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Sensitivität

In der Statistik bezeichnet die Sensitivität (auch Richtigpositiv-Rate, Empfindlichkeit oder Trefferquote; englisch sensitivity oder true positive rate) eines statistischen Tests oder einer anderen Klassifizierung die Wahrscheinlichkeit, einen tatsächlich positiven Sachverhalt auch durch ein positives Testergebnis zu erkennen. Sie gibt also den Anteil der richtig als positiv (richtig positiv) erkannten Sachverhalte an der Gesamtheit der in Wirklichkeit positiven Sachverhalte an.

Die Sensitivität entspricht der bedingten Wahrscheinlichkeit

.

Mit der Falschnegativ-Rate addiert sich die Richtigpositiv-Rate zu 100 % der tatsächlich positiven Sachverhalte.

Falls ein positiver Sachverhalt fälschlicherweise als negativ (falsch negativ) klassifiziert wird, spricht man von einem Fehler 2. Art.

Beispielsweise gibt die Sensitivität bei einer medizinischen Untersuchungsmethode zur Erkennung einer Krankheit den Anteil an Kranken an, bei denen die Krankheit auch erkannt wurde.

Weitere Kennwerte zur Beurteilung eines Klassifikators sind die Spezifität, der positive prädiktive Wert (Relevanz), der negative prädiktive Wert (Segreganz), die Korrektklassifikationsrate sowie die Falschklassifikationsrate; siehe auch Vierfeldertafel.

Siehe auch: Zinssensitivität, Bayes-Theorem