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In flagranti

In flagranti ist eine aus dem Lateinischen übernommene Redensart (eigentlich in flagranti delicto = in den Flammen des Verbrechens) und bedeutet „auf frischer Tat“.

Beispiel: Die Polizei ertappte den Dieb in flagranti, als er gerade ein Autoradio ausbauen wollte.

Herkunft

Die ursprünglich juristische Formel geht auf eine Formulierung im von Tribonianus von 529 bis 534 herausgegebenen Codex Iustinianus zurück. Dort heißt es: in ipsa rapina et adhuc flagrante crimine comprehensi.[1] (Sie sind direkt bei der Ausführung des Raubes und der Verübung des Verbrechens ertappt worden).[2]

Fußnoten

  1. Codex Iustinianus 9,13,1 Online-Ressource
  2. Lutz Röhrich: Tat. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Herder, Freiburg i. Br., Neuauflage 1991, Bd. 5, S. 1602

Film

In flagranti war auch der Titel eines deutschen Films aus dem Jahr 1941.
Inflagranti ist ebenso ein Filmlabel aus Berlin, welches im Erotik- und Sexfilmbereich tätig ist.