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Küfer

Es gibt zwei Sorten von Küfern, den Fassküfer und den Weinküfer.

Der Fassküfer, auch Böttcher, Büttner (in Franken), Schäffler (in Bayern und der Pfalz) oder Fassbinder, Kübler, Fassler genannt, ist ein handwerklicher Beruf, bei dem Gefäße, meist aus Holz, hergestellt werden.

Der Weinküfer ist für die Kellerarbeit bei der Weinherstellung zuständig.

Inhaltsverzeichnis

Fassküfer

Aus den verschiedenen Produktbezeichnungen wie Fässer, Bottich, Kübel, Waschzuber leiten sich die verschiedenen Berufsbezeichnungen ab. Bis zur Industrialisierung standen auch die Berufe Böttcher und Brauer eng zusammen, sie waren sogar in einer Zunft organisiert. Sankt Apronianus ist der Schutzpatron der Fassküfer. Der Heilige starb im 2. Jahrhundert den Martertod. Der Zunfttanz der Schäffler ist der Schäfflertanz. Simmermacher ist ein mit dem Faßküfer eng verwandter Beruf, der Reifschneider oder Bandreißer fertigte hölzerne Faßreifen. Ein Spezialwerkzeug des Böttchers war der Bandhaken mit dem Fassreifen über die Dauben gezogen wurden.

Weinküfer

Der Aufgabenbereich des Weinküfers umfasst die Annahme und Kelterung (Pressung) der Weintrauben, des Weiteren die Steuerung und Überwachung der Gärung und den Ausbau des Weines. Zum Ausbau des Weines gehört die Klärung oder Filtration sowie die Verhinderung von späteren Trübungen. Am wichtigsten ist jedoch die Entscheidung des Fülltermins (der Zeitpunkt, an dem der Wein seine optimale Reife erlangt hat). Weinküfer ist ein anerkannter Ausbildungsberuf und löste am 7. Dezember 1982 den Beruf des Weinhandelsküfers ab.

In den vergangenen Jahren ist der Ausbau von Wein im Barrique in Mode gekommen, wodurch auch der Beruf des Küfers wieder an Ansehen gewonnen hat.

Siehe auch

 Commons: Küfer – Bilder, Videos und Audiodateien