Heim

Kleinbahn Küstrin–Hammer

Die Kleinbahn AG Küstrin–Hammer wurde am 11. Juli 1905 als Kleinbahn-AG Cüstrin-Kriescht gegründet und eröffnete ihre 30 km lange, normalspurige Strecke in Ostbrandenburg vom Hauptbahnhof Cüstrin-Neustadt am 15. Dezember 1896 bis zur Kleinstadt Sonnenburg in der Neumark (15 km), wo der Sitz der Betriebsleitung war, und verlängerte sie am 22. Oktober 1906 bis Kriescht. Der ab 1914 geführte Name Kleinbahn-AG Cüstrin-Hammer nahm die Erweiterung um 13 km vorweg, die erst am 5. Januar 1915 – schon während des Krieges – zustande kam. Die nun 43 km lange Kleinbahn zog sich am Südrand des Warthebruchs entlang und endete in Hammer an der Staatsbahnstrecke, die Landsberg (Warthe) mit Zielenzig, dem Hauptort des Kreises Oststernberg, verband. Seit 1934 schrieb man die Stadt Küstrin mit K.

Die Bahn war von der Firma Lenz & Co GmbH erbaut und an die AG verkauft worden, an der der Preußische Staat, die Provinz Brandenburg, der Landkreis Oststernberg und der Forstfiskus beteiligt waren. Den Betrieb führte anfangs Lenz & Co, dann ab 1920 das Landesverkehrsamt Brandenburg.

Strecke

Kilo-
meter
Höhe
m
Haltestelle Bemerkung
deutsch polnisch
0,0 Küstrin Neustadt Hbf Kostrzyn nad Odrą
1,9 Kietzerbusch Chyrzyno
5,0 Neu Amerika Żabczyn
8,8 Am Kanal Twardoszek
11,2 Tschernow Czarnów
14,6 Sonnenburg (Neumark) Słońsk
19,1 Limmritz (Neumark) Forst Lemierzyce Gaj
22,5 Limmritz (Neumark) Lemierzyce
26,0 Mauskow Muszkowo
29,9 Kriescht Krzeszyce
34,4 Beaulieu Krasnołęgi
37,2 Dammbusch Dębokierz
39,1 Koeltschen Kołczyn
42,7 Hammer (Kreis Oststernberg) Rudnica

Das Vorrücken der Front am Ende des Zweiten Weltkrieges brachte den Verkehr der Kleinbahn im Januar 1945 zum Erliegen.

Literatur

Siegfried Bufe: Eisenbahnen in Ostbrandenburg und Posen, Egglham 1988