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Taylorcraft L-2

Taylorcraft L-2 „Grasshopper“
Taylorcraft L-2 als Ausstellungsstück, mit der Kennzeichnung der Teilnahme an der Operation Overlord („Invasionsstreifen“)
Beschreibung
Erstflug vor 1939
Einsatzart Kurierdienst, Artielleriebeobachtung, leichter Aufklärer, Verbindungsflugzeug
Besatzung Ein Pilot und ein Beobachter
Abmessungen
Länge 6,93 m
Spannweite 10,97 m
Höhe 2,03 m
Gewichte
Leergewicht 397 kg
Maximales Gewicht 590 kg
Motorisierung
Motorbezeichnung Continental O-170-3
Leistung 65 PS (Start)
Flugleistung
Höchstgeschwindigkeit 164 km/h
Einsatzradius 365 km
Dienstgipfelhöhe 3.657 m
Reihenfolge der leichten Verbindungs-und Beobachtungsflugzeuge der USA von 1942-1962
Stinson L-1 - Taylorcraft L-2 - Aeronca L-3 - Piper L-4 - Stinson L-5 - Interstate L-6 - L-9 - North American L-17 - Cessna L-19 - De Havilland L-20 - L-21

Die Taylorcraft L-2 „Grasshopper“ war eines der ersten leichten Verbindungs-und Aufklärungsflugzeuge der US-Armee.

Übersicht

Das Vorkriegsmuster Taylorcraft Model Tandem wurde von der Armee in O-57 umbenannt und erfolgreich einer Einsatzprüfung im Sommer 1941 in Louisiana und Texas unterzogen. Als die USA kurz später in den Zweiten Weltkrieg eintraten, wurde die O-57 in ähnlicher Weise wie die Ballons des Ersten Weltkrieges eingesetzt: zur Beobachtung feindlicher Truppen, als Artilleriebeobachter und als Kurierdienst zwischen den eigenen Stellungen. Überall wo der Einsatz von kurzen, unbefestigten Start-und Landeplätzen gefordert war, kam die O-57 oder ähnliche Muster zum Einsatz. Einer Bestellung von 70 Exemplaren der O-57 folgte die Auslieferung einer verbesserten Version mit Funkgerät und verbesserter Rundumsicht von ca.340 Exemplaren mit der Bezeichnung O-57A.

1942 kam es innerhalb der US-Armee zu einer Änderung im Bezeichnungssystem für Flugzeuge, die O-57 wurde in L-2 (L für „Liaison“, zu deutsch: „Verbindung“), bzw. in L-2A umbenannt. Weitere Verbesserungen führten zur Version L-2B und L-2M, einige zivile Modelle von Taylorcraft wurden als L-2C und L-2L der Armee überantwortet. Von eine Version ohne Motor zur Schulung von Lastenseglerpiloten (hauptsächlich als Vorbereitung für die Landung in der Normandie) wurden 253 Stück als ST-100 produziert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg versahen manche L-2 Dienst in den Luftwaffen verschiedener Länder, andere gingen an zivile Besitzer, die sie als günstige „Warbirds“ weiterbetrieben. Eine zivile Version wurde noch bis Ende der 40er Jahre als BC-12 D produziert.

Den Beinamen „Grasshopper“ (zu deutsch: Heuschrecke), den die L-2 unmittelbar nach der Indienststellung von den Soldaten bekam, teilte sie sich mit der Piper L-4 , der Aeronca L-3 und der Interstate L-6.

Siehe auch

L-2 bei „Warbird Alley“ (eng)