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Diskussion:Verantwortungsethik

Ein Verantwortungsethiker ist weder von einem Gesinnungsethiker noch von einem Situtionsethiker zu trennen. Der reife Mensch ist sich dessen bewusst, warum er so handelt und überprüft sein Handeln auf Sinn und Erfolg. Dabei kann er nicht übersehen, dass er von der jeweiligen Situation, in der er handelt, beeinflusst wird und sogar sein Handeln abbricht. Wenn also "ein Gesinnungsethiker" die Situation nicht beachten will und sich mit seiner frommen Gesinnung begnügt und das als ausreichend ansieht als Handlungsbegründung, dann handelt er unverantwortlich. Und das ist auch nicht Jesu Lehre, wie sie bei Lk 10, 25-37 erklärt wird. In der bekannten Geschichte vom barmherzigen Samariter werden die verschiedenen Verhaltensweisen einander gegenüber gestellt, die der beiden Gebotsethiker, Priester und Levit und die des Samariters. Der Samariter orientiert sich an der Situatuion und verhält sich demgemäß nach Jesu Worten richtig. Die beiden Gebotsethiker dagegen orientieren sich an ihren ethischen Vorgaben und nicht an dem, was die Situation gebietet. Auch bei Mt 25, 31ff wird nicht Gesinnung selbst abgefragt, sondern das Ergebnis des realen Tuns. Und drittens verweist Jesus bei Mt 7, 15-16a auf die Ergebnisse als das entscheidende Bewertungskriterium und begnügt sich nicht mit schönen oder guten Worten bzw. Absichtserklärungen.--84.128.67.17 00:40, 18. Dez. 2006 (CET)[User Reinhard] -