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Laufzorn

Laufzorn, heute ein Ortsteil der Gemeinde Oberhaching, wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 804 erwähnt, in der eine Kirche zu Laufzorn der Kirche zu Freising übergeben wird. Später entsteht aus dem Dorf mit 3-4 Hofstellen eine Schwaige. Herzog Wilhelm IV (1508-1550) errichtet ein Jagdschloss im Stil der Renaissance, das von 1763 bis 1784 im Besitz von Johann Georg Dominicus von Linprun war. Im Kern hat sich der Renaissance-Bau erhalten, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert teilweise in historisierenden Formen erneuert. Zum Gut Laufzorn, das 1860 Ritter Heinrich von Ranke erwarb, gehörte eine Ziegelei, die mit einer Kleinbahn an die Ludwigsbahn (heute S 27) angeschlossen war. Etwa 1,2 km südöstlich von Laufzorn befindet sich eine gut erhaltene Keltenschanze und die Reste der Römerstraße von Augsburg über Gauting nach Salzburg.

Koordinaten: 48° 00' 50" N, 11° 33' 11" O