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Burg Gnandstein

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Burg Gnandstein

Burg Gnandstein

Entstehungszeit: Anfang 13. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ort: Gnandstein
Geographische Lage 51° 1′ 6″ N, 12° 34′ 33″ O7Koordinaten: 51° 1′ 6″ N, 12° 34′ 33″ O
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Die Burg Gnandstein steht in Gnandstein, ein Ortsteil der Stadt Kohren-Sahlis, im Landkreis Leipziger Land in Sachsen. Die Burg gilt als Sachsens besterhaltene romanische Wehranlage.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Burg steht auf einem Porphyritfelsen über dem Tal des Flüsschens Wyhra im Mittelsächsischen Hügelland.

Geschichte

Die Burg wurde als romanische Anlage zu Beginn des 13. Jahrhunderts erbaut. Wohl erst mit rechteckigen Grundriss und Wohnturm. Um 1225/30 (Dendrochronologie) ein dreigeschossiger Palas, der im späten 14. Jahrhundert um ein Geschoss erhöht wurde. Nur wenig später wurde der Ringmauer im Osten eine Zwingermauer vorgelagert, ein wesentlicher Ausbau der Verteidigungsanlagen. Die Außenmauern wurden mehrfach erweitert und in der Mitte des 13. Jahrhunderts wurde im oberen Burginnenhof ein runder Bergfried errichtet. Des Weiteren entstanden im 15. Jahrhundert ein gotischer Wohnflügel, die spätgotische Kapelle und das Torhaus.

Die Burganlage wurde im ausgehenden 14. Jahrhundert von dem Adelsgeschlecht derer von Einsiedel übernommen. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg von schwedischen Truppen heimgesucht und teilweise zerstört. Kurz vor Kriegsende brannte der Südflügel nach einem Blitzschlag aus.

Die Schäden wurden aber wieder beseitigt und die Innenausstattung zu neue Beginn des 18. Jahrhunderts komplett umgestaltet. Der Burginnenhof erhielt einen steinernen Arkadengang.

Der letzte Privatbesitzer der Burg war Hans von Einsiedel, bevor er 1945 enteignet wurde. Zuvor ließ er Anfang des 20. Jahrhunderts die Burg nochmals umgestalten und renovieren. Er gründete das Museum auf der Burg und öffnete die Kapelle zur Besichtigung. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 1990 wurden wenige sichernde Arbeiten durchgeführt. Anfang der neunziger Jahre begannen archäologische Grabungen im Turm- und Zwingerhof. Seit 1992 untersteht die Burg der Verwaltung der sächsischen Schlösser, Burgen und Gärten.

In den Jahren 1994–2004 wurde die Burg rekonstruiert und konstruktiv gesichert.

Siehe auch