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United Nations Mission in Sudan

UNMIS
Einsatzgebiet: Sudan
Deutsche Bezeichnung: Mission der Vereinten Nationen im Sudan
Englische Bezeichnung: United Nations Mission in Sudan
Französische Bezeichnung: Mission des Nations unies au Soudan
Basierend auf UN-Resolution: 1590 (24. März 2005)
Beginn: März 2005
Ende: andauernd
Todesfälle: 24
Lage des Einsatzgebietes:

Die Mission der Vereinten Nationen im Sudan, kurz UNMIS (von engl. United Nations Mission in Sudan) ist eine UN-Mission zur Friedenssicherung im afrikanischen Staat Sudan.

Nach 20 Jahren Bürgerkrieg beschloss die UNO eine Mission, die zum Ziel hat, den Frieden in der Region Südsudans abzusichern. Die Regierung Sudans und die südsudanesische Volksbefreiungsbewegung (SPLM/A) hatten am 9. Januar 2005 in Nairobi einen Friedensvertrag abgeschlossen und damit den Sezessionskrieg in Südsudan beendet. Indes dauert die humanitäre Katastrophe in der westlichen Region Darfur an (siehe Darfur-Konflikt).

UNMIS besteht aus einer militärischen und einer zivilen Komponente. Es können bis zu 10.000 Soldaten in dem Land stationiert werden, davon maximal 750 Militärbeobachter. Im Zivilbereich können bis zu 700 Polizisten im ganzen Staatsgebiet Sudans eingesetzt werden. Das Einsatzgebiet beschränkt sich auf den Süden und Osten des Landes.

Der zu überwachende Friedensvertrag sieht neben der Entwaffnung der Rebellen und deren Integration in die reguläre Armee ein Referendum im Jahr 2011 vor, bei dem entschieden werden soll, ob der Süden im Gesamtstaatsgebiet verbleibt.

Auch Deutschland beteiligt sich an der Mission. Der Bundestag beschloss am 22. April 2005, dass sich die Bundesrepublik mit bis zu 75 unbewaffneten Militärbeobachtern, sowie bis zu fünf Polizisten und Personal für die Stäbe an UNMIS beteiligen wird. Es wird von einem mehrjährigen Einsatz ausgegangen. Im September 2007 sind 37 Bundeswehrsoldaten an UNMIS beteiligt.[1]

Siehe auch

Quellen

  1. Einsatzzahlen der Bundeswehr vom 5. September 2007