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Diskussion:Ferlacher Horn

slow. Bezeichnung des Ferlacher Horns

Ich glaube, dass der Ausdruck "Grlovc" nicht korrekt ist. Bitte um Vorschläge.--Student02 13:57, 30. Jan 2006 (CET)

Hallo Student02, kennst du noch slowenische Alternativbezeichnungen? Heinz-Dieter Pohl meint dazu in in seinen Ausführungen [1] Namen-Konflikt] folgendes (Gerlovc wurde von mir hervorgehoben):
Doch es gibt auch künstliche Germanisierungen von Namen slawischer/slowenischer Herkunft, so ersetzte man beispielsweise den Bergnamen Gerloutz, Harlouz (slowenisch Grlovec) in den ersten Dezennien des 20. Jhdts. durch die Bezeichnung Ferlacher Horn oder der Koziak / Kozjak bekam einen zweiten Namen, Geißberg; auch Frauenkogel (statt Baba) bzw. Hochobir (statt älterem Oisterz, slowenisch Ojstrc) sind Neuschöpfungen. Oft koexistierten zwei Namen, sodass scheinbare Verdeutschungen und Slowenisierungen vorliegen wie Villacher Alpe neben Dobratsch (im Slowenischen Dobrač neben Beljaščica von Beljak ‘Villach’) oder Deutscher Berg (übersetzt aus slowenisch Nemška gora, das auf einem missverstandenen Meniška gora ‘Mönchsberg’ beruht) neben Vertatscha / Vrtača; eine scheinbare Slowenisierung ist z.B. Slovenji Šmihel ‘St. Michael ob der Gurk’ (früher Windisch St. Michael, in Ortsnamen mit deutsch Windisch steht im Slowenischen immer Slovenji, auch Slovenski).
lg Gugganij 16:43, 30. Jan 2006 (CET)
Wobei mir gerade auffällt, dass er nicht Grlovc, sondern Grlovec schreibt. Gugganij 16:44, 30. Jan 2006 (CET)


Ethymologisches zum Ferlacher Horn

Aus [2]:

Ferlacher Horn, auch Harlóuz u. Gerloutz [K 59], was die slowenische Namensform Grlovec reflektiert; der alte Name erscheint noch im Hofnamen Herlotschnik (das wäre schriftsprachlich *Grlovčnik) am Ostabhang des Berges in Waidisch. Slowenisch Grlovec beruht auf grlo „Schlund, Kehle“, in der Toponymie für zerfurchte Abstürze, im Falle des (erst Anfang des vorigen Jhdts. so benannten) Ferlacher Hornes sind es die Nordabstürze. lg Gugganij 16:48, 30. Jan 2006 (CET)