Heim

Planbett

Die Menge der Planbetten bedeutet im Krankenwesen die maximale Anzahl an Betten, die eine medizinische Einrichtung (Klinik, Krankenhaus, Pflegeheim etc.) betreiben darf. Planbetten werden in den Krankenhausplan des Landes aufgenommen, im Gegensatz zu Belegbetten, die zur vollständigen Versorgung der Patienten tatsächlich zur Verfügung stehen. Eine Verpflichtung, die Planbettenzahl im zugeordneten Maß komplett zu betreiben, besteht also nicht.

Inhaltsverzeichnis

Planbettenbestand

Zum Planbettenbestand gehören neben den normalen Pflegebetten unter anderem auch Intensivpflegebetten, Notfallbetten, Wachsaalbetten, nicht aber normale Säuglingsbetten, Aufwachbetten, Dialysebetten, Betten für teilstationäre Patienten und Personalbetten.

Bedeutung

Die Planbettenzahl ist wichtig als Bemessungsgrundlage für eine Berechnung der pauschalen Fördermittel der Bundesländer. Die Anzahl der zugeordneten Planbetten wird ermittelt aus Einwohnerzahl und -struktur, Verweildauer, Einweisungshäufigkeit und Bettenauslastungsgrad.

Kritik

Für eine realitätsbezogene und damit gerechtere Finanzierung fordern Kritiker, die Planbettenzahl als Bemessungsgrundlage durch einen leistungsbezogenen Indikator zu ersetzen, wie zum Beispiel die Anzahl der tatsächlichen Krankenhausfälle.

Entwicklung der Anzahl der Krankenhausbetten auf 100.000 Einwohner

Anzahl der Patientenbetten, die offiziell ermittelt wurde für stationäre Behandlungen in einer Versorgungseinrichtung oder einer Einrichtung, die auch stationäre Versorgung anbietet und für mindestens eine Nacht aufgenommen werden können. Stationäre Versorgung wird von Krankenhäusern, Krankenpflege- und Pflegeheimen sowie von anderen Einrichtungen geleistet, die aufgrund ihrer Hauptpflegetätigkeit zu den ambulanten Versorgungseinrichtungen gerechnet werden, aber als Nebentätigkeit auch stationäre Versorgung anbieten.

Jahr Deutschland Österreich Schweiz Frankreich Italien
1993 968,6 755,9 750,6 926,6 667,9
1994 972,3 761,4 702,1 905,6 653,5
1995 969,8 755,1 700,8 890,0 622,1
1996 957,8 746,3 665,9 872,1 649,5
1997 938,0 736,6 663,7 853,1 582,3
1998 929,3 723,9 664,0 871,4 548,7
1999 920,2 878,4 662,7 856,3 486,8
2000 912,2 698,7 630,5 841,7 470,9
2001 901,9 853,6 605,8 819,4 461,4
2002 887,8 845,8 596,9 809,7 444,6
2003 874,4 835,7 584,4 795,5 417,9
2004 857,6 776,5 568,9 777,6 400,6

Quelle: Eurostat