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Übersteuern (Fahrzeug)

Als Übersteuern eines Fahrzeuges bezeichnet man es, wenn der Schräglaufwinkel der Hinterräder größer ist als der Schräglaufwinkel der Vorderräder, also das Heck des Fahrzeuges ausbricht (d.h. in einer Kurve nach außen schleudert). Man verwendet den Begriff auch, um das Eigenlenkverhalten von Fahrzeugen zu charakterisieren. Das gegenteilige Verhalten bezeichnet man als Untersteuern.

Fahrzeuge, die für frühzeitiges Übersteuern bekannt sind, sind der VW Käfer und die diversen Baureihen klassischer Porsche (Porsche 356 und Porsche 911), heckangetriebene Fahrzeuge mit Heckmotor und somit hoher Last an der Hinterachse.

Die Eigentendenz eines Fahrzeugs, "mehr Kurve" fahren zu wollen als am Lenkrad eingesteuert, gilt prinzipiell als weniger sicher im Vergleich zum Untersteuern. Regelungstechnisch ist das Übersteuern ein Überschwingvorgang, den von Hand zu kontrollieren zu können etwas Übung in der entsprechenden Fahrtechnik benötigt. Elektronische Systeme wie ESP wirken dem Übersteuern mittels gezieltem, automatischem Bremseingriff entgegen. Übersteuern wird durch Abbremsen des kurvenäußeren Vorderrades korrigiert, ohne dass der Fahrzeugführer einzugreifen braucht.