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Wetterburg (Burganlage)

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Wetterburg

Die Wetterburg bei Bad Arolsen

Entstehungszeit: 1306
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine (Kernburg);
Erhalten oder wesentliche Teile erhalten (Vorburg)
Ständische Stellung: Graf
Bauweise: Fachwerk (Vorburg)
Ort: Wetterburg
Geographische Lage 51° 23′ 11,1″ N, 9° 3′ 39,3″ O7Koordinaten: 51° 23′ 11,1″ N, 9° 3′ 39,3″ O
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Die Wetterburg ist eine Burganlage im Ortsteil Wetterburg der Stadt Bad Arolsen im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Sie liegt am nördlichen Ortsende von Wetterburg circa 300 Meter vom Twistesee entfernt, ein zwischen 1973 bis 1978 errichteter Stausee.

Geschichte

Graf Heinrich IV. von Waldeck ließ die Burg im Jahre 1306 auf einem Felssporn zwischen Aar und Twiste errichten. Sie war seine Reaktion darauf, dass im Jahre 1304 Volkmarsen und die Kugelsburg an den Erzbischof von Köln, Heinrich II. von Virneburg, verpfändet worden war. Der Bischof wiederum fühlte sich durch den Bau der Burg provoziert.

Es kam zu einem Gerichtsverfahren und anschließend noch einmal zu einem Schiedsverfahren. Am 15. August 1325 einigte man sich darauf, dem Kölner Erzbischof die Hälfte der Wetterburg als Besitz zuzusprechen. Beide Seiten durften sich in einer Auseinandersetzungen gegeneinander nicht der Burg bedienen. Ein Teil der Burg wurde Köln 1327 übergeben. Bei einem weiteren Streit 1346 wurde diese Lösung bekräftigt. Der gemeinsame Besitz dauerte bis 1454. Danach kam es zu zahlreichen Besitzwechseln.

Götz von Berlichingen lauerte Philipp II., Graf zu Waldeck, vor der Burg auf und ihn entführte ihn gegen Lösegeld. Das führte 1518 zu seiner zweiten Ächtung.

Ein Stich von Wilhelm Dilich aus dem Jahre 1605 stellt die Burg mit zwei fast gleich großen Wohngebäuden dar. Im 16. Jahrhundert verfiel die Burg und wurde schließlich als Steinbruch genutzt. Sie soll bereits im Dreißigjährigen Krieg nur noch eine Ruine gewesen sein. Im Jahre 1801 stürzte der Burgtorturm ein und wurde abgetragen.

Ludwig Bechstein berichtete im 19. Jahrhundert, laut einer Sage spukte auf der Burg „ein Geist in Gestalt einer Branntweinstonne“.

In der Vorburg, ein 1576 neu errichtetes repräsentatives Gebäude aus Stein und Fachwerk, befindet sich heute ein Gastronomiebetrieb. Um die Vorburg herum bildete sich die Ortschaft Wetterburg als ehemalige Burgfreiheit.

Siehe auch