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Hirschaid

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 49° 49′ N, 10° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 248 m ü. NN
Fläche: 40,95 km²
Einwohner: 11.666 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 285 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96114
Vorwahl: 09543
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 145
Marktgliederung: 10 Gemeindeteile
Adresse der Marktverwaltung: Kirchplatz 6
96114 Hirschaid
Webpräsenz:
www.hirschaid.de
Bürgermeister: Andreas Schlund (CSU)
Lage von Hirschaid im Landkreis Bamberg

Hirschaid ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Bamberg und liegt etwa zwölf Kilometer südlich von Bamberg an der Regnitz und dem Main-Donau-Kanal.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Der Kernort der Gemeinde Hirschaid liegt süd-südöstlich von Bamberg an der Einmündung der Reichen Ebrach in die Regnitz.

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Buttenheim, Altendorf, Hallerndorf, Höchstadt an der Aisch, Frensdorf, Pettstadt, Strullendorf

Nicht nur aufgrund seiner günstigen Lage an der A 73 und der geringen Entfernung zu Bamberg (12 km), Forchheim (13 km), Erlangen (ca. 30 km), Fürth (ca. 40 km) und Nürnberg (ca. 50 km) ist Hirschaid seit den 1960ern stark gewachsen.

Gemeindeteile mit Einwohnerzahlen

(Stand: 1. Januar 2005)

Geschichte

Der Name des Ortes rührt von dem Adelsgeschlecht derer von Hirzheide her. Der Hirsch ihres Wappens findet sich im heutigen Wappen Hirschaids wieder.

Hirschaid liegt unweit der einstigen via regia, einer Altstraße, die seit Urzeiten den Norden in der Gegend von Lüneburg mit dem Süden bis Oberösterreich verband. Der Name Hirschaid weist auf die frühere Landschaft und Tierwelt hin. Bodenfunde auf den Terrassen des Regnitztales geben Zeugnis von einer frühen Besiedelung, beginnend spätestens in der Jungsteinzeit. Zeugen aus der späteren Latènezeit (Kelten) sind vor allem die Bodenfunde und Wallreste auf der nahen Friesener Warte. Im Jahre 1079 wurde Hirschaid durch eine von König Heinrich IV. ausgestellte Urkunde erstmals geschichtlich fassbar. Dieses Datum wurde in der 900-Jahr-Feier 1979 gebührend begangen. Ab 1300 war es Sitz der adeligen Herren, der Ministerialen und Vögte derer von Hirzheide. Ihre fränkische Linie starb 1590 aus, eine schwedisch-livländische Linie besteht bis heute. Ihr damaliges Wappen, ein in Silber goldener Hirsch aus blauem Dreiberg aufsteigend, war Vorbild für das heutige Gemeindewappen. Wenn auch Hirschaid im Bauernkrieg weitgehend verschont blieb, so wurde der an der Hauptdurchgangsstraße gelegene Ort im Schwedenkriege besonders hart mitgenommen. Ein Chronist berichtet aus dieser Zeit: „Nach Lichtmeß 1633 kamen die Schweden auch hierher und hausten nach Schwedenart. Sie plünderten und raubten, was sie erreichen konnten, nichts war ihnen heilig. Fenster und Türen des Gotteshauses wurden eingeschlagen, das Innere demoliert, die Glocken herabgeholt und zerschlagen ......“ Weitere Plünderungen musste der Ort im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) und besonders in den Napoleonischen Kriegen erleiden, als es am 6. August 1793 in unmittelbarer Nähe zwischen der Reichsarmee und den französischen Truppen zu einem heftigen Kavallerie- und Artilleriegefecht kam. In der Säkularisation kam Hirschaid, das in der Hochstiftzeit der Zehnt Eggolsheim zugeteilt war, mit seinen 105 „selbständigen Häusern“ an Bayern. Der Bau des Ludwig-Donau-Mainkanals 1834 und die Eröffnung der Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg 1844 erbrachten für Hirschaid die ersten industriellen Anreize. Die um diese Zeit eingeführte Korbflechterei bot zusätzlich Arbeit und Verdienst. Um 1900 war die Bevölkerung auf 1120 Einwohner angewachsen, die Häuserzahl auf 173 gestiegen. Durch seine günstige Verkehrslage, bedingt durch die Bahnstation an der Strecke Nürnberg–Bamberg und die unmittelbare Nähe der Schnellstraßen, aber auch durch die Gebietsreform von 1972, ist der Markt Hirschaid mit seinen Gemeindeteilen auf über 11.000 Einwohner angewachsen und entwickelt sich zusehends zu einem kleinen Zentrum von Verkehr und Wirtschaft.

Religionen

Politik

Bürgermeister ist Andreas Schlund, der 2008 mit 57,32 % der Stimmen wiedergewählt wurde.

Gemeinderat

Im Marktgemeinderat sind folgende Parteien und Wählergemeinschaften vertreten (mit Anzahl der Sitze, in Klammern Wahlergebnis 2002):

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber ein aus einem halben achteckigen blauen Stern wachsender schwarzer Hirsch.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Brauereien

Auf dem Gemeindegebiet bestehen heute noch zwei Brauereien. Diese sind die Brauerei Kraus in Hirschaid und die Brauerei Weber in Röbersdorf. Bis 2004 stellte zudem die Brauerei Brütting in Friesen selbst Bier her und bis 1967 die Brauerei Messingschlager in Erlach.

Freiwillige Feuerwehren

Freizeit- und Sportanlagen

Das im Mai 2000 eröffnete Hallenbad Frankenlagune besitzt ein 82 Quadratmeter großes Innenbecken mit Whirlpool, ein 66 Quadratmeter großes Warmwasser-Außenbecken sowie ein 38 Quadratmeter großes Mutter-Kind-Becken.

Städtepartnerschaften

Am 11. September 1999 wurde die Partnerschaft mit der Gemeinde Ivančna Gorica, Slowenien, ca. 30 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Ljubljana, gegründet.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Trivia

Literatur

Belege

  1. Kulturküche, 22. April 2008 Interview mit Richard Wientzek