

Sollten nicht zumindest die mit den Konzernen verquickten Anbieter aus der Liste entfernt werden, da dies gerade Ökostromanbieter sind, die dieses Prädikat nicht verdienen? --Ff-Sepp 14:35, 5. Jan. 2008 (CET)

Ich bin dagegen, diese Anbieter zu entfernen. Besser wäre es IMHO, wenn deutlicher herausgearbeitet wird, welche Kritikpunkte bestehen. Dass die NaturWatt-Mutter EWE der fünftgrößte Atomkonzern Deutschlands ist, wird weder im NaturWatt-, noch im EWE-Artikel deutlich, und sollte dort eingebaut werden. Und eine Recherche zu den Strommixern wäre auch sicherlich interessant. --Blauerflummi 16:54, 5. Jan. 2008 (CET)

RECS-Schummelleien

hallo Blauerflummi, stimmt der Satz in 3.1 ...in Einzelfällen sollen Betreiber regenerativer KW...?, müsste das nich konventioneller KW heißen?. --Kino 15:56, 7. Jan. 2008 (CET)

Der Satz ist von mir. Bezieht sich auf den referenzierten taz-Artikel. Demnach wird auch bei der „Erzeugung“ der RECS-Zertifikate geschummelt. Zitat: „Daran halten sich aber einige Produzenten von erneuerbaren Strom (sic!) nicht und verkaufen den Strom, den sie eigentlich nicht mehr als Ökostrom deklarieren dürften, weiterhin als solchen“. Also der Umweltnutzen wird zweimal verhökert. Betreiber regenerativer KW sind nicht automatisch bessere Menschen. --Simon-Martin 16:13, 7. Jan. 2008 (CET)
ach so;.. ich weiß nicht was ich von der Kategorie:Energieversorger (Ökostrom) halten soll. wenn man das nicht durchschauen kann, kann man es imho auch nicht einordnen, ebenso die für kat:Öko-Gas--Kino 16:32, 7. Jan. 2008 (CET)
Oh. Hm, was ich von der halten soll, weiß ich auch nicht. --Simon-Martin 16:37, 7. Jan. 2008 (CET)
echte gibt es augenblicklich nur drei( die ich kenne), Lichtblick und NaturWatt gehören nicht dazu--Kino 16:42, 7. Jan. 2008 (CET)
Mag sein, dass jemand mit RECS betrogen hat. Vermutlich ist es ein reines Missverständnis, ich finde das nicht in dem taz-Beitrag, da steht das nämlich so NICHT. Der Tagesschaubeitrag schreibt am klarsten: "Allerdings hielten sich viele Produzenten etwa von Strom aus Wasserkraft in Norwegen oder Frankreich nicht an die Vorgabe, ihren Kunden nach dem Verkauf eines Zertifikats auch darüber zu informieren, dass sie nicht mehr das Recht hätten, ihren Strom als Ökostrom zu bezeichnen, kritisierte Thorben Becker vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)." Das heißt, das, was verkauft wird, ist das Recht auf eine Bezeichnung. In Frankreich ist die EdF vermutlich noch nicht wie in D verpflichtet, dem Kunden auf einer Netzseite Zahlen über eine rechnerische Zusammensetzung aufzuschreiben. Na und? Und wenn sie es mal machen, dann steht da statt "70% Atomkraft und 5% Wasserkraft" irgendwo "70,5% Atom und 4,5% Wasser" auf einer französischen Internetseite, wem wäre damit geholfen? Würde das die Großstromkunden der französischen Industrie verunsichern?
Zur Klarstellung: RECS ist ein System zur Erleichterung und Verflüssigung von Handel. Was mit RECS möglich ist, geht aufwändiger im Prinzip auch ohne. Aber RECS zeigt, worum es bei dem sog. Ökostrom tatsächlich geht: Um den Handel des Rechts für Bezeichnungen. Also um einen Ablasshandel. Den die EU-Kommission gerade aktuell zum Anlass nimmt, um die Einspeisevergütung in Deutschland in Frage zu stellen. Es wird Zeit, dass der Wiki-Artikel mal Kritik an Ökostrom aufnimmt, statt sich auf Mutmaßungen über "echte" und "unechte" Ökostromanbieter aufzubauen.--Afmeier 23:07, 7. Jan. 2008 (CET)

Physikalischer Strombezug ist nicht immer eine 100% Lieferung von Ökostrom Die Verwendung von Zertifikaten des „Renewable Energy Certificate Systems“ (RECS-Zertifikate) bzw. die Verwendung von Herkunftsnachweisen (Guarantee of Origins: GoO) ist eine europaweit übliche Routine, die auch vor dem Hintergrund, dass physikalische Lieferungen zumeist nicht möglich sind, bereits seit Anfang 2001/2002 in vielen Europäischen Ländern etabliert worden ist. In Deutschland haben wir mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine fixe Einspeisevergütung. Die im EEG enthaltenen erneuerbaren Energien werden über alle Verbraucher verteilt und stehen demnach dem Markt nicht zur Verfügung. Die Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie in Deutschland außerhalb des EEG ist sehr stark begrenzt. Lediglich der Strom aus alten Wasserkraftwerken ist in Deutschland verfügbar. Diese Mengen sind jedoch stark begrenzt und die entsprechenden Kraftwerke befinden sich fast ausschließlich im Besitz der Großunternehmen (RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW). Hierzu kommt, dass für viele Ökostromanbieter jedoch der Geldfluss mit eine entscheidende Rolle spielt ist ein Bezug dieser Mengen – das Geld würde ja direkt an ein Unternehmen fließen, die auch Atomkraftwerke betreiben, bzw. Anteile an diesen besitzen – nicht gewünscht. Eine physikalische Lieferung muss also aufgrund der fehlenden Kapazitäten aus dem Ausland stammen. Um eine solche Lieferung zu ermöglichen, müssen Kapazitäten an den Interkonnektoren, „Grenzübergängen“ bzw. an den großen Kabeltrassen ersteigert werden. Auch hier fließt das Geld an die Besitzer dieser Interkonnektoren bzw. die Übertragungsnetzbetreiber, also auf deutscher Seite wieder an eines der genannten vier Unternehmen. Trotz der gebuchten Kapazitäten ist eine tatsächliche physikalische Lieferung - falls es sich um eine Kabeltrasse handelt - aber nach wie vor nicht sichergestellt, da der physikalische Stromfluss prinzipiell entgegen des Marktpreisgefälles erfolgt. In Stunden, wo der Strompreis im Ausland günstiger ist, fließt die Energie in Richtung Deutschland. In Stunden, wo der Marktpreis in Deutschland günstiger ist, fließt der Strom von Deutschland ins Ausland. Für Stromlieferungen aus Skandinavien bedeutet dies zum Beispiel, da die Preisunterschiede zwischen Tag- und Nachtstunden wesentlich geringer ausgeprägt sind als in Deutschland, dass die Energie am Tag von Skandinavien nach Deutschland fließt und in der Nacht von Deutschland nach Skandinavien. Jemand der zum Beispiel ein 1MW-Baseloadband in einer Auktion ersteigert hat, erhält demnach etwas mehr als die Hälfte Strom aus erneuerbaren Energien, wenn er denn einen Stromliefervertrag über z. B. der Lieferung aus einem ein Wasserkraftwerk abgeschlossen hat. Die Differenz wird vom Übertragungsnetzbetreiber als Graustrom zur Verfügung gestellt, da der Strom physikalisch nicht aus Skandinavien fließen kann und trotzdem in Deutschland benötigt wird. Ein weiteres Problem für den Strombezug aus dem Ausland ist die physikalische Tatsache, dass Strom immer den kürzesten Weg nimmt. Sollen zum Beispiel gleichzeitig Energiemengen von Deutschland nach Skandinavien und von Skandinavien nach Deutschland transportiert werden, so werden diese gegeneinander verrechnet, da Strom innerhalb eines Kabels (Netzes) nicht gleichzeitig in zwei entgegengesetzte Richtungen fließen kann. Der deutsche Strom bleibt in Deutschland der skandinavische in Skandinavien. Diese physikalische Tatsache wird als „Zwang zum Netting“ seitens der Übertragungsnetzbetreiber bezeichnet. Die tatsächlich nach Deutschland transportierte Menge Öko-Strom kann sich somit weiter verringern. Als letztes sei an dieser Stelle an das Postulat der Versorgungssicherheit, welches aucheuropäischer Ebene gültig ist, erinnert. Führt ein besonders trockener Sommer dazu, dass in Südeuropa ein Stromengpass entsteht, so fließt die Energie von Nord- nach Südeuropa und zwar vollkommen unabhängig davon, ob jemand einen Bezugsvertrag über z.B. ausländische Wasserkraft hat oder nicht. Auch die deutschen Ökostromanbieter müssen diese Tatsachen akzeptieren, und verweisen deshalb gerne auf eine „zeitgleiche Einspeisung“ der Energie in das europäische Verbundnetz. Da RECS-Zertifikate auch als Herkunftsnachweise (GoO’s) genutzt werden können, kann dieser Nachweis jedoch auch mittels RECS-Zertifikate erfolgen. -- Nicht signierter Beitrag stammt von IP 194.29.98.144

Ich habe die Änderungen von IP 194.29.98.144 am Artikel wieder entfernt. Er schreibt, dass nur durch RECS-Zertifikate eine Doppelvermarktung durch Ökostom verhindert werden kann. Dass ist offensichtlich falsch. Ein Beispiel; Greenpeace Energy kauft den Strom, der in Deutschland an die Verbraucher verkauft wird, direkt bei ausländischen Kraftwerksbetreibern ein, ohne den Umweg über RECS-Zertifikate. Hier handelt es sich offensichtlich um Ökostrom, und der Strom kann auch offensichtlich nicht zwei mal verkauft werden (ansonsten wäre das ja für jeden Kraftwerksbetreiber eine Lizenz zum Gelddrucken...) Zu dem längeren Diskussionsbeitrag der IP möchte ich nur anmerken, dass kein Ökostrom-Anbieter behauptet, dass der physikalische Strom, der aus der Steckdose kommt, Ökostrom ist. Es geht stattdessen um die Geldströme: Wenn der Ökostrom-Anbieter konventionellen Strom mit RECS-Zertifikaten veredelt, erhält der Betreiber des konventionellen Kraftwerks 7 Cent/kWh, der RECS-Zertifikatverkäufer aber nur 0,05 Cent. Wenn der Ökostrom-Versorger hingegen ohne RECS-Zertifikate direkt bein Ökostrom-Erzeuger einkauft, dann landet der volle Betrag für den Stromeinkauf beim Ökostrom-Erzeuger.--Blauerflummi 10:51, 14. Jan. 2008 (CET)
Ich finde vermutlich richtig, dass du die RECS-Behauptung entfernt hast, aber das mit den Geldströmen halte ich leider für einen ähnlichen Irrtum wie den, phsikalischer Ökostrom ließe sich zu einer bestimmten Steckdose umleiten (letzteres glauben leider vermutlich die meisten Ökostromkunden und mit der irreführenden "Stromsee"-Metapher versuchen die meisten Anbieter, diesen Glauben möglichst wenig zu irritieren, falls mal ein Kunde genauer nachfragt). Geldströme fließen fast so hin und her wie sich die Spannung verteilt und ob die 7 Cent für die Stromleistung (scheinbar, über den Umweg mehrerer Banken) direkt überwiesen wird oder nicht (über den Umweg von Transaktionen, die andere Anbieter einschließen), ist doch unwesentlich. Dass dies wesentlich wäre, suggerieren gp energy & Co in der Tat. --Afmeier 10:55, 15. Jan. 2008 (CET)

Ökostrom-Angebote aus einspeisevergütetem Strom in D möglich?

Ich wüsste gern, ob es tatsächlich unmöglich ist, per EEG in Deutschland einspeisevergütete Stromleistungen für Ökostromangebote zu nutzen. Der anonyme Diskussionsbeitrag zu RECS oben behauptet das und scheint ja einigermaßen gut informiert zu sein. Ist dem so oder gilt dies nur für Anbieter, die nirgends einen eigenen Netzabschnitt betreiben wie z.B. Lichtblick, gp energy, naturstrom usw.? Die Kosten für den nach EEG vergüteten Ökostrom und damit auch die virtuelle Verfügung über entsprechende regenerative Anteile im eigenen Strommix wird ja auf die Netzbetreiber und Übertragungsnetzbetreiber verteilt, also RWE, EON, EnBW, Vattenfall und Stadtwerke inkl. EWS Schönau. All diese können ja nicht nur (mit oder ohne RECS) virtuell Ökostromanteile zukaufen, sondern z.B. auch 'schmutzige' Chargen verkaufen. EnBW vermarktet z.B. über seine Tochter Yellow-Strom virtuell höhere Anteile an Atomstrom. Zugegeben inkl. eines durchschnittlichen Ökostromanteils (nach verivox.de), das könnte rein am höheren Atomanteil der EnBW liegen . Verhindert § 18 EEG die Bündelung der vergüteten Einspeisungen in Ökostromangebote? Oder ist die Bündelung für Netzbetreiber doch möglich?--Afmeier 10:55, 15. Jan. 2008 (CET)

Änderungen am Artikel

Falls in hier nicht bald die entsprechenden Diskussionen in Gang kommen, werde ich ein paar Änderungen am Artikel vornehmen.

1. Eingangsdefinition: Die gemeinten Anbieter versorgen nicht mit Strom. Neu: "Auch spezielle Angebote an Stromendverbraucher werden Ökostrom genannt. Nach staatlichen Vorgaben in einigen Ländern (D: Energiewirtschaftsgesetz und Bundesnetzagentur) dürfen solche Unternehmen als Stromanbieter gegenüber Endkunden auftreten, die mit Einspeisern von Energie in das Stromnetz Verträge abschließen. Wenn diese Einspeiser überwiegend erneuerbare Energiequellen nutzen, wird das Angebot gegenüber Endverbrauchern ebenfalls als Ökostrom bezeichnet. Der Ökostromanbieter rechnet die Kosten für den Netzbetrieb, Verbrauchsablesung und tatsächliche Verbrauchsmengen nach staatlichen Vorgaben mit den Betreibern des Netzabschnitts des Endkunden ab. Die Betreiber des Netzabschnitts, an das der Endverbraucher angeschlossen ist, müssen dabei nicht selbst ökologisch orientiert sein und sichern die Spannungsversorgung in den betreffenden Netzabschnitt in der Regel überwiegend aus nicht regenerativen Quellen."

2. Energieträger Die Unterscheidung von großen und kleinen Wasserkraftwerken macht m.E. gar keinen Sinn und wird getilgt. Bsp.: Der Ökostromanbieter "Lichtblick" vermarktet Strom als aus dem Donaukraftwerk bei Wien stammend in Deutschland. Das ist mit 172 MW definitiv kein Kleinwasserwerk mehr.

3. Ökostrom als Energieprodukt " […] hat der Bezug von Ökostrom keine direkte Auswirkung auf den beim einzelnen Kunden gelieferten Strom, sondern auf den Strommix insgesamt." Ist sachlich falsch, da es (zumindest unmittelbar) gar keine Auswirkung auf den Strommix insgesamt gibt. Richtig: „hat der Bezug von Ökostrom keine physikalische, sondern nur virtuelle Auswirkung auf den beim einzelnen Kunden gelieferten Strom. Auch der Strommix insgesamt ist zunächst nicht berührt.“ Zeitgleich neu: (die bisherige Definition ist sachlich falsch, insbesondere das „gleichzeitig“ ist purer Unfug bzw. das gibt es schlicht nicht) „Zeitgleich bedeutet, dass der Anbieter Verträge abschließt, deren Einspeisewerte den statistischen Durchschnittswerten des tatsächlichen Verbrauchs entsprechen.“ Streichen des Abschnitts „Ein Kunde eines Versorgers, der z. B. einen Strommix von „100 % Wasserkraft“ angibt, der mengengleich eingespeist wird, bekommt in Wirklichkeit zu Spitzenzeiten einen gewissen Anteil Strom unbekannter Herkunft […]“, da sachlich Unsinn. Jeder Stromkunde bekommt Strom unbekannter Herkunft!

4. Einfügung eines Abschnitts „Kritik“. Der ist noch zu formulieren. Beinhalten sollte er m.E.:

- Aufbau regenerativer Stromerzeugung erfolgt in Deutschland nachgewiesener Maßen v.a. über das EEG. Laut EuGH-Rechtsprechung würde das EEG als wettbewerbswidrig einzustellen sein, wenn es einen funktionierenden Ökostrommarkt gäbe. Die Herstellung eines solchen ist also nicht im Interesse von ökologisch Interessierten (vgl. die an der RECS-Einführung beteiligten Großkonzerne und die gleichlautende Kritik durch den Solarenergie-Förderverein Deutschland)

- Umkehrung des z. B. des Prinzips des Emissionshandels „wer verschmutzt, soll zahlen“ (Internalisierung externer Kosten) zu „wer nicht verschmutzen will, soll zahlen“ (Verkauf von gutem Gewissen)

- Ökostromangebot ist gegenüber der potenziellen Nachfrage so minimal, dass kein nennenswerter Effekt entsteht

- Kunden werden getäuscht, ihre Nachfrage spare CO2 ein usw., tatsächlich ist die unmittelbare Folge allein, dass andere Verbraucher auf dem Papier zu höherem Anteil mit Kohle- oder Atomstrom beliefert werden. --Afmeier 17:21, 11. Jan. 2008 (CET)

Zumindest Punkt drei ist so doch etwas zu pessimistisch. Zumindest die größeren der unabhängigen Ökostromversorger und das OK-Power-Label verpflichten sich vertraglich, auch zusätzliche Anlagen zur Produktion von Ökostrom zu bauen.
Bei Punkt vier weiß ich nicht, wie er zu verstehen ist. Die Einspeisung insbesondere von Windstrom ist mittlerweile nicht mehr minimal. Und dass die Verkäufer die Nachfrage nicht decken können, habe ich auch noch nicht mitbekommen. --Simon-Martin 18:51, 13. Jan. 2008 (CET)
Zu Punkt drei: Wir leben in einem Land mit Einspeisevergütung, durch die der Aufbau neuer Ökoanlagen rentabel ist und ständig weiter passiert (das größte Hindernis für die Wirtschaftlichkeit ist vermutlich die politische Unsicherheit, da die Vergütung und die Vergütungshöhen ständig unter Beschuss stehen). D ist glaube ich das Land der Welt, in dem der Ausbau in den vergangenen Jahren am schnellsten war. Länder mit reinem "Ökostrom"-Markt wie GB haben kaum Wachstum. Es werden also - hoffentlich - sowieso weiter Anlagen gebaut, aber bringen die Selbstverpflichtungen der Ökostromanbieter etwa nach OK-Power einen zusätzlichen Effekt? Ein Beispiel: Die Einspeisevergütung von Solarstrom bringt näherungsweise 50 Cent/KWh. Der Strompreis der Ökoanbieter liegt i.d.R. unter der Hälfte davon und muss außerdem erhebliche Netzbabgaben etc. abdecken. Ich gehe davon aus, dass die Ökoanbieter Strom aus neugebauten Anlagen gar nicht selber weiter vermarkten, da sie sonst - ökonomisch wahnsinnig - auf die hohe Einspeisevergütung verzichten würden. Wenn sie in den örtlichen Netzabschnitt einspeisen und dafür nach EEG vergütet werden, können sie die Einspeisemenge nicht mehr selbst als Ökostrom vermarkten (siehe Doppelvermarktungsverbot im EEG § 18). D.h. konkret, dass neue Anlagen nicht direkt mit den Ökostromangeboten zu tun haben. Vielleicht noch weniger, als das Trinken von Krombacher-Bier mit dem Schutz des Regenwalds zu tun hat (Krombacher spendet pro Kasten verkauftes Bier so und so viel für den Regenwald). Alternativ muss man also Angebot und Nachfragewirkung abschätzen, das habe ich in http://www.bo-alternativ.de/dokumente/oekostrom.pdf versucht.
Zu Punkt vier: Den Windstrom verdanken wir wiederum der Einspeisevergütung. Aus dem selben Grund wie oben haben die Ökostromvermarkter so gut wie keine deutsche Windkraft im virtuellen Angebot. Das ist doch komisch: Genau jene Erzeugungsform, die hierzulande erkennbar wächst, findet sich fast gar nicht bei den "guten" Anbietern (sondern v.a. ausländische Wasserkraft). Meine Argumentation ist im Übrigen, dass es viel mehr Windkraft gibt, als die alternativen Lehrer-, Studenten- und Gutmenschen-Privathaushalte im Land nachfragen können. Also hat die reine Ökoqualität einen verschwindenden Marktpreis (also wenn man den Marktpreis der Energieleistung abzieht). Bei RECS soll er ja bei 0,05 Cent pro KWh liegen (siehe Wiki-Artikel zu RECS). Die "guten" Ökostromanbieter machen es sich halt schwerer und werden etwas höhere Mehrkosten haben - v.a. Personal- und Anwaltskosten.--Afmeier 10:29, 14. Jan. 2008 (CET)
zu Punkt drei. Ich hab gerade bei Greenpeace Energy nachgefragt: Der Strom aus den eigenen Kraftwerken wird ganz normal nach EEG eingespeist. Die Strommengen, mit denen die eigenen Kunden beliefert werden, werden in Ländern eigekauft, in denen keine mit dem den EEG vergleichbare gesetzliche Förderung besteht. Ich denke mal, die anderen Anbieter verfahren ähnlich. Das heisst jedoch nicht, dass neue Anlagen nichts mit dem Ökostrom-Angeboten zu tun haben, denn die Gewinne, die aus dem Verkauf der ausländischen Strommengen erzielt werden, werden in den Neubau von Anlagen in Deuschland gesteckt - vor allem bei Greenpeace energy, da dieser Anbieter als Genossenschaft organisiert ist, und die Genossenschaftsmitglieder über die Verwendung der Gewinne entscheiden können - soll ausgeschüttet oder investiert werden? Sobald die EEG-Förderung für eine Anlage ausgelaufen ist, wird sie dann für die Belieferung der eigenen Kunden eingesetzt. --Blauerflummi 11:06, 14. Jan. 2008 (CET)
Dass es überhaupt keinen Unterschied macht, ob man bei einem Anbieter kauft, der gerade ein Kohlekraftwerk plant, oder bei einem, der seine Überschüse ausdrücklich in "saubere" Anlagen (seiner Definition) steckt, ist nicht wirklich plausibel. Selbst wenn es eine reine Symbolhandlung wäre, ist eine solche besser als gar nichts. --Simon-Martin 12:54, 14. Jan. 2008 (CET)
Wenn man Gelder in den Bau 'sauberer' Anlagen lenkt, bedeutet das nicht pauschal, dass diese andernfalls nicht entstehen würden. Im modernen Kapitalismus heißt das zunächst einmal, dass die Refinanzierungskosten sinken (durch das höhere Kapitalangebot). Das ist sicher ein positiver Effekt. Genau wie löblich ist, wenn Krombacher pro Bierkiste in den Regenwaldschutz investiert. Statt Krombacher zu trinken, kann ich aber auch zu Königspils greifen und jedes Jahr fünf Euro an ein Regenwaldprojekt spenden. Dem Regenwald hilft's gleichermaßen. Wenn ich die Refinanzierungskosten für Ökoanlagenbau senken will, kann ich auch selbst Aktien kaufen, statt den Anbieter virtuell zu wechseln. Richtig viel helfen würde eine Kampagne, dass die Anbieter von Riester-Renten einen gewissen Anteil in Techniken stecken, mit denen die Klimakatastrophe abgewendet wird. Dann kämen nämlich relevante Summen zusammen. Was bringt nun das Investment von gp Energy, dessen Größe und Effekt von den Kunden nicht näherungsweise durchschaut werden kann? Sicher nicht nichts, genau wie die Krombacher-Aktion. V.a. aber einen Beitrag für das Weißwaschen der Gewissen der Kunden. Es besteht (fast) kein innerer Zusammenhang zwischen dem Bezug von Ökostrom und dem Aufbau solcher Anlagen, sondern rein eine freiwillige Verpflichtung. Allerdings wird ein innerer Zusammenhang behauptet, der politisch gegen die wirksame Einspeisevergütung gewendet wird. Ich kenne niemanden, der behauptet, es sei besser bei EnBW als bei greenpeace energy Strom zu beziehen. Ich behaupte aber, dass bei der Propagierung von Ökostromangeboten ein ideologischer Fehlschluss vorherrscht, der sogar negative Auswirkungen haben KÖNNTE. Wenn die positiven Wirkungen von Ökostromangeboten (bezogen auf CO2-Ausstoß) tatsächlich marginal sind, dann ist die Frage "Ökostrom, ja oder nein?" politisch falsch gestellt. Und das sollte sich in einem Abschitt "Kritik" in dem Wiki-Artikel wiederfinden. Ich fordere ja nicht, der ganze Wiki-Artikel solle Ökostrom als schlecht darstellen. Nur etwas Ideologie sollte raus und ein Abschnitt "Kritik" rein.--Afmeier 11:24, 15. Jan. 2008 (CET)
Übrigens stimme ich zu, dass der Neubau großer Kohlestromkapazitäten ein Problem für die Reduzierung des CO2-Ausstoßs darstellt. Damit finden nämlich Vorfestlegungen statt. Wenn die Investitionen einmal getätigt sind und die Anlagen da sind, ist deren Nutzung immer billiger als der Neubau anderer - selbst wenn sich die finanzielle Gesamtbetrachtung inkl. Investitionskosten bei anderen Anlagen im Nachhinein als günstiger herausstellt. Genau an diesem Problem zeigt sich, dass schnelles klimapolitisches Umsteuern nicht über das Gewinnen von ein paar Millionen Kunden für gp energy funktioniert. Sondern auf der Genehmigungsschiene müsseten die Kohleriesen verhindert werden, bzw. durch das Eingreifen der öffentlichen Eigentümer der beteiligten Stadtwerke. Auch ein klares politisches Signal für das Fortbestehen und den Ausbau der Einspeisevergütung könnte einen Beitrag leisten, um Financiers der Kohleriesen zum Umdenken zu bringen.--Afmeier 11:36, 15. Jan. 2008 (CET)

Könntest Du zu der Argumentation "Handel mit Ökostrom gefährdet EEG" einen Textvorschlag machen? --Simon-Martin 11:54, 15. Jan. 2008 (CET)

Auf der Diskussion zum RECS-Artikel zitierte ich dazu aus einer Stellungnahme des Solarförderverbands Deutschland (http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/recssyst.htm): "Bis heute zahlen einige Netzbetreiber die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung nur unter dem Vorbehalt der europarechtlichen Bestandskraft des EEG. Hinter dieser Formel verbirgt sich ihre Hoffnung, dass in einem zukünftigen Prozess vor dem Europäischen Gerichtshof das EEG zu einem unzulässigen Hemmnis für den freien Warenverkehr erklärt wird. Diese Hoffnung stützt sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EUGH) vom 13. März 2001. Das Gericht verneinte zwar damals einen Verstoß gegen den freien Warenverkehr unter anderem mit der Begründung, dass es zur damaligen Zeit noch keinen funktionierenden Handel mit Strom aus EE gegeben habe. Das Gericht verwies aber auch auf die Pläne der Kommission, einen Handel mit Strom aus EE mit Hilfe von Herkunftszertifikaten doch noch zu ermöglichen. (Randnummer 79 und 80 des Urteils). In diesem Fall müsse erneut untersucht werden, ob die Abnahmeverpflichtung für Strom aus EE-Anlagen eine Behinderung des freien Warenverkehrs darstellt."--Afmeier 14:40, 15. Jan. 2008 (CET)

Vielleicht sollte man in dieser Diskussion wie auch beim SFV in Aachen ein Argument nicht vergessen: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Politik kümmert im Interesse des Gemeinwohls geht eher gegen null. Auch dadurch, dass durch die Energiekonzerne viel zu viel Geld an verschiedenen Stellen bereit gestellt wird, die den Politikern nutzen. Nicht nur direkt wie bei Müller, Tacke, Meyer und Clement, sondern auch indirekt, durch "großzügige" Spenden für aufsehenerregende Events und ökologische Feigenblattprojekte. Welcher Bürgermeister freut sich nicht über eine gesponserte neue Flutlichtanlage für den Sportplatz, und welcher Landrat nicht über einen Posten im Aufsichtsrat eines EVU? Es ist schon perfide: Den Kunden greift man tief und tiefer in die Taschen, nutzt die Macht zur Maximierung der Gewinne. Und lässt sich dann als Wohltäter feiern, wenn man hier und da mal ein paar Tausender aus der vollgestopften Tasche rieseln lässt.

Und dass man es schafft, den Großteil der Bundesbürger zu einer ganzen Reihe von notwendigen Kundgebungen gegen Kohle und Atom und für Erneuerbare zu motivieren, um die Politik unter Druck zu setzen, halte ich angesichts der heutigen Lebensstile für sehr unwahrscheinlich. Heutzutage lebt man mit dem Empfinden "keine Zeit" und "was es zu regeln gilt, regelt man mit Geld". Es ist deshalb das Geld der Konsumenten, das noch mehr bewirkt als der Gang alle Jahre zur Wahlurne, nicht zuletzt weil man täglich neu damit disponieren kann und nicht nur alle vier Jahre: Wenn wirklich ein paar Millionen Kunden zu Greenpeace Energy, EWS Schönau und NATURSTROM wechseln, dann wird auf der einen Seite den Konzernen in erheblichem Maße Geld entzogen und zum anderen wird die Politik sich diesem Votum der Bürger sehr schnell anschließen, denn natürlich möchte man wieder gewählt werden. Ökostrom ist also nicht nur eine Frage unterschiedlicher Konzepte und Zertifikate, sondern vor allem eine Entscheidung gegen die Vera.... der Bürger durch die Konzerne und für unabhängige Alternativen, die nach wirklich zukunftsfähigen Wegen in der Energieversorgung suchen. 27.01.2008 - Dr. Thomas E. Banning, Vorstand NATURSTROM AG, info@naturstrom.de

Strommixer, "Natur"Watt, "Natur"Energie u.a.

hallo, ich bezweifle

Fazit: eigentlich sollte wohl vielleicht das Lemma umbenannt werden in etwas wie Energieversorger, die in neue Anlagen investieren oder dergleichen. denn das wäre das einzige Kriterium, das wirklich weiterführend ist und nicht einen reinen Etikettenschwindel beinhaltet. und dann lichten sich die Reihen doch schnell. denn im Bereich Ökostrom halte ich Unternehmen, die einzig auf Profit durch den Verkauf und Handel mit Ökostrom aus sind, nur dann für relevant, wenn sie die normalen Unternehmenskriterien der WP erfüllen, da sie eben aus Prinzip nicht innovativ sind. die sehe ich weder bei NaturWatt GmbH noch bei NaturEnergie AG für gegeben oder begründet. man könnte also auch um die NaturEnergie AG eine Löschdiskussion führen.

die Auslagerung des Ökostroms in Tochterunternehmen führt doch u.a. für die Mutterfirma dazu, dass diese dann den herkömmlichem Stromanteil vergrößert, also mehr Kohle- und Atomstrom. das Ganze ist wirklich alles andere als Öko. und wenn es mit Hilfe der RECS-Zertifikate und Stromhandel an der Strombörse geht, lässt sich die tatsächliche Herkunft des Stroms gut vertuschen und die Verbraucher sind die Gearschten.

da es für die Unabhängigkeit der Strommixer keinerlei Belege gibt, werde ich das Wort "unabhängige" auch aus dem Artikel löschen. --Geitost 01:27, 4. Apr. 2008 (CEST)