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Diskussion:Theodolit

hallo herr vey: bitte schreiben sie etwas sinnvolles und nicht nur irgendwelche anmerkungen in mühevoll erstellte artikel. wenn's wirklich unumgänglich ist: jeder artikel hat eine diskussiosnseite, da kann man anmerkungen platzieren---Pm 12:45, 25. Aug 2004 (CEST)

http://vermessen.de/download/bauvermessung-einfach-gemacht.pdf---Pm 13:06, 25. Aug 2004 (CEST)

Inhaltsverzeichnis

Artillerie- Vermessung

Ein Richtkreis wird zum "Festlegen" von Geschützen verwendet. Er ist KEIN Theodolit. Im Gegensatz zum Theodoliten läßt sich das Fernrohr des Richtkreises nur horizontal, und nicht vertikal, schwenken. Ein Richtkreis ist daher eher mit einem Nivelier- Gerät zu vergleichen.

Ein schönes Beispiel ist auf home.arcor.de/thuernagel/pab2.htm zu sehen. Dort ist der Richtkreis Pab 2 beschrieben.

Frank

Vielleicht könnte mal einer den Zweck des Geräts etwas genauer beschreiben. Was z.B. versteht man unter "Entfernungsmessung"? 5m und genau oder 100m und ungenau oder 20km oder 100km ???

Gunther

Zu letzter Frage sei angemerkt:

Ein klassischer Theodolit dient nur zur Winkelmessung. In der Praxis war und ist der Theodolit jedoch sehr häufig mit einer Zusatzeinrichtung zur Entfernungsmessung kombiniert und liefert damit für jeden gemessenen Punkt Polarkoordinaten mit dem Nullpunkt im Gerätestandort.

Moderne elektronischen Geräte haben sich ab 1970 sehr schnell etabliert und ab circa 1980 die klassischen, optisch-mechanischen Geräte fast vollständig verdrängt, sieht man einmal von Sonderaufgaben ab. Die am häufigsten eingesetzten Geräte haben eine Winkelgenauigkeit von +/- 0.001 Grad und eine Streckengenauigkeit von < +/- 2-5 mm, bei einer maximalen Reichweite von 1000-3000 m.

Die optisch-mechanischen Geräte mit Zusatzeinrichtungen zur Streckenmessung, sogenannte Diagrammtachymeter, waren bezüglich der Entfernung auf den Nahbereich begrenzt. Bei Entfernungen bis 150 m konnte man +/- 10 cm Genauigkeit erreichen, einige wenige Spezialgeräte schafften bei wesentlich erhöhtem Messaufwand 2-3 cm Genauigkeit. Diagrammtachymeter lieferten neben der Horizontalstrecke durch weitere Ablesekurven auch den Höhenunterschied mit +/- 2-10 cm Genauigkeit. Der Einsatzschwerpunkt dieser Geräte war die topographische Geländeaufnahme, die sehr effizient durchgeführte werden konnte. --Hubert_Badtke 14:04, 13. Apr. 2008 (CEST)Hubert Badtke

Fachsprache

"Der Wechsel von einer Fernrohrlage zur anderen erfolgt durch Durchschlagen des Fernrohrs." - Das würde ich mal als unverständliche Fachsprache bezeichnen. Für den Leser ohne einschlägige Vorbildung dürfte ein Fernrohr nach dem Durchschlagen ziemlich kaputt sein. ;) Wäre nett, wenn jemand das verständlicher formulieren könnte. Ich kann's nicht, ich hab keine Idee, was da gemeint sein könnte.

Dieser Einwand ist sehr berechtigt, dieser Artikel setzt Fachwissen voraus. In der Tat neigen Fachleute dazu, Dinge "griffig" zu benennen, die eigentlich eine nähere Betrachtung erfordern. Das "Durchschlagen" zu beschreiben erfordert einigen Aufwand.

Ein Theodolit ist um die Stehachse S-S und die Kippachse K-K beliebig drehbar (siehe Schemaskizze im Artikel). Folglich kann jeder Zielpunkt in zwei Fernrohrlagen angezielt werden, wobei die Richtungsablesungen an den beiden Teilkreisen jeweils an die diametral gegenüberliegende Stelle wandern. Damit lassen sich systematische Restfehler der Achsen eliminieren. Die beiden Fernrohrlagen sind wie folgt erkennbar:

Lage 1: Bei horizontaler Zielachse Z-Z, steht der Zenitwinkel auf 90 Grad / 100 Gon. Lage 2: Bei horizontaler Zielachse Z-Z, steht der Zenitwinkel auf 270 Grad / 300 Gon. (Bei Geräten, die nur eine Visureinrichtung für die grobe Anzielung eines Punktes besitzen, befindet sich der Diopter in Lage 1 oben auf dem Fernrohr und in Lage 2 unter dem Fernrohr.)

Bei Messungen mit einem Theodolit wird der Lagenwechsel durch eine Drehung des Gerätes um die Stehachse S-S (180 Grad) eingeleitet. Danach zeigt das Objektiv des Fernrohrs auf den Beobachter. Durch eine Drehung des Fernrohres um die Kippachse K-K (180 Grad) steht das Okular wieder dem Auge des Beobachters gegenüber und ist für die Anzielung des Objektes bereit. Die Reihenfolge beider Einstellungen ist beim Lagenwechsel natürlich beliebig.

Warum dieser Vorgang in der Fachliteratur oft Durchschlagen heißt, ist mir auch nicht ganz klar. Man kann den Lagenwechsel auch so definieren, dass die Zielachse Z-Z hierbei grundsätzlich die Zenitlinie überquert, respektive "durchschlägt".

--Hubert_Badtke 13:10, 13. Apr. 2008 (CEST)Hubert Badtke

Tachymeter <-> Theodolit

Geräte mit Entfernungsmessung heißen meines Erachtens Tachymeter bzw. wenn sie auch ellektronische Registrierung bieten Totalstation. Die Begriffe werden jedoch nicht unbedingt von allen Herstellern gleich benutzt. Es wäre zu überprüfen ob die aufgezählten bekannten Hersteller wirklich Theodoliten bauen bzw. gebaut haben (kann ich mir eigentlich nicht vorstellen) oder nur Tachymeter - dann sollte der Link besser dort hin. --Langläufer 09:22, 22. Aug 2006 (CEST)

Tachymeter und Totalstationen sind von Haus aus Theodolite mit der Zusatzfunktion, Strecken zu messen. Bei den modernen Geräten ist auch ein Rechner integriert, der den Messablauf und die Datenverwaltung steuert und sämtliche geodätische Grundaufgaben beherrscht. In der Übergangszeit von optisch-mechanischen zu elektronischen Geräten gab es auch separate Entfernungsmesser, die auf herkömmliche Theodolite montiert wurden und diese somit zu Tachymetern funktional erweiterte. Firmen, die Tachymeter anboten, mussten also den Bau von Theodoliten - feinmechanisch und optisch Geräte höchster Präzisions - beherrschen. Die genannten Firmen repräsentieren die wichtigsten Anbieter im deutschen Sprachraum. Es gab noch weitere Theodolithersteller, wegen den hohen Anforderungen und dem kleinen Markt jedoch nie viele. --Hubert_Badtke 18:24, 13. Apr. 2008 (CEST)Hubert Badtke

Zur Herkunft

Ich würde anstelle der Klammer in der ersten Zeile gern folgendes dazu schreiben: "Die Entstehung ist nicht sicher bekannt. Erstmals beschrieben wurde der "theodelite" als Instrument zur Landvermessung von seinem wahrscheinlichen Erfinder Leonard Digges (veröffentlicht 1571 nach seinem Tod von seinem Sohn Thomas). Er war wohl eine Weiterentwicklung astronomischer Geräte wie dem Torquetum, das seit dem 13. Jahrhundert nachgewiesen ist. Auch die Herkunft des Names ist unsicher. Verschiedentlich genannte Erklärungen als Verballhornung von "the alidade" (die Alhidade) können schon lautlich nicht überzeugen; und die parallele Verwendung der Begriffe "theodelite" und "alidade" in den Schriften Digges' schließt diesen Ursprung aus." Hat jemand Bedenken? (Falls ich hier etwas falsch mache, bitte ich um Verzeihung; dies ist mein erster Beitrag)--Claude Frollo 01:11, 28. Jun. 2008 (CEST)