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The Joshua Tree

U2 – The Joshua Tree
Veröffentlichung

9. März 1987

Label

Island Records

Format(e)

LP, MC, DCC und CD

Genre(s)

Rockmusik

Anzahl der Titel

11

Laufzeit

50 min 11 s

Besetzung
Produktion

Brian Eno, Daniel Lanois

Studio(s)

Windmill Lane Studios,
Dublin, Irland (1986)

Chronik
Wide Awake in America
(1985)
The Joshua Tree Rattle and Hum
(1988)

The Joshua Tree ist das fünfte Studioalbum der irischen Rockband U2 und wurde am 9. März 1987 von dem Label Island Records veröffentlicht. Die Produzenten waren Brian Eno und Daniel Lanois. Gewidmet ist das Album Bonos Freund und Roadie Greg Caroll, der 1986 im Alter von 26 Jahren bei einem Autounfall in Dublin starb.

Die Band verbindet bei The Joshua Tree, den selbstbewusst-aggressiven Ton der Alben Boy und War [1] sowie den eher stimmungsvollen und verästelten Ansatz von October und The Unforgettable Fire mit einer erhöhten Experimentierfreudigkeit sowie massenkompatiblen Melodien und musikalischen Strukturen.[2] The Joshua Tree erhielt 2003 vom Rolling Stone den 26. Platz unter den 500 besten Alben der Popmusik.[3]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Trackliste

Seite 1:

  1. Where the Streets Have No Name (5′37″)
  2. I Still Haven’t Found What I’m Looking For (4′37″)
  3. With or Without You (4′56″)
  4. Bullet the Blue Sky (4′32″)
  5. Running to Stand Still (4′18″)

Seite 2:

  1. Red Hill Mining Town (4′52″)
  2. In God’s Country (2′57″)
  3. Trip Through Your Wires (3′32″)
  4. One Tree Hill (5′23″)
  5. Exit (4′13″)
  6. Mothers of the Disappeared (5′14″)
Musik von U2 / Text von Bono

Nachdem U2 mit dem 1984 erschienenen Album The Unforgettable Fire und dem Live-Aid-Konzert im Juli 1985 einen ersten Karrierehöhepunkt erreicht hatten, begannen sie 1985 mit der Realisierung des Nachfolge-Albums. Um eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen, nahm die Band das Album nicht in einem Tonstudio, sondern in einem abgelegenen Haus, in dem inzwischen Bassist Adam Clayton lebt, auf.

Bereits 1985, gegen Ende der Unforgettable Fire Tour, begann die Band sich Gedanken über das kommende Album zu machen. Zu dieser Zeit empfanden die Bandmitglieder die Entwicklung der Musik der 1980er Jahre als eher negativ. Deshalb wollten sie ihrem neuen Album ein neuartiges Klangbild geben.

Bassist Adam Clayton äußerte sich dazu wie folgt:

„Ich denke, wir zu dieser Zeit … wir fühlten uns mit dem, was musikalisch passierte, überhaupt nicht verbunden, ich meine, es war … die Zeit des Synthie Pops, und ich denke … New Wave, so wie die Amerikaner es verstehen, hatte in Amerika noch gar nicht so richtig eingeschlagen, aber… na ja, vielleicht waren A Flock of Seagulls gerade am Start, … jedenfalls gab es kleine Versuche, musikalisches Neuland zu erreichen. [4]

Das Album führt die akustischen Experimente von The Unforgettable Fire fort. So beginnt beispielsweise der erste Album-Titel, Where the Streets Have No Name, mit einer sanften Orgeleinleitung, ähnlich dem Ende von MLK, dem letzten Song des Albums The Unforgettable Fire), über die der Gitarrist The Edge ein einfaches, echogeladenes Arpeggio spielt. Dabei lässt er jede einzelne Note zwei- bis dreimal erklingen, was ein sehr dichtes Klangbild zur Folge hat. Dies wird durch eine Aufteilung (Splitting) des Eingangssignals in mehrere Einzelsignale, die dann mittels Verzögerungstechniken (Delay) zwischen 200 bis 600 ms gegeneinander versetzt aufgenommen werden, erreicht. Die einzelnen Echos wechseln dabei im Stereopanorama zusätzlich abwechselnd von rechts nach links. [5]

Bono sagte später in einem Interview folgendes zu dem neuen Klang des Albums:

„Unsere Musik in den 80ern, wenn ich heute darauf zurückschaue … die war so völlig aus dem Gleichschritt mit allem anderen geraten. Etwas, das heute übliches Radiofutter ist wie With or Without You … Sie müssen verstehen, das ist schon ein sehr seltsam klingendes Lied, es klingt nur normal, weil man es so oft gehört hat. Irgendwie flüstert es sich seinen Weg frei und … dieser verrückte Gitarrenpart auf The Edges Infinite Guitar … Es war schon eine sehr ungewöhnlich klingende Platte.[6]

With or Without You, die erste Single des Albums und einer der bekanntesten Songs der Band, nutzt die oben erwähnte von Michael Brook entwickelte Technik namens „infinite guitar“, bei der ein auf das Feedback reagierender elektronischer Sensor die Erzeugung einer beliebig langen Ausklangsphase des Tones samt einer Veränderung der Obertonstruktur mittels eines Equalizers ermöglicht.

Musikalisch begann die Band amerikanischen Folk und Blues in ihr Songwriting mit einzubeziehen. Diesen Einfluss erkennt man vor allem in der Ballade Running to Stand Still, in der es um Drogenmissbrauch und die Drogenproblematik in Dublin geht [7], und im Blues Trip Through Your Wires. Auf dem folgenden Album Rattle and Hum (1988) werden diese Einflüsse noch deutlicher spürbar.

The Joshua Tree gilt nicht nur als eines der besten Alben der Band, sondern als eines der bedeutendsten Alben der Musikgeschichte. Das Rolling Stone Magazine bezeichnete das Album als eines der „drei Meisterwerke“ der Band, neben Achtung Baby und All That You Can’t Leave Behind ; es tauchte auch in der Rolling-Stone-Liste der „500 besten Alben aller Zeiten“ auf Platz 26 auf. 2001 wurde The Joshua Tree vom CCM Magazine auf Platz 6 in der Liste der „bedeutendsten zeitgenössischen christlichen Musikalben aller Zeiten“ gewählt.

Dem Album folgte die weltweit ausverkaufte Joshua Tree Tour mit Gastauftritten von Musiklegenden wie Bob Dylan und B. B. King. Die Videos zu With or Without You und Where the Streets Have No Name (Regie: Meiert Avis), sowie zu I Still Haven’t Found what I’m Looking For (Regie: Barry Devlin) wurden auf MTV ausgestrahlt.

Das darauf folgende auch von Dance-Music beeinflusste Album Achtung Baby, das unter anderem in Berlin entstand, verfolgte textlich und musikalisch einen eher „düsteren“, aber trotzdem erfolgreichen Weg, und eröffnete der Band neue Wege und Konsumentenkreise. Mit dem Nachfolger-Album Zooropa setzte eine verstärkte, kommerziell umso mehr erfolgreichere Tendenz zur Abkehr von primär amerikanischer Musik und Thematik zugunsten einer Orientierung an experimentellen europäischen Versuchen der 1990er-Jahre ein.

Themen

Die elf Titel des Albums umkreisen einzelne Themengebiete und deren Beziehungen zueinander mit unterschiedlichen sprachlichen und musikalischen Gestaltungsmitteln.

Auf einer realen Ebene handelt das Album von der Aussöhnung mit dem Tod von Greg Carroll. Dies stellt sich auf einer allgemeingültigeren Ebene als eine Meditation über Verlust und Erlösung dar, welche sich zum Beispiel in den Symbolen von Wasser und Wüste sowie diversen biblischen Bezügen ausspricht.

Aus einer eher politisch-sozialen Sichtweise lobt und kritisiert das Album die USA sowohl ideell als auch in seinen realen Erscheinungsformen als ein gespaltenes, eher „fragwürdiges Land“. Der gleiche Konflikt wird wiederum in Liedern, welche die „menschliche Zerrissenheit“ schildern, aus einem eher persönlichen Blickwinkel reflektiert.

Der Produzent Brian Eno beschreibt dies zusammenfassend in folgenden Worten: „Das Ergebnis ist einfach eine reiche und dicht verflochtene Hülle, die Album genannt wird.“ [8]

Politisches und Soziales

Das Album The Joshua Tree ist stark von U2s politischem und sozialem Engagement geprägt. Es werden Themen aufgegriffen, die im Album War, bei dem es zum Beispiel um den Nordirlandkonflikt (Sunday Bloody Sunday) oder die Gefahr eines Atomkrieges (Seconds) ging, nicht behandelt wurden.

Bullet the Blue Sky ist ein Angriff auf die US-amerikanische Politik, Rebellen in El Salvador mit Waffen auszurüsten. Das Lied nutzt zur Unterstützung der textlichen Aussage einen aggressiven Schlagzeugrhythmus, eine dominante Bassline, und einen klagenden Gitarrensound, der an das Geräusch fallender Bomben erinnert.

Dies liegt auch daran, dass das Lied aus zwei Aufnahmen besteht, die – auf The Edges Wunsch – ineinander übergehen, was in der damaligen Zeit ohne Sampler) technisch nur schwer zu realisieren war, und zu Ungenauigkeiten in Bezug auf das Timing führte. Die Intentionen der Band werden auch an der Tatsache ersichtlich, dass sie diesen Titel auf der folgenden Tour mit einer Einspielung von Jimi Hendrix’ Version von The Star-Spangled Banner begannen.

Der Song Mothers of the Disappeared ist eine Klage für die Madres de Plaza de Mayo, den Müttern von tausenden „los desaparecidos“ (aus dem Spanischen, wörtlich: „Die Verschwundenen“)— Leute, die sich Videla und Galtieri, die 1976 Argentinien übernahmen, widersetzten und schließlich entführt und nie wieder gesehen wurden. Auf späteren Konzerten in Südamerika wurden, als Protest gegen die erneute Wahl General Pinochets in den Senat, einige der Mütter, die Bilder ihrer verschwundenen Angehörigen und Freunde hochhielten, auf die Bühne geholt.

Der Titel Red Hill Mining Town wurde vom mit einer Niederlage der Gewerkschaft endenden Bergarbeiterstreik der britischen National Union of Mineworkers im Jahr 1984 inspiriert. Die Band legte dabei den Schwerpunkt eher auf die Schilderung der persönlichen und familiären Auswirkungen, als auf politisch-soziale Analyse oder Anklage. [9]

Zusätzlich zur politischen Thematik gibt es auch viele persönliche Songs. Zum Beispiel I Still Haven’t Found What I’m Looking For, in dem es um Bonos innere Kämpfe in Bezug auf Glaube und Versuchung geht, oder Where the Streets Have No Name, in dem Ausbruchsversuche der Jugend aus einer als „anonym empfundenen Großstadt“ beschrieben werden.

Wasser und Wüste

Zahlreiche Aspekte des Albums sind mit den Themen Wasser und Wüste verbunden. Auf dem Cover ist beispielsweise eine Schwarz-Weiß-Fotografie der Band im Death-Valley-Nationalpark in der Wüste von Kalifornien zu sehen, die Anton Corbijn produzierte. Auch der titelgebende Joshua Tree selbst verweist auf die Thematik der Wüste.

Darüber hinaus gibt es im ganzen Album eine Vielzahl von lyrischen Bezügen zu Wasser und Wüste. Zu den Wörtern

rain, raining, rainin’, rainfall, flood, water, well, sea, ocean und river

sind es 46, und zu den Begriffen

desert, dry, plain, heat, dust, sunlight und sun

Am auffälligsten sind diese Bezüge bei dem Lied In God’s Country. Alleine schon in den ersten vier Versen gibt es eine Vielzahl von Anspielungen auf Wasser und Wüste:

“Desert sky, dream beneath the desert sky
The rivers run but soon run dry
We need new dreams tonight
Desert rose, dreamed I saw a desert rose …”

Wasser und Wüste, die schon im Alten Testament verwendeten poetischen Metaphern für Leben und Tod, Verlust und Erlösung und andere diametral entgegengesetzte, aber dennoch aufeinander bezogene Begriffe, werden zur Darstellung verschiedenster Inhalte verwendet. Zusätzlich stellen sie eine cineastische Verbindung zum amerikanischen Südwesten dar, der eine filmhafte Kulisse für die Musik bildet – „eine Leinwand auf die gemalt wird“ (Bono). Damit sollen Assoziationen zu Begriffen wie Ländlichkeit, Reinheit, Erdverbundenheit, Frömmigkeit geweckt werden, und das „Blues- und Country-Feeling“ verstärken.

Amerika

Als die Band begann, ihre Texte zu schreiben, kam das Gespräch auf Amerika, und im besonderen auf die Wüste im Südwesten. Schließlich beschlossen die Bandmitglieder, den Schauplatz ihres Albums dorthin zu verlegen, und sprachen mit dem Produzenten Brian Eno auch über den „filmischen Aspekt von Musik, wo … wo Musik tatsächlich eine Landschaft oder einen Ort vor dem geistigen Auge entstehen lassen kann und … dich wirklich dorthin bringen kann.“[10]

Außerdem hatte zu dieser Zeit auch die amerikanische Literatur einen großen Einfluss auf die Bandmitglieder. The Edge erklärte in einem Interview, dass sie damals Kurzgeschichten von Raymond Carver, Norman Mailers The Executioner’s Song und andere amerikanische Werke lasen, welche die Band zu eigenen literarischen Anstrengungen animierten. [11]

Darüber hinaus begannen die Bandmitglieder, sich mit den amerikanischen Musiktraditionen wie Blues, Gospel, Soul, Rhythm and Blues und Country-Musik auseinander zusetzen – Genres, mit denen sie bis zu dieser Zeit kaum Kontakt gehabt hatten.

So erinnert folgende Stelle aus dem Lied Running to Stand Still mit ihrer schlichten Begleitung und der melodieführenden Mundharmonika an, wiederum auf ältere Vorbilder (Woody Guthrie und andere, zurückgehende, zur selben Zeit zum Beispiel von Bruce Springsteen aufgenommene Titel. Erst der Produzent Daniel Lanois brachte Bono den Geist der Gospelmusik näher. In einem Interview sagte er dazu:

„Ich mochte Gospelmusik schon immer und … ich habe Bono ermutigt, es damit zu versuchen, was er dann auch tat. Es war zu dieser Zeit total ungewöhnlich für U2, sich mit Gospel zu beschäftigen, aber ich glaube, es hat ihnen ein paar neue Perspektiven eröffnet.[12]

Nach diesen anfänglichen „Streifzügen“ in die Vielfalt amerikanischer Musik, Literatur und Geografie erkannten die Bandmitglieder, dass sie widersprüchliche Gefühle für das Land hegten. Befreiend als Idee und Platz zum Leben, beklemmend durch seine Machtfülle, seinen Einfluss und seine kontrovers bewertbare Außenpolitik. Ein Namensentwurf für das Album war „Die zwei Amerikas“, beeinflusst durch die Faszination und den starken Zweifel an Amerika und auch durch Bonos Reise nach El Salvador, wo er Augenzeuge eines amerikanischen Bombardements wurde. [13]

Verlust

Bono

Viele der Lieder drücken einen subjektiv als groß empfundenen „Schmerz“ aus. Bono sagte dazu folgendes:

„Ich denke, man kann The Joshua Tree nicht als irisch in irgendeinem offensichtlichen Sinn bezeichnen … aber auf eine sehr viel weniger … auf eine viel geheimnisvollere Weise ist es doch sehr irisch. Der Schmerz und die Melancholie, das ist typisch irisch.[14]

Laut Aussage des Co-Produzenten Daniel Lanois singt Bono bei den meisten Songs des Albums

„[…] an seiner oberen Grenze. Das ist etwas sehr Bezwingendes, wissen Sie, an Leuten, die sich selbst pushen… Es ist fast, wie wenn man Aretha Franklin hört […].[15]

Des Weiteren unterstützt The Edges Gitarrenspiel das Gefühl des Fehlens eines „Etwas“, da er bei einigen Liedern die für die Bestimmung des Tongeschlechts (Dur- oder Mollklang) entscheidende Terz der Akkorde weglässt. Dadurch entsteht ein Gefühl der Ungewissheit, der Mehrdeutigkeit und des Fehlens.

Ein Beispiel hierfür ist die Strophe des Songs I Still Haven’t Found What I’m Looking For, in dem die Gitarrenbegleitung hauptsächlich auf Quinten beruht, und die Terz meidet. Als umso „befreiender“ wird danach der in klarer Tonalität (Tonika Des-Dur, Dominante As-Dur, Subdominante Ges-Dur und Tonika Des-Dur) und mit zusätzlichen Keyboardklängen verstärkte Refrain empfunden.

All diese Aspekte – Bonos doppeldeutige Texte und sein, die Musik zusammenhaltender, Gesang, The Edges dünnes und ätherisches Gitarrenspiel und Adam Claytons und Larry Mullen Juniors Rhythmusbasis – erschaffen ein Gefühl des „Mysteriösen, Doppeldeutigen und Unsicheren“.

Dunkle Seiten

Auch im bisherigen Schaffen der Band eher selten thematisierte „dunkle menschliche Abgründe“ werden aufgegriffen. So schildert Exit einen Mann, der aufgrund religiöser Verblendung bzw. Psychose gewalttätig wird. Ob dies schließlich zu Mord oder Selbstmord führt, lässt der Text offen. Musikalisch wird dies durch extreme Wechsel und Steigerungen in Bezug auf Dynamik und Instrumentation, monoton wirkende fast rein rhythmische Figuren, sowie ungewohnte Keyboardklänge erreicht. So wechselt in folgendem Ausschnitt ( Hörbeispiel ?/i) ein gleichförmiger, aus kleinen und großen Terzen gebildeter Rhythmus-Pattern mit einem sparsamer instrumentierten, nur von zwei Keyboardklängen gebildeten Teil. Dieser wird bezeichnenderweise durch das in der Musikgeschichte häufig als teuflisch empfundenen Intervall des Tritonus gebildet, um danach in harmonisch "entspannende", primär rhythmische gebaute Gebilde überzugehen.

Ein weiteres Lied, in dem eine dunkle Seite aufscheint, ist Running to Stand Still. Das Lied beruht auf der wahren Geschichte eines Paares, das wegen seiner Drogenabhängigkeit weder Geld noch ein Dach über dem Kopf hat. Der Mann setzt schließlich alles auf eine Karte, indem er eine große Menge an Heroin nach Dublin schmuggelt und somit eine lebenslange Gefängnisstrafe riskiert. Die Geschichte spielt an einem Ort namens Ballymun the 7 Towers. Bono sagt in einem Interview folgendes dazu:

„Es gibt da einen Platz namens Ballymun the 7 towers … und er war sozusagen in unseren Hintergarten und wir spielten dort oft als Kinder. Dort gab es die größten Drogenprobleme.[16]

Der Titel Running to Stand Still geht auf Bonos im Computerbusiness beschäftigten Bruder zurück, welcher sagte, dass es ihm vorkomme, als ob er „renne, um stillzustehen“, da durch die hohen Rechnungen von seinem Lohn nichts übrig bliebe.

Greg Carroll

Greg Carroll, ein Māori aus Neuseeland, war Bonos persönlicher Assistent und enger Freund und ist in vielen Videos der Konzerte der Unforgettable Fire Tour in Europa, im Musikvideo zu dem Lied Bad und bei der Vorstellung der Band beim Live Aid Event 1985, zu sehen. Am 3. Juli 1986 verstarb Greg Carroll bei einem Motorradunfall in Dublin. Der tödliche Unfall ereignete sich, als Greg Carroll im Auftrag von Bono unterwegs war, um verschiedene Besorgungen zu machen. Die Band traf ihn 1984 zu Beginn der Tour in Auckland (Neuseeland), das im Stadtgebiet eine ganze Reihe Hügel vulkanischen Ursprungs aufweist. Am ersten Abend führte Greg Carroll Bono auf einen der bekanntesten der vulkanischen Hügel, den One Tree Hill [17]. Der One Tree Hill besitzt eine charakteristische, weithin sichtbare Silhouette, geprägt durch ein Steinmonument und einen damals noch vorhandenen Baum. An dieses Treffen soll das gleichnamige Lied erinnern. Schließlich beschloss die Band ihn einzuladen, sich ihrer Tournee anzuschließen. Bono sagte später in einem Interview dazu folgendes:

„Und in meiner ersten Nacht in Neuseeland nahm mich Greg zum One Tree Hill mit. Er arbeitete in der Musik- und Medienszene und Paul McGuinness dachte sich, dass dieser Junge zu pfiffig ist, wir können ihn nicht hier lassen, lasst ihn uns nach Australien mitnehmen.“ [7]

Carrolls Tod ist ein weiteres gemeinschaftliches Erlebnis, das die Band bei der Realisierung des Albums beeinflusst hat. Neben dem Lied One Tree Hill ist auch das ganze Album dem Andenken Greg Carrolls gewidmet. Der Baum, der den One Tree Hill ausmacht, wurde im Jahre 2000 aus Sicherheitsgründen gefällt. Im selben Jahr war auch der Joshua Tree, der auf dem Plattencover abgebildet ist, gestorben und umgefallen.[18]

Religiöses

Wie die Band im Film Rattle and Hum scherzhaft anmerkt, ist der Titel des Albums, The Joshua Tree, nicht ganz ohne Bedeutung.

Der hebräische Name Joshua (יְהוֹשֻׁעַ), der als der Name von Moses Nachfolger als Führer der Israeliten im Alten Testament erwähnt ist, bedeutet in der griechischen Bibelübersetzung Jesus (Ιησους). Dadurch wird schon auf den christlichen Kontext des Albuminhaltes verwiesen. Diese Bilder hallen dem Thema des Albums nach, da sie das Bild eines leidenden Mannes hervorrufen, der einen großen Verlust erleiden oder ein großes Opfer bringen musste, und nun auf die Hilfe von göttlichen, transzendenten Mächten hofft oder sich mit dem Verlust abfinden und aussöhnen muss.

Seinen Namen erhielt der Joshua Tree von durchziehenden Mitgliedern der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), welche die dünnen ausgestreckten Äste des Baumes mit den zum Himmel empor gestreckten Armen des alttestamentlichen Volksführers Josua verglichen.

Der religiöse Bezug ist in mehreren Titeln greifbar. In God’s Country wird auf die Geschichte von Kain und Abel verwiesen („I stand with the sons of Cain“). With or Without You spielt auf Jesu Dornenkrone an. I Still Haven’t Found What I’m Looking For ist dem Sprachduktus der Psalmen nachgebildet, wie eine Gegenüberstellung des Songtextes mit Psalm 69,2 zeigt:[19]

„I have kissed honey lips – Felt the healing fingertips – It burned like fire – This burning desire – I have spoken with the tongue of angels – I have held the hand of the devil – It was warm in the night“ (I Still Haven’t Found What I’m Looking For)
„I sink in deep mire – where there is no foothold – I have come into deep waters – and the flood sweeps over me – I am weary with my crying – ...“ (Psalm 69,2) [20]

Das Cover

Für die Gestaltung des Covers wurde der langjährige Fotograf der Band, Anton Corbijn, engagiert. Die Band reiste mit dem holländischen Fotografen im Dezember 1986 für drei Tage in die Wüste von Kalifornien, um ein passendes Motiv für das Cover zu finden. Am Abend des ersten Tages erzählte Corbijn Bono von seiner Idee, auf dem Cover im Vordergrund einen Joshua Tree und im Hintergrund die Band abzubilden.

„[Am nächsten Morgen] kam [Bono] mit einer Bibel herunter […] und suchte die Stelle [über Joshua] in der Bibel und es bedeutete eine Menge für ihn. Er dachte, es sollte möglicherweise der Titel eines Albums sein […][21]

Danach machten sich die Band und der Fotograf auf die Suche nach einem Joshua Tree. Schließlich fanden sie einen allein stehenden Baum, was insofern erstaunlich war, als diese Art von Bäumen eigentlich nur in Gruppen und nicht alleine wächst. Wohl um ein gewisses Numinosum zu bewahren, verraten weder die Band noch der Fotograf bis heute, wo der besagte Baum zu finden ist.[22] Dennoch machten sich einige Fans der Band auf die Suche und entdeckten schließlich auch den Baum, der mittlerweile wegen seiner Größe und seines hohen Alters im Jahr 2000 gestorben und umgefallen ist. Verschiedene Fans haben den Baum auch in den folgenden Jahren wieder aufgesucht. Etliche Erinnerungsstücke haben sie dabei zurückgelassen. So befindet sich dort ein Logbuch, in dem sich Fans eintragen können und auch eine im Boden eingelassene Gedenktafel mit der Abbildung des Baumes und dem Schriftzug „Have you found what you are looking for?“. Der Baum befindet sich ungefähr an der Stelle folgender Koordinaten: 36°20'2"N, 117°44′47"W. Ob die Überreste des Baums jedoch aktuell (Stand Januar 2007) noch vor Ort zu finden sind oder entfernt wurden, ist unklar.

Neben dem Bild auf der Rückseite der LP, das den Joshua Baum zeigt, gibt es auch ein Coverfoto, auf dem eine Schwarz-Weiß-Fotografie der Band im Death-Valley-Nationalpark in der Wüste von Kalifornien abgebildet ist. Das Foto der Band wurde unterhalb des Aussichtspunktes Zabriskie Point gemacht. Die Koordinaten der Aufnahme sind: N 36°25.203′, W 116°48.827′.

Weitere Fotos für die LP, für Promotionmaterial und für die Cover der Singles wurden an verschiedenen Stellen innerhalb des Death Valley, vor dem Harmony Hotel in dem Ort Twentynine Palms, in der Nähe des Joshua-Tree-Nationalparks in Bridgeport, Kalifornien und in der Geisterstadt Bodie in Kalifornien gemacht.

Veröffentlichungen

Am 9. März 1987 veröffentliche U2 das Album The Joshua Tree. In den folgenden Monaten erschienen international die Singles With or Without You, I Still Haven’t Found What I’m Looking For und Where the Streets Have No Name. Zusätzlich wurden In God’s Country als vierte Single in Nordamerika und One Tree Hill als vierte Single in Neuseeland veröffentlicht.

Ursprünglich nutzte die Band auch das Lied Red Hill Mining Town als Single, bis sie während der Proben für die Joshua Tree Tour feststellte, dass Bono die hohen Noten des Songs nicht treffen konnte. Dies führte dazu, dass dies der einzige Song des Albums war, der während der Tour nicht gespielt wurde.

Die ursprüngliche CD-Pressung des Albums indizierte fälschlicherweise das Ende von One Tree Hill auf 4′43″ und den Anfang von Exit auf 4′53″. Die Ursache war eine abschließende, ruhigere Strophe von One Tree Hill („Oh, great ocean …“), welche dem verstummenden und scheinbar endenden Lied angehängt ist. Deshalb wurde diese Strophe lange dem Lied Exit zugerechnet, obwohl dies in starkem Widerspruch mit dem Klang und der Aussage dieses Songs steht. Der Fehler wurde in neueren Editionen korrigiert.

1996 brachte das Remaster-Label Mobile Fidelity Sound Lab eine 24 Karat Gold-CD des Albums heraus. Diese Edition hat leicht abgeänderte Laufzeiten. 1999 erschien die DVD The Joshua Tree aus der Reihe Classic Albums, die sich mit der Entstehung des Albums beschäftigt und viele Interviews enthält.


Trackliste 20th Anniversary Edition Bonus
  1. Luminous Times (Hold On To Love) (4′35″)
  2. Walk To The Water (4′49″)
  3. Spanish Eyes (3′14″)
  4. Deep In The Heart (4′31″)
  5. Silver And Gold (4′38″)
  6. Sweetest Thing (3′05″)
  7. Race Against Time (4′03″)
  8. Where The Streets Have No Name (Single Edit) (4′47″)
  9. Silver And Gold (Sun City) (4′43″)
  10. Beautiful Ghost/Introduction To Songs Of Experience (3′52″)
  11. Wave Of Sorrow (Birdland) (4′04″)
  12. Desert Of Our Love (4′56″)
  13. Rise Up (4′05″)
  14. Drunk Chicken/America (1′31″)

Am 16. Oktober 2007 bestätigte Billboard die US-Veröffentlichung einer 20 jährigen Jubiläumsausgabe der Platte zum 20. November 2007. In Deutschland und Österreich wurde das Album am 7. Dezember 2007 veröffentlicht. In der restlichen Welt erschien die Platte am 3. Dezember 2007. Das Album kam neu gemastert und mit Bonusmaterial versehen, in verschiedenen Formaten auf den Markt. In Deutschland als Einzel-CD, Doppel-CD mit B-Seiten der Singles und unveröffentlichten Liedern auf der Zusatz-CD, als Limited Edition Doppel-CD im Karton mit zusätzlicher DVD, Buch und Kunstdrucken und als Doppel Vinyl-LP.
Erstmalig wird in dieser Veröffentlichung das ursprüngliche Foto von Anton Corbijn auch für das Cover der CD verwendet, wie es auch am Zaberiski Point 1986 aufgenommen und für das Vinyl-LP-Cover verwendet worden war. Corbjin hatte sich immer gegen das verzerte CD-Cover Foto ausgesprochen und auch in seinem Buch "U2 & i. Die Photographien 1982 - 2004" geschrieben, dass er sich weiter für das Original-Foto des Fotoshootings auf dem Cover einsetzen werde.

Rezensionen

Der Rolling Stone-Kritiker Steve Pond lobt The Joshua Tree als abwechslungsreichstes, differenziertes und trotzdem am leichtesten zugängliches Album der Band und erkennt eine starke Spiritualität. Bei With or Without You wird die behutsame Steigerung bis zum Höhepunkt im Sinne von Ravels Bolero gelobt. Metaphern wie „Feuer, „Regen“ und „Wüste“ verlören jedoch durch allzu häufige Verwendung ihre Eindringlichkeit. Der Gefahr eines Plagiats von Springsteens Born in the USA und einer Entwicklung zum martialischen Stadionrock sei die Band aus dem Weg gegangen. [2].

Jay Cocks, ein Kritiker des Time Magazines, bezeichnet The Joshua Tree als das bisher beste Album von U2 und lobt insbesondere das innovative Klangbild sowie das politische und soziale Engagement, das sich in Songs wie Bullet the Blue Sky oder Mothers of the Disappeared zeige. Wie im Rolling Stone wird die sich durch das ganze Album ziehende Spiritualität hervorgehoben, welche sich in vielen Songzeilen spiegele. Der britische Musiker Elvis Costello sagte folgendes dazu: „U2 is what church should be.“ Bei I Still Haven’t Found What I’m Looking For lobt er vor allem die eingängige Melodie. Abschließend preist Jay Cocks etwas überschwänglich U2s Musik als eine „Rettungsleine“, deren Melodien die Bewusstseinschwelle des Publikums überschreiten und sich in den Träumen der Zuhörer einnisten. [13]

Der Boston-Globe-Kritiker Steve Morse hebt die neuen musikalischen Richtungen und Stilmittel, wie die Einbindung von Orchestermusik/Instrumenten oder auch Countryklängen, hervor. Bonos Gesang und The Edges vielseitige Gitarrensoli werden ebenfalls positiv hervorgehoben. Einziger Kritikpunkt ist die zu offensichtliche christliche Symbolik, die allerdings durch das gute Zusammenspiel zwischen Musik und Text zum Teil wieder entschuldigt wird. Das Ende des Titels One Tree Hill erinnert den Kritiker an Soul-Musik von Otis Redding und die Inbrunst religiöser Hymnen wie Amazing Grace. [1]

Eine negative Bewertung erfährt das Album in Eric Waggoners parodistischem Buch Hall of Shame, in dem Bonos Gesang mit dem Gejaule einer Katze verglichen wird, der man gerade auf dem Schwanz getreten ist.

Coverversionen

Der große Erfolg des Albums führte dazu, dass in den folgenden Jahren viele Coverversionen einzelner Lieder erschienen. So veröffentlichten die Pet Shop Boys 1991 Where the Streets Have No Name in einer tanzbareren Version als Where the Streets Have No Name (I Can’t Take My Eyes Off You). Eine Liveversion des Titels von U2 und Bruce Springsteen wurde 1987 aufgenommen. Vanessa Carlton nahm ihn 2004 für ihr zweites, allerdings nur in Japan veröffentlichtes, Album Harmonium auf. Auch die zweite Single I Still Haven’t Found What I’m Looking For coverten viele Künstler. Den größten Erfolg hatte dabei die Gruppe Chimes, die mit ihrer Version 1990 den sechsten Platz der britischen Charts belegte. Im Jahr 2003 veröffentlichen Cher und Bonnie Tyler sie als Coverversion erneut. Darüber hinaus wurde das Lied auch von Gregorian, einer Gesangsgruppe, die moderne Pop- und Rocksongs im mittelalterlichen Musikstil bearbeitet, vertont. Im deutschen Sprachraum wurde der Song vom Comedy-Duo Badesalz in einer „volkstümlichen“ Version aufgenommen.

With or Without You, das am zweithäufigsten gecoverte Lied von U2 überhaupt, wurde von Bands wie Keane und Gregorian neu bearbeitet. Erwähnenswert ist auch die Liveversion des Liedes, an dem neben U2 auch Sting und Peter Gabriel mitgewirkt haben.

Doch auch in der klassischen Musikszene fand das Album Anerkennung, was sich an den Vertonungen einiger Lieder durch das London Symphony Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra und das Savitri String Quartet zeigt. Darüber hinaus coverte die Thrash-Metal-Band Sepultura das Lied Bullet the Blue Sky auf ihrem Album Roorback (2003).

Hitparadenplatzierungen

Sowohl das Album als auch die später veröffentlichten Singles besetzten schon kurz nach ihrem Erscheinen weltweit die Spitzen verschiedener Charts. The Joshua Tree erreichte Platz 1 in vielen verschiedenen Ländern und konnte sich ungewöhnlich lange in den Hitparaden halten. In der Schweiz belegte The Joshua Tree 33 Wochen lang den ersten Platz in den Albumcharts. In Großbritannien blieb das Album für 129 Wochen in den Charts und kehrte noch zweimal nach dem Ausscheiden aus den UK Top 40 zurück. Im Jahr 1992 stand das Album erneut auf Platz 19. 1993 befand es sich noch auf Platz 27.

Dieses „Wiedereintreten“ in die Hitlisten trat nicht nur in den UK Top 40 auf. In den irischen Charts erreichte es nach zwei Konzerten von U2 im Slane Castle noch einmal die Top 5.

Titel
Veröffentlichung
Chart-Position
DE AT CH UK[23] US[24] Irland
Album
The Joshua Tree
9. März. 1987
1 1 1 1 1 [25] -
Singles
With or Without You
März 1987
7 15 11 4 - 1
I Still Haven’t Found What I’m Looking For
Mai 1987
13 10 18 6 1 1
Where The Streets Have No Name
August 1987
44 - - 4 - 1
In God’s Country
November 1987
- - - 48[26] 44 -
One Tree Hill
1988 (Nur in Neuseeland)
- - - - - -

Gold- und Platinschallplatten

The Joshua Tree erhielt schon nach wenigen Monaten eine Vielzahl von Gold- und Platin-Schallplatten. Insgesamt wurden weltweit über 20 Millionen Exemplare des Albums verkauft. 10 Millionen Stück davon entfallen auf die Vereinigten Staaten. Außerdem war es das am schnellsten verkaufte Album in der Geschichte Großbritanniens, und erhielt bereits 28 Stunden nach der Veröffentlichung die erste Platin-Schallplatte. The Joshua Tree ist das meistverkaufte Album der Band.

Land Gold 3× Gold Platin 2× Platin 3× Platin 4× Platin 5× Platin 6× Platin 10× Platin
Deutschland
vergeben von IFPI
1987 1994 1987 1994 - - - - -
Vereinigtes Königreich
vergeben von BPI
1. März 1987 - 12. März 1987 13. April 1987 7. Juli 1987 12. November 1987 12. Juli 1988 1. März 1992 -
Vereinigte Staaten
vergeben von RIAA
13. Mai 1987 - 13. Mai 1987 13. Mai 1987 30. September 1987 22. Dezember 1987 - 12. Juni 1995 11. September 1995
Österreich
vergeben von IFPI Austria
- 11. Dezember 1990 - - - - - - -

Auszeichnungen

Preise

MTV Awards 1987
Rolling Stone Magazine 1987
Grammy Awards 1988

Nominierungen

MTV Awards 1987
MTV Awards 1988

Anmerkungen

  1. a b vgl. Steve Morse: U2’s ‚The Joshua Tree‘: A spiritual progress report; Boston Globe; 8. März 1987
  2. a b vgl. Steve Pond: The Joshua Tree Review; Rolling Stone Magazine; 9. April 1987
  3. Rolling Stone: The RS 500 Greatest Albums of All Time
  4. Adam Clayton auf der DVD The Joshua Tree, 1999, TDK Mediaactive in der Serie Classic Albums

    “I think for us at that time … we felt very disconnected with what was happening musically I mean it was … the time of synthesizer pop and I think … new wave as the Americans refer to it hadn’t really hit in America but … I think maybe A Flock of Seagulls were around … so there’d been a little bit of experimentation sonically.”

  5. Tim Darling zu Edge’s Delaytechnik
  6. Bono auf der DVD The Joshua Tree, 1999, TDK Mediaactive in der Serie Classic Albums

    “Our music, looking back on it now, in the eighties it I can see … that would be so out of step with everything around.[…] Something which is a staple on the radio now like With Or Without You … you’ve got to understand it’s a very odd sounding song, it just sounds normal because you’ve heard it so many times. It kind of whispers its way into the world and … this odd guitar part that played on Edge’s infinite guitar. It was an unusual sounding record.”

  7. a b Niall Stokes: The World About Us, Hot Press, 26. März 1987
  8. Brian Eno auf der DVD The Joshua Tree, 1999, TDK Mediaactive in der Serie Classic Albums
  9. Bono in Cactus World View von Adrian Thrills, New Musical Express, 14. März 1987

    “I was interested in the miners’ strike politically, but I wanted to write about it on a more personal level. A cold statistic about a pit closure and redundancies that follow is drastic enough on one level, but it never tells the full human story. I wanted to follow the miner home and write about that situation in the song.”

  10. The Edge auf der DVD The Joshua Tree, 1999, TDK Mediaactive in der Serie Classic Albums

    “[…] about the cinematic aspect of music where … where music can actually evoke a landscape and a place and… can really bring you there.”

  11. DVD The Joshua Tree, 1999, TDK Mediaactive in der Serie Classic Albums
  12. Daniel Lanois auf der DVD The Joshua Tree, 1999, TDK Mediaactive in der Serie Classic Albums

    “I’ve always liked gospel music and … I encouraged Bono to take it to that place which he did. It was very, a very non – U2 thing to do at that time … to go up the street of gospel, but I think it opened a bit of a door for them.”

  13. a b Jay Cocks: Band on the Run. Time Magazine. 27. April 1987
  14. Bono auf der DVD The Joshua Tree, 1999, TDK Mediaactive in der Serie Classic Albums

    “I think The Joshua Tree is not Irish in any of the obvious senses … but in a much less … in a much more mysterious way, it’s very Irish. The ache and the melancholy is uniquely Irish.”

  15. Daniel Lanois auf der DVD The Joshua Tree, 1999, TDK Mediaactive in der Serie Classic Albums

    “he’s singing at the top of his range and … there’s something very compelling, y’know, about somebody pushing themselves … it’s like hearing like Aretha Franklin almost.[…]”

  16. Bono auf der DVD The Joshua Tree, 1999, TDK Mediaactive in der Serie Classic Albums

    “[…] there’s a place called Ballymun the 7 Towers … and Ballymun was a … kind of built in our back garden and we used to play there as kid. That’s where the biggest drug problem was.”

  17. Englische Wikipedia
  18. http://www.u2faqs.com/geography/
  19. Robert Hilburn: I Will Follow To One. Los Angeles Times. 12. September 1993

    “Bono: The approach was influenced by the poetry of the Psalms, which I always love. To me, it’s a lot like the blues – where man was giving out to God. It’s like David giving out to God „Where are you when I need you?“ That whole thing.”

  20. Psalms – New Revised Standard Version
  21. Anton Corbijn auf der DVD The Joshua Tree, 1999, TDK Mediaactive in der Serie Classic Albums

    “[…] he came down with the Bible […] and … Iooked it up in the Bible and he meant a lot to him and … he thought it should be probably a title for an album […]”

  22. Dave Thompson: The Making of U2s The Joshua Tree, 1996, Seite 9, „We stopped off the road“, Bono recalled, „and we went out and we were shooting this landscape with the Tree, and we just got back on the bus and drove off. Then somebody thought, ‚God, say you ever want go back to that Tree? Or other people might go looking for the Tree.‘ And then we thought,’no, better that people can’t find it, or else some guy will arrive with it at a gig. ‚Bono, I’ve got the Tree!‘“
  23. UK Top 40 Hit Database
  24. Singles von The Joshua Tree in den Billboard-Charts
  25. The Joshua Tree in den US-Album-Charts
  26. Taurus Press: Hit Records - British Chart Singles. 1998

Literatur

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