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Diskussion:Wittum

FÜR die Braut

Das Wittum ist hier wohl falsch dargestellt (??) , denke ich... Es war ein Betrag, der FÜR die Braut (also vom Bräutigam an die Braut) bezahlt wurde... (s. Morgengabe) und nicht andersherum!

Sicher bin ich mir jedoch nicht.

Marlowe 00:24, 31. Jul 2004 (CEST)

Begründung für Überarbeiten

Ich habe die drei Artikel Wittum, Widum und Witwengut hier zusammengeworfen, da sie eng miteinander verwandt oder identisch sind. Allerdings ist die Erklärung inkonsistent mit anderen im Netz [1]. Der Begriff Kirchengut taucht gar nicht auf. Laut [2] gibt es wohl zwei Bedeutungen. --Siehe-auch-Löscher 11:44, 7. Jun 2006 (CEST)

Nach Meyers Kon.lexikon, Bd. 16 ist das "Wittum (Leibgedinge, Dotalicium, Vidualicium), die dem deutschen Recht eigentümliche Versorgung der Witwe aus dem Nachlaß ihres verstorbenen Ehemanns (s. Güterrecht der Ehegatten, S. 948). W. heißt namentlich auch die zum standesgemäßen Unterhalt der Witwe des Monarchen und der Witwen von Prinzen eines fürstlichen Hauses zu gewährende Dotation." --Asdfj 10:39, 2. Apr. 2007 (CEST)

In den Kirchenbüchern von Elspe steht, das Pastroatsgut ist ein Wydengut (Widum-Pfarrhof) Urkunden 1500, 1550 und 1700 daher sollten es auch unbewegl. Vermögen von Kirchenpfründen sein --Wolfgang Poguntke 01:37, 28. Okt. 2007 (CEST)

Morgengabe vs. Witwengut

Zur Herausarbeitung der Unterschiede folgendes Zitat. Im Text geht es um die Kaiserin Kunigunde, die von Heinrich II. erst eine Morgengabe (nämlich Bamberg) bekam, auf die sie anschließend verzichtete. Später bekam sie Ersatzgüter (namentlich den Königshof Kassel).

Eigentlich durfte Heinrich seiner Gemahlin keinen Königshof, also Besitz aus Königs- oder Reichsgut, sondern nur eigene Güter übertragen. In diesem Fall konnte er aber Reichsgut vergeben, denn die Witwenversorgung war im Gegensatz zur Morgengabe, die nach dem Tod der Frau an ihre Verwandten fiel, wirklich nur für die Witwe vorgesehen und würde nach Kunigundes Tod wieder an das Reich zurückfallen.
Aus::
Brödner, Petra: 'Eck kan mek nycht toffrede geven, eck mot to Koffungen', Kloster und Damenstift Kaufungen im Mittelalter,
in: Baumgärtner, Ingrid (Hg.): Kunigunde - eine Kaiserin an der Jahrtausendwende, Kassel 1997.

Vielleicht hilft das ja weiter. - 92.227.30.114 14:16, 5. Feb. 2008 (CET)


HINWEIS: Bei Hans Haid, "Mythos Lawine", wird der Begriff "Widum" ohne weitere Erläuterung offenbar synonym für "Pfarrhof" verwendet (teilweise auch Zitate aus historischen Dokumenten). Es dürfte sich dabei um eine in (West-)Tirol übliche Bezeichnung handeln. Franz Oberleitner