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Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasium

Das städtische Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasium ist das einzige Gymnasium in der Stadt Hemer.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Schon vor der Gründung 1924 gab es Pläne, eine Höhere Schule in Hemer anzubieten. Um den Worten Taten folgen zu lassen errichteten die damals noch eigenständigen Gemeinden Westig, Sundwig und Hemer gemeinsam die Höhere Lehranstalt erst als Rektoratgymnasium, das 1924 vom Minister für Wissenschaft anerkannt wurde. Anfang der 1930er Jahre wurde die Schule in ein Realprogymnasium umgewandelt und bekam gleichzeitig Probleme, weil die Finanzmittel der Gemeinden knapp wurden. 1932 musste der Gemeinderat über die Erhaltung der Schule entscheiden. Die Schule konnte ihren Lehrauftrag fortsetzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg bekam sie den Namen des Sprachwissenschaftlers und Volkskundlers Friedrich Leopold Woeste und wurde zum „neusprachlichen Gymnasium der Stadt Hemer“. Der Bau des heutigen Schulgebäudes wurde 1956 begonnen, 1958 wurde es eingeweiht. In den 1970er Jahren wurde das Gebäude nochmals erweitert.

Seit dem Schuljahr 1999/2000 gibt es in jedem Jahrgang jeweils einen bilingualen Kurs. In diesem Kurs erhalten die Schüler in der 5. Klasse sieben Stunden Englischunterricht wöchentlich, um ab der 7. Klasse in einigen Fächern der Fächergruppe II (Nebenfächer) auf Englisch unterrichtet zu werden.

Im Rahmen der Bewerbungspläne zur Landesgartenschau 2010 stellte die Stadt Hemer im Oktober 2006 Absichten vor, mit dem Woeste-Gymnasium in die 2007 frei werdenden Gebäude der Blücher-Kaserne zu ziehen.[1] Auf Grund der hohen Kosten wird dieses Projekt jedoch nicht umgesetzt.

Zahlen

Im Schuljahr 2005/06 unterrichten 57 Lehrerinnen und Lehrer und drei Referendare insgesamt 1002 Schüler in 30 Klassen bzw. Stufen. Es wird sowohl in der Sekundarstufe I (Stufen 5-10) als auch in der Sekundarstufe II (11-13) gelehrt.

Projekte

Das "Woeste" ist ein kulturelles Zentrum der Stadt: Die Aufführungen des Literaturkurses, der Musical-AG und einiger weiterer Gruppen sind über die Stadt hinaus beliebt. Der Schulchor unter Leitung des Musiklehrers Andreas Hagenhoff nahm 2004 ein Schullied namens "Unsere Schule" auf.

Leichtathletikmannschaften - sowohl Jungen als auch Mädchen - konnten wiederholt Landessieger werden und vertraten NRW sechs mal in Folge beim Bundesfinale von "Jugend trainiert für Olympia". Auch im Handball erreichte die Schulmannschaft Erfolge.

Im Bereich Kunst wurde der Entwurf für den Brunnen in der Nähe des Hademareplatzes in der Hemeraner Innenstadt erstellt.

Seit 2001 wird das Projekt "Streitschlichtung" angeboten. Schüler der Stufe neun lassen sich hier zu Streitschlichtern ausbilden, um in der Erprobungsstufe (Stufen 5 und 6) Konflikte beilegen zu können.

Das Woeste-Gymnasium ist Standort einer Wetterstation der Meteomedia AG.

Partnerschulen

Die Schule pflegt Partnerschaften mit der Bablake School in Coventry, Großbritannien, seit 1991, dem Collège Albert Debeyre in Beuvry, Frankreich, seit 1977, mit dem Gerberstadt-Gymnasium in Doberlug-Kirchhain, Brandenburg, seit 1991, sowie mit der Nordhoff High School in Ojai Kalifornien.

Bekannte Absolventen

Einzelnachweise

  1. „Woeste-Gymnasium will in Kaserne“, IKZ vom 27.11. 2006

Koordinaten: 51° 23' 6" N, 7° 45' 28" O